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MITTEILUNG 2-2021


Vorwort


Sehr geehrte Mitglieder der Kreis- und Stadtverbände,
sehr geehrte Delegierte der Mitgliederversammlung,

ein weiteres außergewöhnliches Jahr neigt sich dem Ende zu. Immer noch stellt das Coronavirus unser aller Leben auf den Kopf – beruflich wie privat. Umso mehr wissen wir es zu schätzen, euch als unsere Partner und Freunde der Jugendherbergen in Westfalen-Lippe an unserer Seite zu wissen. Wir bedanken uns an dieser Stelle erneut und ganz herzlich für eure Verbundenheit!

Diese spiegelt sich auch besonders in den Ergebnissen der Mitgliederversammlung wider. Um keinerlei gesundheitliches Risiko einzugehen, haben wir dieses Jahr schweren Herzens nochmals auf eine Mitgliederversammlung als Präsenzveranstaltung verzichtet. Wieder mussten also die notwendigen Beschlüsse per Post gefasst werden. Und ebenso in 2021 zeigen die Ergebnisse, wie groß eure Unterstützung für unsere tägliche Arbeit ist – auch hierfür herzlichen Dank!

Zum Jahreswechsel möchten wir nun gemeinsam mit euch auf die vergangenen Monate zurückblicken und euch einen Überblick über unsere Arbeit geben. Dies tun wir erstmals digital – wie angekündigt, haben wir den Postversand der gedruckten Version mit Erscheinen der letzten Ausgabe eingestellt. Gerne informieren wir euch zukünftig per Mail, sobald eine neue MITTEILUNG erscheint. Bitte denkt daran, euch hierzu unbedingt in den E-Mail-Verteiler einzutragen.

Leider endet auch das Jahr 2021 mit einer großen Portion Ungewissheit. Hohe Infektionszahlen, Omikron und erste Bundesländer wie Bayern oder Niedersachsen, die Klassenfahrten zeitweilig verbieten oder zumindest davon abraten: Mal wieder wissen wir nicht, was das nächste Jahr bringen wird. Umso mehr hoffen wir auf so viel Normalität wie möglich endlich im nächsten Jahr.

Das Team der Jugendherbergen in Westfalen-Lippe wünscht euch und euren Familien ein schönes Weihnachtsfest sowie ein gesundes, glückliches Jahr 2022!

Euer
Guido Kaltenbach


Schritt für Schritt in Richtung neue Normalität

Rückblick auf den Restart und Ausblick 2022: Interview mit Guido Kaltenbach

Seit August rattern die Rollkoffer endlich wieder durch alle Foyers: Nach bis zu 17-monatiger Schließzeit sind im Sommer die letzten fünf und damit alle 28 verfügbaren Jugendherbergen in Westfalen-Lippe wieder geöffnet. Wie war der Re-Start, was sind die Herausforderungen? Zeit für eine erste Bilanz – und vier Fragen an Geschäftsführer Guido Kaltenbach. 

 

 

Seit Pfingsten konnten unsere Jugendherbergen schrittweise öffnen. Wie ist es gelaufen?

Wir haben uns langsam gesteigert: Zuerst sind die Familien-Standorte an den Start gegangen, in den Sommerferien dann zusätzlich die ersten Gruppenhäuser und zu Beginn des neuen Schuljahres sind schließlich auch die Schulklassen zurückgekehrt, sodass wir auch die letzten fünf Standorte öffnen konnten. Nachdem die erste Klassenfahrt-Saison im Frühjahr und Frühsommer ja pandemiebedingt komplett ausfallen musste sind wir sehr froh, dass vor allem im September und Oktober wieder zahlreiche Schulfahrten stattgefunden haben.

Insgesamt war die Auslastung für Pandemie-Bedingungen größtenteils in Ordnung, aber natürlich sehr deutlich unter Vor-Corona-Niveau – schließlich fehlt und das erste Halbjahr 2021 nahezu komplett.
 

Gerade Kinder und Jugendliche leiden unter den Folgen der Pandemie. Wie können unsere Jugendherbergen helfen, diese abzumildern?

Dass überhaupt wieder Klassenfahrten stattfinden können, ist ganz zentral! Wir haben von sehr vielen Lehrerinnen und Lehrern gehört, wie wichtig es für die Kids und den Zusammenhalt in der Klasse ist, mal wieder rauszukommen, unbeschwert zu sein.

