Lebendiges Lernen weckt Neugierde. Lernen beginnt mit Neugierde. Mitten in der Natur, umgeben von unendlich vielen Reizen, können Klassen vieles ausprobieren, beobachten und entdecken.

Was Schüler*innen sonst nur aus dem Schulbuch kennen, wird auf einer grünen Klassenfahrt lebendig: Ihr nehmt Wasserproben, entdeckt Tierspuren und lernt ganz nebenbei viel über Umweltschutz, Pflanzen sowie Tiere. Dabei fördert diese besondere Form des Lernens das vernetzte Denken. Gleichzeitig bringt Bewegung an der frischen Luft eure Gehirnzellen in Schwung und macht einfach Spaß. Und was bleibt am längsten im Gedächtnis? Ganz klar: die gemeinsamen Erlebnisse, weil sie euch verbinden und für unvergessliche Momente sorgen.

Lernen in der Natur weckt Neugierde

Für Schüler*innen wird es immer wichtiger, die Zusammenhänge in der Natur zu verstehen und ein Gespür für den Schutz von Umwelt sowie Tierwelt zu entwickeln. Denn nur so lassen sich die Herausforderungen rund um Klimawandel und Artenvielfalt wirklich begreifen. Außerschulische Lernorte, die mitten in der Natur liegen, eröffnen dafür neue Möglichkeiten. Sie erweitern nicht nur das Methodenspektrum, sondern machen Unterrichtsinhalte auch direkt erlebbar. Dabei lernen Schüler*innen mit allen Sinnen. Und genau das sorgt dafür, dass das Erlebte langfristig im Gedächtnis bleibt. Wenn wir unsere Umwelt in ihren natürlichen Zusammenhängen entdecken, bekommt Lernen eine besondere Qualität. Solche direkten Erfahrungen schaffen emotionale Verbindungen und regen dazu an, neue Fragen zu stellen. Darauf kann Wissensvermittlung aufbauen – lebendig, nachhaltig und mit Freude am Lernen.

Schau tief in die Natur, und dann wirst du alles besser verstehen.

Dreifach gut: Fächerübergreifend, für alle Jahrgangsstufen – und immer in Bewegung. So macht Lernen in der Natur Spaß.

Draußen lernen ist nur was für den Bio-Unterricht? Falsch gedacht! Die Natur hat viel mehr zu bieten. Klar, im Wald oder am Meer lernst du jede Menge über Pflanzen, Tiere und natürliche Kreisläufe. Aber auch andere Fächer lassen sich nach draußen verlegen. So kannst du chemische oder physikalische Vorgänge beobachten und spannende Experimente ausprobieren. Auf Exkursionen entdeckt ihr gemeinsam verschiedene Landschaften oder besondere Gesteinsarten. Dabei wird Erdkunde lebendig, während auch Fächer wie Physik oder Geschichte ganz neue Perspektiven bekommen. Entdeckendes Lernen ist hier das Stichwort!

Sogar Musikunterricht unter freiem Himmel funktioniert – denn viele Gräser und Naturmaterialien lassen sich mit ein paar Handgriffen zum Klingen bringen. Ein weiterer Pluspunkt: Unterricht im Freien eignet sich für alle Altersgruppen. Während die Jüngeren spielerisch lernen, können ältere Schüler*innen die Natur mit wissenschaftlichen Methoden erforschen. Außerdem tut das Draußensein dem ganzen Körper gut. Schließlich sitzt man in der Schule viel zu oft und Sitzen ist eine der ungesündesten Haltungen überhaupt. Es schadet nicht nur dem Rücken, sondern auch dem Kopf. Bewegung bringt Schwung ins Gehirn, weil es besser durchblutet wird. Gleichzeitig werden wichtige Wachstumsstoffe produziert, die das Denken fördern.

Und noch etwas: Wer sich bewegt, ist besser gelaunt. Das liegt daran, dass körperliche Aktivität Glückshormone freisetzt. Gute Stimmung hilft beim Lernen – also: hoch mit den Hintern und raus zum Lernen! Lernen in der Natur ist entspannter, spricht alle Sinne an und sorgt für starke Erlebnisse. Schüler*innen bauen eine echte Beziehung zur Umwelt auf. Dadurch handeln sie bewusster und übernehmen Verantwortung für ihre Umgebung. Das Beste daran: Lernsituationen entstehen draußen von selbst. Lehrkräfte greifen sie auf, und die Klasse erlebt sie gemeinsam. Anschließend wird alles im Gespräch vertieft und bleibt so besser im Kopf.

Ganz nebenbei fördert die Natur viele Fähigkeiten: Grob- und Feinmotorik, soziales Verhalten, Gefühle, Denken und Kreativität. Die Natur wirkt faszinierend und gleichzeitig beruhigend. Aufmerksamkeit entsteht von allein, weil es draußen einfach spannend ist.

