Pressekontakt
Justin Blum
Kommunikation
Deutsches Jugendherbergswerk (DJH)
Tel.: +49 5231 7401 404
E-Mail: justin.blum@jugendherberge.de

Berlin/Detmold. Seit seiner Gründung engagiert sich das Deutsche Jugendherbergswerk für die werteorientierte Bildung junger Menschen, für soziale Gerechtigkeit, interkulturelle Begegnung und ein nachhaltiges Umweltbewusstsein. In einer Zeit, in der junge Menschen zunehmend sinnstiftende Erfahrungen suchen, bieten die Jugendherbergen Heranwachsenden genau das: Raum für Begegnung, Bildung und gemeinschaftliches Lernen.
Leichter Rückgang bei den Übernachtungen insgesamt, Schulen und Klassen stabil
Insgesamt konnten 2025 bundesweit annähernd 8,8 Millionen Übernachtungen in den 14 eigenständigen DJH-Landesverbänden realisiert werden – rund 2,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Im Bereich der Schul- und Klassenfahrten wurde mit 3,7 Millionen Übernachtungen allerdings der positive Wert aus 2024 gefestigt. Mit einem Anteil von rund 42 Prozent an den Gesamtübernachtungen bilden die Schulen damit weiterhin die größte Gästegruppe des DJH. Es folgen Familien mit etwa 20 Prozent sowie Wander- und Freizeitgruppen mit rund 16 Prozent. „Wir sehen die Jugendherbergen auch in Zukunft als Teil einer wertschätzenden Gesellschaft. Wir bieten vor allem jungen Menschen durch außerschulische und geschützte Lernorte die Möglichkeit, ihren Horizont zu erweitern, Freundschaften zu schließen und Verantwortung zu übernehmen“, so DJH-Hauptgeschäftsführer Oliver Peters. Gerade in gesellschaftlich herausfordernden Zeiten, in denen sich viele Menschen etwa durch Inflation und gesellschaftliche Entwicklungen immer stärker belastet fühlten, sei es wichtig, vor allem jungen Menschen Auszeiten mit Mehrwert zu ermöglichen – etwa durch die Teilnahme an der Klassenfahrt.
Mit speziellen Programmen zu Themen wie Cybermobbing, dem richtigen Umgang mit Sozialen Medien oder Angeboten zur Ich-Stärkung und Teambuilding sind die Jugendherbergen hier nah an aktuellen Themen der Kinder und Jugendlichen. „Die Teilnahme an diesen Programmen und generell die außerschulischen Erfahrungen sind wichtig für die Entwicklung sozialer Fähigkeiten. Oftmals entstehen auf Klassenfahrten außerdem Erinnerungen und Momente, die ein Leben lang präsent bleiben. Deshalb werden wir uns auch weiterhin mit starker Stimme dafür einzusetzen, dass alle Heranwachsenden eine Klassenfahrt erleben können – unabhängig von Herkunft, Religion oder Einkommen der Eltern“, so Oliver Peters. Neben der (Weiter-)Entwicklung der über 2000 verschiedenen Programme und Angebote, unterstützt das DJH auch die Lehrkräfte bei der Planung und Durchführung von Klassenfahrten – zum Beispiel mit dem digitalen DJH Lehrerzimmer, wo Tipps zur Finanzierung der Fahrt, vorbereitete Packlisten und Elternbriefe oder Hilfestellung von Expert*innen zum Thema Heimweh und Handynutzung für Pädagog*innen bereitgestellt werden.
