
Personal
Schnellnavigation
- Schulungswochen Jever und Bielefeld
- Erfas: Praxis, Austausch und Vernetzung
- Mitarbeitendenbefragung
- Hausleiterwechsel
- Jubiläen
- Vorstand
- Zahlen und Fakten
Schulungswochen in Jever und Bielefeld
Seit 2023 bieten die DJH-Landesverbände Unterweser-Ems und Westfalen-Lippe gemeinsame Weiterbildungswochen für ihre Mitarbeitenden an. Ziel ist die kontinuierliche persönliche und fachliche Weiterentwicklung in allen Arbeitsbereichen – von Küche über Rezeption bis hin zum digitalen Arbeiten. Die Schulungen finden jeweils eine Woche lang in einer Jugendherberge statt und beinhalten ein breites Themenspektrum, aus dem individuell ausgewählt werden kann. Ein zentraler Bestandteil ist der verbandsübergreifende Austausch über gemeinsame Ziele und Projekte.
Ein wichtiges Thema im Jahr 2025 waren die hausspezifischen Schutzkonzepte für alle 55 Standorten in beiden Landesverbänden. In den Schulungswochen gab’s ergänzend Workshops, um Handlungssicherheit im Umgang mit Grenzverletzungen und Vorfällen anhand von Praxisbeispielen zu schulen.
Fortgesetzt wurde die Schulung des gemeinsam entwickelten Verpflegungskonzeptes mit Fokus auf Fleischreduktion, Bio-Zutaten und kreativer Vielfalt. Außerdem gab es Workshops zum Thema Belegungsmanagement, zur gastorientierten Kommunikation oder dem Führen von Vorstellungs- sowie Mitarbeitendengesprächen. Ebenso stand das Thema digitales Arbeiten mit den Microsoft 365-Anwendungen auf dem Seminarprogramm.
Unsere Weiterbildungswochen fördern Synergien zwischen den beiden DJH-Landesverbänden und den Jugendherbergen, vereinheitlichen den Wissensstand der Mitarbeitenden und bieten insbesondere neuen Mitarbeitenden einen gelungenen Einstieg in ihre Tätigkeit.
Auch im Jahr 2025 wurden diese Formate jeweils zweimal eine Woche im Frühjahr (Jugendherberge Jever) und zweimal eine Woche im Herbst (Jugendherberge Bielefeld) durchgeführt.
Erfas: Praxis, Austausch und Vernetzung
Unser jährliches „Erfa“-Format bringt Teamleitungen unserer Jugendherbergen aus Housekeeping, Haustechnik, Assistenz und Küche sowie unsere Haus- und Abteilungsleitungen jeweils für zwei intensive Tage zusammen. Im Mittelpunkt stehen der offene Erfahrungsaustausch (= “Erfa“), Praxiswissen aus dem Alltag und die Vernetzung innerhalb des Landesverbandes.
Wesentliche Verbesserungen werden erreicht durch das Teilen von Erfahrungen, das Hinterfragen bewährter Routinen und die gemeinsame Suche nach einfacheren, sichereren und effizienteren Abläufen. Der Blick über den Tellerrand der eigenen Jugendherberge eröffnet neue Perspektiven, macht gute Lösungen sichtbar und stärkt die Zusammenarbeit über Hausgrenzen hinweg. Inhaltlich setzten die Treffen zum Beispiel Schwerpunkte auf moderne Reinigungsmittel und deren sichere, qualitätsgesicherte Anwendung, auf Foodsharing in der Küche als wirksamen Ansatz gegen Lebensmittelverschwendung samt rechtlichen und hygienischen Rahmenbedingungen. Auch Themen wie das Krisenmanagement mit einem aktuellen Lagebild im Landesverband sowie die Haustechnik mit einem Impuls zur fachgerechten Spielplatzprüfung – von Prüfroutinen über Dokumentation bis zur Verkehrssicherheit bilden weitere Schwerpunkte.