Lebendiges Lernen im Wald und auf Wiesen

Natur-Erlebnistage im Nationalpark, Biounterricht mal ganz anders? Die Jugendherberge Forbach-Herrenwies lädt Schüler*innen der Klassen 1 bis 4 ein, drei Tage lang die vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft zu entdecken. Dabei lernt ihr, warum sie für uns Menschen so wichtig sind und wie wir verantwortungsvoll mit ihnen umgehen können. Ihr entscheidet selbst, worauf ihr den Fokus legen möchtet – denn ihr habt die Wahl!

  • Element Feuer: Feuer machen ohne Streichhölzer, Kochen am Lagerfeuer und eine stimmungsvolle Lichterreise erwarten euch. Dazu kommen eine Experimentierwerkstatt Feuer sowie ein spannender Sternenabend.
  • Element Erde: Hier geht es auf Wiesenexkursion mit dem Schwerpunkt „Kräuter“. Außerdem könnt ihr in der Farbwerkstatt mit Erdfarben experimentieren, auf eine wilde Waldwanderung wie Ronja Räubertochter gehen und bei einer Kunst- und Naturaktion kreativ werden. Auch Filzen steht auf dem Programm.
  • Element Wasser: Ihr schöpft Papier, untersucht Bäche und wandert entlang eines Bachbetts, um Geologie hautnah zu erleben. Die Experimentierwerkstatt Wasser rundet diesen Block ab.
  • Element Luft: Ob Insekten oder Vögel – bei Wiesen- und Waldexkursionen lernt ihr die Welt der kleinen und großen Tiere kennen. Zusätzlich baut ihr Insekten- oder Vogelnisthilfen und gestaltet Musikinstrumente aus Naturmaterialien.

In der Jugendherberge Garmisch-Partenkirchen heißt es für Klassen 5 bis 10: Chillen und Erleben im Wetterstein – ein fünftägiges Naturprogramm zum Mitmachen. Was euch erwartet? Ihr sammelt essbare Pflanzen direkt in der Natur und lernt, wie ihr daraus ein leckeres, gesundes Lebensmittel herstellt. Gemeinsam mit einem Kräuterpädagogen durchstreift ihr die Wiesen, sammelt Zutaten und zaubert daraus zum Beispiel eine selbstgemachte Kräuterbutter. Ein weiteres Highlight: die Herstellung eures eigenen Zahnpulvers – ganz ohne Plastik und Chemie. Ihr wählt euren Lieblingsgeschmack selbst aus und erfahrt nebenbei viel über Zahnhygiene sowie Müllvermeidung.

Auch die Jugendherberge Hitzacker lädt euch ins Klassenzimmer Natur ein. Für Klassen 1 bis 7 gibt es hier ein fünftägiges Erlebnisprogramm, das euch dazu ermutigt, eigene Erfahrungen mit der Natur zu machen. Dazu gehören spannende Einblicke in Pflanzen-, Tier- und Spurenkunde. Ihr entdeckt natürliche Kreisläufe und lernt, euch in der Natur zu orientieren. Dabei trainiert ihr nicht nur eure Wahrnehmung von Gefahren, sondern übt auch praktische Fähigkeiten: Feuer machen, Schnitzen, Schutz suchen bei Nässe und Kälte, Tarnen und leises Schleichen. Gemeinsam mit einem Nationalpark-Ranger verbringt ihr mehrere Tage im Nationalpark Harz. Dabei entdeckt ihr seine vielfältige Landschaft und erfahrt jeden Tag etwas Neues: über Wald und Wildnis, Wasser im Wald oder bei einer spannenden Brockenwanderung.

 

In den kleinsten Dingen zeigt die Natur die allergrößten Wunder.

Einfach tierisch gut lernen

Die Jugendherberge Grävenwiesbach lädt euch zu einer spannenden Reise durch Wald und Wildnis ein. Das Programm „Naturerlebnis“ richtet sich an Klassenstufen 2 bis 5. An fünf Tagen erforscht eure Klasse gemeinsam mit erfahrenen Umweltpädagoginnen und -pädagogen das Leben in Tümpeln und Wäldern. Beim Waldtag lernen die Schüler*innen durch bewegungsreiche Geländespiele den Lebensraum Wald kennen. Dabei entdecken sie, welche Pflanzen und Tiere dort zuhause sind. Ein besonderes Erlebnis erwartet euch beim Besuch eines Imkers. Dort kommen die Schüler*innen den summenden Bienen ganz nah und erfahren, warum diese kleinen Helferinnen so wichtig für die Artenvielfalt sind.

