Bundesfreiwilligendienst in Jugendherbergen

15.11.2017 - Detmold

Die Brücke ins Berufsleben. Was mache ich in der Übergangszeit zwischen zwei Ausbildungsphasen? Diese Frage stellen sich immer mehr junge Menschen. Die möglichen Ausbildungswege waren noch nie so vielfältig, die Ratlosigkeit noch nie so groß. Vor einer endgültigen Entscheidung möchten immer mehr Jugendliche zunächst sich selber finden und nutzen den Bundesfreiwilligendienst (BFD) zum Überbrücken.

„Die jungen Leute suchen nach Orientierung. Im Anschluss an den BFD haben sie dann meistens Klarheit über ihren weiteren Lebensweg“, stellt Silke Rathsack fest. Sie ist im Service-Center für Freiwilligendienste in Jugendherbergen tätig und hat bereits mehr als 2.000 Interessenten beraten und vermittelt. Aus den Bewerbungsgesprächen weiß Silke Rathsack: „Der Trend geht zum Überbrückungsjahr. Es ist erfreulich, wie viel ehrenamtliches Engagement die jungen Leute einbringen.“
Zur Bewerbung gehört ein Motivationsschreiben. Es bildet die Grundlage, die passende Einsatzstelle zu finden. Die Auswahl ist groß: Jugendherbergen von Lindau am Bodensee bis List auf Sylt, vom Schlaubetal in Brandenburg bis Haltern am See in Nordrhein-Westfalen sind möglich. Im Regelfall werden auch individuelle Wünsche berücksichtigt, daher ist die Abbrecherquote sehr gering.

Gerade wegen der abwechslungsreichen Aufgaben ist der BFD in Jugendherbergen sehr begehrt. Viele Häuser haben einen ungewöhnlichen Schwerpunkt und bieten Naturerlebnisse oder Kurse wie Segeln und Zirkus. Außerdem kommen die Freiwilligen mit vielen Gästen aus dem In- und Ausland in Kontakt. Hier sind dann soziale Fähigkeiten und Sprachkenntnisse gefragt. Silke Rathsack ist überzeugt, dass der BFD viele Chancen bietet sich zu entfalten. „Hier kann man sich ausprobieren und erhält eine fachliche Anleitung“, betont sie.

Auch im Ausland wird der Dienst geschätzt. Im Laufe der vergangenen sechs Jahre waren Freiwillige aus 50 Staaten in Jugendherbergen im Einsatz. „Es war manchmal schwer, die Genehmigung der Heimatländer zu erhalten. Aber wir haben es geschafft, dass auch Interessenten aus China und Kirgisien einreisen konnten“, berichtet die Service-Mitarbeiterin.

Sie ist überzeugt, dass der BFD den Übergang ins Berufsleben erleichtert. In einigen Fällen machten die Freiwilligen einen so guten Eindruck, dass sie gleich anschließend eine Ausbildung in der Jugendherberge beginnen konnten. Dies ist auch ganz Sinne von Bernd Dohn, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Jugendherbergswerkes. „Ich begrüße es, wenn wir die Freiwilligen später wiedersehen würden“, sagt Dohn. „Jugendherbergen sind ja auch als Arbeitgeber interessant.“

Kontakt per E-Mail: BFD@jugendherberge.de

Pressekontakt

Deutsches Jugendherbergswerk
Hauptverband e.V.
Herr Justin Blum
Leonardo-da-Vinci-Weg 1
32760 Detmold

Tel. 05231 7401-404
Fax 05231 7401-225
Presse@jugendherberge.de

Nach oben scrollen
Hostelling International - Weltverband von mehr als 3.000 Jugendherbergen weltweit