Die Wirkung zeigt sich in konkreten Verbesserungen vor Ort: Optimierte Prozesse, klarere Standards in Hygiene, Technik und Krisenkommunikation, engere Netzwerke mit kurzen Wegen und einem schnelleren Wissenstransfer. Das „Erfa“-Format wirkt damit als Motor kontinuierlicher Weiterentwicklung – praxisnah, kollegial und mit spürbarem Nutzen für Gäste und Teams.
Mitarbeitendenbefragung
Nach der ersten Befragung 2023 erfolgte 2025 die erneute Befragung aller Mitarbeitenden unseres Landesverbandes zur psychischen Belastung am Arbeitsplatz. Über einen Fragebogen wurden rund 50 Aspekte um die Arbeitsinhalte und -aufgaben, die Arbeitsorganisation, soziale Beziehungen innerhalb der Teams oder der Arbeitsumgebung erhoben. Mit fast 70 Prozent war die Teilnahmequote sehr hoch. Die Ergebnisse wurden in den jeweiligen Erhebungsgruppen (Jugendherbergen, Geschäftsstelle, Führungskräfte) in Workshops bearbeitet, um passende Maßnahmen daraus abzuleiten und beispielsweise in die Planungen der Weiterbildungsangebote einfließen zu lassen.
Hausleiterwechsel
Burg Bilstein

Die Burg Bilstein feierte 2025 ihren 800. Geburtstag. Ganz so alt ist die Jugendherberge nicht („nur“ 97 Jahre) – feierte aber selbstverständlich trotzdem kräftig mit. Dabei nutzte Sebastian Kühn die Gelegenheit, sich als neuer „Burgherr“ vorzustellen. Nachdem Berit Emmerich aus persönlichen Gründen den Landesverband verlassen hat, ist Sebastian Kühn seit Mai 2025 im Dienst. Der 43-jährige Hotelfachmann bringt vielfältige Berufserfahrungen aus der Hotellerie mit auf die Burg und freut sich auf die Arbeit bei den gemeinnützigen Jugendherbergen. Zuletzt war er übrigens vor mehr als 30 Jahren als Gast auf dem Rosenberg – auf Klassenfahrt. „Mit meinen elf Jahren hätte ich damals natürlich nicht damit gerechnet, hier einmal Burgherr sein zu dürfen“, so der Plettenberger.
Freusburg

Symbolische Schlüsselübergabe auf der Freusburg: Nachdem Jürgen Hof sich in den Ruhestand verabschiedet hat, konnte die Stelle intern besetzt werden: David Emde wechselt im August vom Glörsee auf die Freusburg. Jürgen Hof und die Freusburg verbindet eine rund 20 Jahre lange Geschichte: Dort hat er 2004 als Mitarbeiter angefangen. 2007 wechselte er als stellvertretender Leiter in die Jugendherberge Finnentrop-Heggen. In den Folgejahren hat er als „Springer“ verschiedene Jugendherbergen unseres Landesverbandes unterstützt. Vor rund einem Jahrzehnt kehrte Jürgen auf die Freusburg zurück und war seit 2017 stolzer Burgherr der Freusburg, die er mit großem Erfolg geführt hat.
Brilon

Seit Januar 2026 leitet Verena Teutenberg-Stöber die Jugendherberge Brilon. Die ausgebildete Fachfrau für Systemgastronomie bringt vielfältige gastronomische Erfahrungen mit in die Stadt des Waldes und arbeitet schon seit 2022 im Landesverband: In der Jugendherberge Winterberg war sie zuletzt die Assistentin der Herbergsleitung und ist damit schon mit vielen Führungsaufgaben vertraut. An der Jugendherberge Brilon mag sie die „herzliche und familiäre Atmosphäre und die Lage mitten im Wald – ideal für Klassenfahrten, Familien und Gruppen“, so die 39-jährige. Die Vielseitigkeit, der Kontakt zu unterschiedlichsten Menschen und die Chance, gemeinsam mit dem Team schöne Aufenthalte für unsere Gäste zu gestalten machen für Verena ihren Job aus.