Wir haben außerdem mithilfe des Landes NRW und des Bundes verschiedene Programme für Kinder, Jugendliche und Familien auf die Beine gestellt: Neben den Wochenend-Freizeiten „Extrazeit zum Lernen“ auch zwei Bausteine im Rahmen von „Aufholen nach Corona“. In den Herbstferien hatten wir zum Beispiel 13 betreute Ferienfreizeiten für nur 49 Euro pro Person im Programm. Für 2022 bieten wir in den Jugendherbergen Bielefeld, Petershagen und Brilon Familien-Freizeiten an. Wir werden uns zudem auch wieder mit Kinder- und Jugend-Freizeiten an dem Programm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) beteiligen.


Welche Herausforderungen bringt die Pandemie mit sich?

Wie in der Tourismusbranche allgemein hat sich auch bei uns der Fachkräfte- und Personalmangel durch Corona deutlich verschärft. Während der Klassenfahrt-Saison haben deshalb Mitarbeiterinnen aus unserer Geschäftsstelle in den Jugendherbergen ausgeholfen und unterstützt. Dennoch war die Arbeitsbelastung für die Kolleg*innen vor Ort sehr hoch. Wir hoffen sehr, dass wir zum Saisonstart nächstes Jahr das strukturelle Problem innerhalb der Branche für uns etwas entschärfen können. Gleichzeitig sind die Teams sehr engagiert bei der Sache, das ist wirklich eine tolle Leistung und dafür bedanke ich mich ganz herzlich! Wir bekommen viel Lob von unseren Gästen, das motiviert unheimlich.


Was erhoffen Sie sich für das Jahr 2022?

So viel (neue) Normalität wie möglich! Wir hoffen sehr, dass die Pandemie wieder weniger unser Leben dominieren wird. Die Vorbuchungen für 2022 sehen bisher gut aus, vor allem bei den Klassenfahrten stellen wir einen Nachholeffekt fest. Die beliebtesten Zeiträume im Frühjahr und Spätsommer/Herbst sind teilweise schon ausgebucht. Die Schulen zeigen eine viel größere Flexibilität bezüglich der Reisezeiträume. Teilweise werden schon Klassenfahrten im November gebucht, was wirklich ungewöhnlich ist.

Insgesamt blicken wir also weiterhin vorsichtig optimistisch auf das Jahr 2022. Leider wissen wir nicht, wie sich die pandemische Lage weiterentwickelt und hoffen, dass die geplanten Reisen in 2022 auch so stattfinden können. Auf eine sich immer wieder verändernde Lage werden wir uns dank unseres tollen Teams einstellen.   


Aufholen nach Corona: Günstige Auszeiten für Kinder, Jugendliche & Familien

Helden im Kampf gegen Cyber-Mobbing werden, Abenteuer-Geländespiele auf Englisch spielen oder mit der ganzen Familie in der Walderlebniswoche neue Energie tanken: Im Rahmen des Bundesprogramms „Aufholen nach Corona“ haben die Jugendherbergen in Westfalen-Lippe besondere Freizeiten für Kinder, Jugendliche und Familien aufgelegt.

Freunde treffen, zusammen die Welt entdecken, den eigenen Horizont in der Gruppe erweitern oder einfach nur gemeinsam eine unbeschwerte Zeit verbringen: Auf all diese Erfahrungen mussten über viele Monate vor allem Heranwachsende aber auch Familien oft komplett verzichten. Mit hochwertigen Freizeiten trägt das DJH deutschlandweit dazu bei, diese wichtigen Momente und das Versäumte zumindest ein Stück weit „aufzuholen“. Gefördert werden die Angebote durch Mittel des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Rahmen des Aktionsprogramms „Aufholen nach Corona“.

Ferienfreizeiten sehr schnell ausgebucht

Sieben Programme, 13 Termine und sechs Jugendherbergen in Westfalen-Lippe: Für nur 49 Euro konnten Kinder und Jugendliche von sieben bis 15 Jahren in diesen Herbstferien gemeinsam eine unbeschwerte Zeit verbringen. Vom Fußball-Abenteuercamp, Global Bystander, Social Media Heroes oder Abenteuer Natur haben die Jugendherbergen in Bad Driburg, Bochum, Horn-Bad Meinberg, Hagen, Rüthen und Reken unterschiedlichste Themenschwerpunkte für verschiedene Altersgruppen geboten. Die Kinder- und Jugendfreizeiten waren innerhalb weniger Tage ausgebucht – eine Neuauflage für 2022 ist in Planung.