Mit Adler und Falke auf Du und Du – das erlebt ihr in der Jugendherberge Nettetal-Hinsbeck. Das Programm ist vorgesehen für die Klassenstufen 3 bis 6. Hier werden die Schüler*innen zu kleinen Naturschützerinnen. Sie bauen eigene Insektenhotels und gestalten spielerisch ein Naturschutzgebiet. Ein Höhepunkt des Programms ist der direkte Kontakt mit Greifvögeln wie Steinadler, Uhu, Bussard oder Falke – denn diese landen tatsächlich auf den Fäusten der Kinder.

Die Jugendherberge Falkenhain bietet mit dem Programm „Naturnahes Lernen“ ein fünftägiges Erlebnis für Klassen 1 bis 4. Ziel ist es, einen positiven Bezug zur Umwelt herzustellen. Die Schüler*innen erkunden das Leben am und im Wasser. Sie lernen Spannendes über Wildbienen, Wespen sowie Hornissen und deren wichtige Rolle in der Natur. Im Anschluss bauen sie eigene Wildbienenhäuser. Außerdem entdecken sie den Wald aus neuen Blickwinkeln und bestimmen heimische Vogelarten – eine tolle Mischung aus Lernen, Naturerfahrung und praktischem Tun.

Mehr Meer – wo lebendiges Lernen Spaß macht

In der Jugendherberge Wismar erwarten euch fünf Tage voller Action, Natur und Hansekultur – ideal für 7. bis 10. Klassen. Ihr baut Flöße und testet sie direkt am Strand oder im Meer. Danach kocht ihr euer Essen über dem Lagerfeuer. Eine Stadtführung mit dem legendären Klaus Störtebecker und eine Fahrt mit der historischen Poeler Kogge bringen euch die Geschichte der Hanse lebendig näher. So wird Lernen zum Abenteuer – draußen und zum Anfassen.

Die Jugendherberge Husum macht das Klassenzimmer mobil: Für 4. bis 10. Klassen geht’s fünf Tage lang an die Nordseeküste und zwar direkt auf den Meeresboden. Ausgestattet mit Grabeforke, Eimer und Lupe startet ihr zu einer spannenden Wattwanderung. Dabei spürt ihr den Schlick unter den Füßen, sagt dem Wattwurm „Moin“ und lernt vom Wattführer viel über das Leben im UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer. Am nächsten Tag heißt es: Leinen los! Gemeinsam fahrt ihr mit dem Schiff zu den Seehunden – ein echtes Highlight für alle Naturfans.  

Meeresforscher*innen aufgepasst: Die Jugendherberge Jever lädt 5. bis 7. Klassen ein, den Lebensraum Friesland in all seinen Facetten zu erkunden. Beim Tagesausflug nach Wilhelmshaven besucht ihr zuerst das Wattenmeerhaus und geht anschließend selbst ins Watt – gut ausgerüstet mit Keschern und Grabeforken. Auf der Südstrandsafari lernt ihr die „Small Five“ kennen – fünf kleine, aber für das Wattenmeer besonders wichtige Tierarten. Außerdem stehen naturwissenschaftliche Experimente auf dem Plan. Themen wie Salz, Sand und Kalk zeigen euch, wie Biologie und Chemie im Ökosystem zusammenwirken. Ihr probiert das entdeckende Lernen aus und werdet selbst zu Forscher*innen.

Zum Abschluss geht’s ins Sielhafenmuseum. Dort entdeckt ihr, wie eng es in einer Kapitänskajüte oder im Laderaum eines alten Fischkutters war. Ihr erfahrt mehr über die clevere Küstenfischerei von früher, lernt traditionelles maritimes Handwerk kennen und dreht sogar euer eigenes Seil!

Angebote in der Natur

Tönning (Schleswig-Holstein)

Watt erleben

Watterkundung, Wasserlabor und Multimar Wattforum

234,00 €

4 Ü/VP, p. Pers.

3.-12. Klasse

Schulklasse bei einer Wattwanderung
Umwelt & Natur

Bad Honnef (Nordrhein-Westfalen)

Green Team

Mit der Natur als Team zusammen wachsen

ab 124,00 €

2 Ü/VP, p. Pers.

3.-7. Klasse

Ein Kind untersucht einen Wassertropfen mit der Lupe.
Gesundheit & Sport

Manderscheid (Rheinland-Pfalz)

Klassenzimmer im Eifelvulkan

Erdgeschichte sehen, erleben und schmecken

ab 92,80 €

2 Ü/VP, p. Pers.

4.-9. Klasse

Eine Klasse hört sich einen Vortrag über die Vulkaneifel an
Umwelt & Natur

Fotos: GettyImages, DJH / Björn Reschabek, Thorsten Scherz

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