Treue Mitglieder – DJH-Häuser weiterhin deutschlandweit vertreten
Über 24.000 Schulen nutzen aktuell als Mitglied die Programmangebote des DJH, dem größten Anbieter für Schul- und Klassenfahrten in Deutschland. Insgesamt gehörten zum Jahreswechsel exakt 2.370.387 Menschen der großen Jugendherbergsfamilie an – damit bleibt das DJH auch weiterhin einer der mitgliederstärksten Verbände im Land. „Jeder Mitgliedsbeitrag und auch jede Übernachtung hilft uns dabei, den starken Einsatz für Zivilgesellschaft und Gemeinwohl weiterhin leisten zu können: Alle Mittel, die wir erwirtschaften, fließen auch in die Modernisierungen, Sanierungen und Neubauten von Häusern, wo letztlich die wertebasierten Angebote umgesetzt werden“, erläutert Oliver Peters. Unter diesen Voraussetzungen sei in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich in das deutschlandweite Netz der aktuell rund 400 Jugendherbergen investiert worden – auch, um den gestiegenen Erwartungen der Mitglieder in puncto Qualität und Komfort gerecht zu werden. So sind 2025 mit den Jugendherbergen in Gotha (Thüringen) und Marburg (Hessen) zwei komplett neue DJH-Häuser an den Start gegangen. 2026 werden in Idar-Oberstein, Traben-Trabach (beide Rheinland-Pfalz), Markkleeberg (Sachsen) oder am Cappenberger See in Lünen (NRW) weitere Jugendherberge wieder- bzw. neu eröffnet.
Neben diesen Investitionen, bleibt die flächendeckende Umsetzung der Energiewende und aller damit verbundenen Maßnahmen für das gemeinnützige DJH ein Thema. „Wir sind nach wie vor in sehr engen Gesprächen mit den politischen Entscheidungsträger*innen und es gibt dankenswerterweise auch erste konkrete Förderungen in einzelnen Bundesländern. Eine nachhaltige, bundesweite Unterstützungsabsicht ist aber nach wie vor noch nicht in Sicht, weshalb wir in Berlin und anderswo weiter für die zukunftsorientierte Stärkung der Jugendherbergen als außerschulische Lernorte eintreten werden“, so Oliver Peters.
Werteorientierte Arbeit der Jugendherbergen gefragt und geschätzt
Dass der Einsatz des DJH für soziales Lernen, internationale Begegnungen sowie eine offene, tolerante und weltoffene Gesellschaft wertgeschätzt wird, hat im vergangenen Jahr unter anderem die Einladung des Bundespräsidenten und DJH-Schirmherren Frank-Walter Steinmeier gezeigt: Beim Bürgerfest im Schloss Bellevue Mitte September waren die Jugendherbergen als Partner dabei und konnten vor Ort ihr Engagement vorstellen. Für den gemeinnützigen Verband stand 2025 ganz im Zeichen der Inklusion. So hatte das DJH im Sommer beispielsweise das Special Needs Camp (ein Bereich, der Menschen mit körperlichen, geistigen oder emotionalen Behinderungen ein inklusives Erlebnis ermöglicht) auf dem Hurricane Festival mit betreut oder den DJH-Mitarbeitenden in Form spezieller Schulungen näher gebracht, wie sie Menschen mit Behinderung – egal in welcher Form – bei ihrem Aufenthalt in den Jugendherbergen noch besser unterstützen können. „Unser Ziel ist es, das Thema sichtbarer zu machen und sowohl unsere Gäste als auch die DJH-Kolleg*innen für alle Aspekte von Inklusion zu sensibilisieren – wir haben uns hier, auch mit Unterstützung von Expert*innen, auf den Weg gemacht und lernen täglich dazu“, erläutert der DJH-Hauptgeschäftsführer.
In diesem Jahr wird der Verband mit verschieden Aktionen das ehrenamtliche Engagement in den Mittelpunkt stellen. Dabei werden die Jugendherbergen nicht nur dem Aufruf ihres Schirmherren zum `Ehrentag´ am 23. Mai folgen, sondern darüber hinaus aktiv werden: Zum Beispiel mit den DJH SocialDays, bei denen die Bundesfreiwilligen in den Jugendherbergen eigene Aktionen organisieren und gemeinsam mit den Gästen umsetzen können. Ende des Jahres – angeknüpft an den Internationalen Tag des Ehrenamts am 5. Dezember – feiern die Jugendherbergen zudem 15 Jahre Bundesfreiwilligendienst in Deutschland mit einem spannenden Event in der Jugendherberge Mannheim. Um die bereits im DJH tätigen Ehrenamtlichen bei Ihrem Engagement zu unterstützen, setzt der gemeinnützige Verband 2026 auch den Schwerpunkt seiner Weiterbildungen für die rund 5.600 hauptamtlichen sowie etwa 670 ehrenamtlichen DJH-Mitarbeitenden beim Thema „Stärkung des Ehrenamtes“.
Das DJH 2025 in Zahlen (31.12.2025)