Jubiläen
Haltern am See
Am 1. August 2025 hat Daniel Lewecke, stellvertretender Hausleiter der Jugendherberge Haltern am See, sein 25-jähriges Dienstjubiläum gefeiert. Zum Gratulieren kamen nicht nur Kolleginnen und Kollegen zusammen, auch die früheren Herbergseltern Andrea und Eckhard Groß sowie Geschäftsführer Guido Kaltenbach waren vor Ort, um den 47-Jährigen für seinen Einsatz und sein Engagement zu würdigen. „Gerade in stressigen Zeiten ist Daniel immer unser Fels in der Brandung“, fasst Hausleiter Michael Falkenreck zusammen. „Er ist einfach die gute Seele des Hauses“, ergänzt er.
Porta Westfalica

Man könnte sagen, seine Arbeit liegt ihm in den Genen: „Schon meine Eltern haben über 40 Jahre lang Jugendherbergen geleitet – in Borgholzhausen, Vlotho und Porta Westfalica. Diese besondere Kindheit hat den Grundstein für meinen Weg gelegt“, sagt Gerhard Hulsman, der 2025 sein 40. Dienstjubiläum feierte. Selbst bezeichnet der Hausleiter der Jugendherberge Porta Westfalica sich noch immer als Herbergsvater: „Ich war einer der ersten Männer, die eine Jugendherberge geleitet haben – das war zu der Zeit noch ungewöhnlich.“ Nach der Schule absolvierte der 62-Jährige eine Ausbildung zum Koch, bevor er 1985 als Assistent in der Jugendherberge Vlotho anfing. Ab 2000 leitete er vier Jahre lang parallel die Jugendherbergen Vlotho und Porta Westfalica. Seit 2004 ist er ausschließlich als Hausleiter in Porta Westfalica tätig. Mit 89 Betten gehört die Herberge zu den eher kleineren in NRW – ein Umstand, den Gerhard Hulsman besonders schätzt: „Hier ist der persönliche Kontakt zu den Gästen sehr intensiv, man begegnet sich auf Augenhöhe, es entstehen echte, herzliche Begegnungen.“ Doch unabhängig vom Standort macht ihn damals wie heute vor allem ein Aspekt glücklich: „Es gibt mir ein gutes Gefühl zu wissen, dass durch meine Arbeit für ein gemeinnütziges Unternehmen niemand auf Kosten anderer profitiert. Sämtliche Einnahmen fließen zurück in unsere Einrichtungen – in die Qualität unseres Angebots und ein gutes Miteinander.“
Wewelsburg

Im Mai 2025 haben die Jugendherberge und das historische Kreismuseum Wewelsburg gemeinsam ihren 100. Geburtstag begangen. Und es gab noch einen weiteren Grund zu feiern: Frank „Pio“ Piontek ist seit 25 Jahren beim DJH, davon knapp 20 Jahre auf der Wewelsburg. Seinen DJH-Weg begann der heutige Hausleiter als Zivildienstleistender in der Jugendherberge Bad Driburg. Nach einer Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann kehrte er dorthin zurück und arbeitete fünf Jahre lang als Assistent der Herbergsleitung. 2005 übernahm er mit gerade einmal 28 Jahren die Leitung der Jugendherberge Wewelsburg – und ist bis heute geblieben. „Schon damals war mir klar: Das könnte ein Job fürs Leben sein“, erinnert sich Frank Piontek. Das historische Burgambiente und der direkte Kontakt zu den Gästen prägen seine Arbeit bis heute. „Offenheit und Hilfsbereitschaft sind wahrscheinlich Charaktereigenschaft eines jeden engagierten Gastgebers, aber sowohl im DJH, als auch vor allem hier, haben wir diesbezüglich eine besondere Verantwortung.“ Umso mehr, da die Wewelsburg auf eine wechselvolle Geschichte aus der Zeit des Nationalsozialismus zurückblickt.