Während der Freizeiten werden die Kinder und Jugendlichen von unseren speziell ausgebildeten Teamern und Programmpartnern betreut. Sie gehen auf die Kinder, ihre Vorlieben und Besonderheiten ein. Auch bei Heimweh ist immer jemand da, der liebevoll tröstet. Bei besonderen Programminhalten wie Klettern, Sport oder kulturellen Aktivitäten werden die Kinder darüber hinaus stets von professionellen Trainern angeleitet, die Fachleute für das jeweilige Angebot sind.

Familien können neue Kraft tanken

Auch Familien können in den westfälisch-lippischen Jugendherbergen ab Anfang 2022 neue Kraft tanken: Mit insgesamt 35 Terminen in den Jugendherbergen Bielefeld, Petershagen (jeweils „Starke Kinder – starke Eltern“ und „Stärkung – Erholung – Abenteuer“) und Brilon („Walderlebniswoche für Familien“) beteiligt sich unser Landesverband an dem Programm „Corona-Auszeit für Familien“ des BMFSFJ. Für die freizeitpädagogischen Programme zahlen berechtige Familien nur 10 Prozent der Kosten. 90 Prozent des Reisepreises werden durch den Bund gefördert. Alle Informationen dazu gibt es hier: www.djhnw.de/aufholpaket

„Wir freuen uns, dass wir mit unseren Ferienfreizeiten einen Beitrag zur Bewältigung der Pandemie leisten können“, so Geschäftsführer Guido Kaltenbach. „Wir hoffen, dass die Kinder, Jugendlichen und Familien unbeschwert das Zusammensein genießen und mit unvergesslichen Erinnerungen nach Hause zurückkehren.“


Trauer um Markus Paulik

Der Landesverband Westfalen-Lippe trauert um Markus Paulik. Der Hausleiter der Jugendherberge Detmold starb am 15. September plötzlich und unerwartet im Alter von 59 Jahren.

Markus Paulik übernahm im März 2017 die Leitung der Jugendherberge Detmold. In seiner Rolle als Gastgeber und „Herbergsvater“, wie er sich selbst nannte, ging er voll auf – und hatte immer ein offenes Ohr und einen munteren Spruch parat. Er schaffte ein Umfeld, in dem jeder im Team mit seinen Talenten und Fähigkeiten strahlen konnte und hatte die Gabe, stets das Beste im Menschen hervorzubringen. Mit seinem immerwährenden Optimismus, seiner großen Lebensfreude und seinem Humor vermochte Markus Paulik nicht nur die Gäste des Hauses zu begeistern, sondern ebenso seine Kolleginnen und Kollegen im DJH. Wir werden Markus Paulik stets ein ehrendes Andenken bewahren. Er wird uns sehr fehlen!

 


Sylvia Goedecke gestorben

Das Team der Jugendherbergen in Westfalen-Lippe ist tief betroffen und traurig über den Tod von Sylvia Goedecke. Nach schwerer Krankheit starb die 53-Jährige am 13. Oktober 2021.

Sylvia Goedecke war mit Ihrer aufrechten Persönlichkeit eine sehr geschätzte Mitarbeiterin, Kollegin und Freundin. Seit 2017 war sie als Controllerin des Landesverbandes in der Geschäftsstelle in Hagen tätig und hat ihren Aufgabenbereich mit ihrer hohen fachlichen Kompetenz geprägt.

Durch ihr vorbildliches Engagement, ihr ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein und soziales Empfinden hat sie sich bleibende Anerkennung in unserem Unternehmen erworben. Wir vermissen nicht nur ihre Fachkompetenz, sondern vor allem die vielen kleinen Momente und Gespräche mit ihr, die durch ihr so freundliches, aufrichtiges und „echtes“ Wesen Spuren bei uns hinterlassen haben! Wir sind sehr dankbar für die Zeit der gemeinsamen Wege mit Sylvia Goedecke und werden Sie stets in unserer Erinnerung halten.


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