Pädagogische Begleitung

Sich freiwillig zu engagieren bedeutet, neue Erfahrungen zu sammeln, mit vielfältigen Eindrücken konfrontiert zu werden, die eigene Persönlichkeit weiter zu entwickeln, etwas fürs Leben mitzunehmen und zu lernen. Die pädagogische Begleitung unterstützt diesen wichtigen Prozess. Sie hat zum Ziel, Freiwillige auf ihren Einsatz vorzubereiten und bietet die Gelegenheit, außerhalb der praktischen Arbeit in der Einsatzstelle einmal innezuhalten, um Eindrücke mit anderen Freiwilligen auszutauschen. Darüber hinaus werden soziale und interkulturelle Kompetenzen vermittelt und das Verantwortungsbewusstsein für das Gemeinwohl beziehungsweise für einen nachhaltigen Umgang mit Natur und Umwelt gestärkt.

Die pädagogische Begleitung im Bundesfreiwilligendienst umfasst

Die fachliche Anleitung der Freiwilligen durch geeignetes Personal in der Jugendherberge

Sicherstellung der Einarbeitung

Regelmäßige Reflexionsgespräche

Beteiligung der Bundesfreiwilligen an Teambesprechungen

Regelmäßige Präsenz und Ansprechbarkeit der Anleiterin/des Anleiters

Die individuelle Betreuung durch qualifiziertes Personal der Jugendherberge und des DJH-Hauptverbandes

Erreichbarkeit für die Freiwilligen

Krisenintervention, Konfliktvermittlung

Einsatzstellenbesuche

Fortbildung

Die Seminararbeit

Vermittlung von sozialen, ökologischen, kulturellen und interkulturellen Kompetenzen

Berücksichtigung der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung

ganzheitlicher Bildungsansatz unter Berücksichtigung der altersspezifischen Heterogenität der Bundesfreiwilligen

 

Für die während des Bundesfreiwilligendienstes stattfindenden Seminare besteht Teilnahmepflicht. Die Jugendherberge verpflichtet sich, die Freiwilligen zur Teilnahme an den gesetzlich vorgeschriebenen Seminaren, ohne Anrechnung auf die dienstfreien Tage, für die Dauer freizustellen. Die gesetzlich vorgeschriebenen Seminare sind für die Freiwilligen kostenfrei.

Die Gesamtdauer der Seminare beträgt für Freiwillige unter 27 Jahren bei einer zwölfmonatigen Teilnahme am Bundesfreiwilligendienst mindestens 25 Tage, davon ein fünftägiges Seminar zur Politischen Bildung an den staatlichen Bildungszentren; die Seminartage erhöhen bzw. verringern sich bei einer längeren bzw. kürzeren Dienstzeit.

Freiwillige, die das 27. Lebensjahr vollendet haben, nehmen im angemessenen Umfang von mindestens einen Seminartag pro Monat an den Seminaren teil.

 

Seminare der DJH-Akademie

Seminare am Bildungszentrum

Unsere Demokratie ist angewiesen auf engagierte, aufgeklärte Bürgerinnen und Bürger, die sich selbstbewusst und verantwortungsvoll in Politik und Gesellschaft einbringen. Für alle Bundesfreiwilligen unter 27 Jahren ist das fünftägige Seminar zur politischen Bildung an einem Bildungszentrum des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben fester Bestandteil des Bildungsprogramms.

Seminare externer Bildungsträger

Eine Antragsstellung auf Förderung der Teilnahme an einer Bildungsmaßnahme bei sonstigen Bildungsträgern, z.B. Volkshochschulen, nach den Richtlinien zur Seminarförderung im Bundesfreiwilligendienst, z.B. für einen Erste-Hilfe-Kurs, ist möglich. Eine Kostenerstattung erfolgt jedoch nur bei rechtzeitiger Antragstellung vor Seminarbeginn mit Förderungsbewilligung durch den DJH Hauptverband und nach Vorlage der Originalbelege für die tatsächlich entstandenen Kosten sowie der Teilnahmebescheinigung der Bildungseinrichtung. Auskünfte erhalten Sie beim Service-Center für Freiwilligendienste in Jugendherbergen.