Vorstand

In unserem Landesverband arbeiten Haupt- und Ehrenamt Hand in Hand zusammen, um den Verband gemeinsam weiterzuentwickeln. Der ehrenamtliche Vorstand gestaltet dabei die Zukunft des Verbandes wesentlich. Als eines der zentralen Organe des Vereins übernimmt er Verantwortung für die strategische Ausrichtung, grundlegende Entscheidungen und die Weiterentwicklung der Jugendherbergen in Westfalen-Lippe.
In der Mitgliederversammlung im September 2025 wurden drei Vorstandsmitglieder wiedergewählt:
Das Herzensthema von Dr. Christiane Mateika (Beisitzerin) ist Bildung: „Sie ist die Schlüsselkompetenz für den Paradigmenwechsel unserer Zeit – Digitalisierung, Globalisierung, Umwelt”, so die promovierte Sonderpädagogin, die hauptberuflich die Abteilung Erwachsenenbildung im Kolping-Bildungswerk Paderborn leitet. “Kindern und Jugendlichen eröffnen Jugendherbergen als außerschulische Lernorte Chancen, sich in Gruppenerlebnissen neu wahrzunehmen und anders zu definieren als in der Schule.”
Wolfgang Büttner (Stellvertreter) kennt den Landesverband nach mehr als 20 Jahren als Geschäftsführer wie seine Westentasche. Dabei war die Arbeit im Jugendherbergswerk für ihn immer mehr als ein Job. Nach dem Wechsel vom Haupt- ins Ehrenamt Mitte 2020 ist der Betriebswirt und Jurist “immer noch begeistert von der Jugendherbergsidee: Diese besondere Atmosphäre von Gemeinschaft und zwangloser Kommunikation ist einfach toll”, so Wolfgang Büttner. Die Erfolgsformel für unseren Landesverband: “Wir verbinden Gemeinwohl mit wirtschaftlichem Erfolg”.
Jürgen Schattmann (Beisitzer) arbeitet nun seit fast 30 Jahren im Vorstand mit und freut sich, weiterhin “Impulse aus dem Blickwinkel der Jugendarbeit und der Jugendpolitik einzubringen”. Der Diplomsoziologe arbeitet beim Land NRW im Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration und sagt: “Mir ist gerade in heutigen Zeiten die Ausrichtung der Arbeit des Herbergswerkes auf Toleranz, friedliches Miteinander und Demokratie besonders wichtig. Das gelingt sehr gut – gerade im Zusammenwirken von Haupt- und Ehrenamt. Ich empfinde das DJH in dieser Hinsicht als innovativ und vorbildlich.”
Dem Vorstand gehören zudem noch Guido Varney (Vorsitzender), Birgit Westers (Stellvertreterin), Klaus Erfmann (Beisitzer), Stefan Nienhaus (Beisitzer), Marie Christin Woznitza (Beisitzerin), Frank Piontek (Vertreter der Herbergseltern) und Guido Kaltenbach (Geschäftsführer) an.
Zahlen und Fakten
| Beschäftigte | 594* |
| Hausleitungen | 27 |
| Beschäftigte in JH (einschl. geringfügig Beschäftigte) | 524 |
| Auszubildende | 10 |
| Mitarbeiter*innen in der Geschäftsstelle | 27 |
*einschl. aller Töchter des e.V.
Organe der gemeinnützigen GmbH:
Gesellschafterversammlung:
Guido Varney
Wolfgang Büttner
Birgit Westers
Jürgen Schattmann
Frank Piontek
Klaus Erfmann
Dr. Christiane Mateika
Marie Christin Woznitza
Stefan Nienhaus
Geschäftsführer:
Guido Kaltenbach
Hier gehts zum nächsten Kapitel "Übernachtungs- und Mitgliederzahlen"
