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Nachhaltige Investitionen
Im Rahmen unserer nachhaltigen Unternehmens-Strategie GEN 2030 haben wir uns ein ehrgeiziges Ziel gesteckt: Bis 2030 wollen wir die CO2-Gebäude-Emmissionen um 45 Prozent senken. Die Maßnahmen zeigen bereits Wirkung: 2025 konnten wir im Bereich Wärme bereits rund 40 Prozent CO₂ einsparen – dank einer Kombination aus Verbrauchsreduktion, dem Einsatz nachhaltigerer Heizungen sowie Photovoltaik.
Auch im Jahr 2025 haben wir wieder Maßnahmen realisiert: Auf dem Dach der neuen Jugendherberge am Cappenberger See in Lünen wurde eine Photovoltaik-Anlage installiert und in Betrieb genommen. Damit erzeugen nun insgesamt sieben Standorte einen Teil ihres Stroms selbst (Bad Driburg, Brilon, Bielefeld, Cappenberger See, Dortmund, Münster, Haltern am See).
In die Jugendherberge Cappenberger See (Lünen) ist außerdem eine Pellet-Heizung „eingezogen“. Damit verfügt der Landesverband über 14 von 28 Standorten, die klimafreundlicher heizen – neben den Pellet-Anlagen auch mit Fernwärme.
In Lünen stand schon beim Bau der Jugendherberge Nachhaltigkeit im Fokus: So wurde möglichst viel des Bestandsgebäudes erhalten, was weniger Material- und Baustoffverbrauch, Entsorgung und damit letztlich weniger CO2-Emmissionen im Vergleich zu einem kompletten Neubau bedeutet.
Komplettumbau der Jugendherberge Cappenberger See
Schon von weitem setzt es ein markantes Zeichen: Ein überdimensionales „Riesen-Stockbett“ begrüßt die Gäste der neu eröffneten Jugendherberge Cappenberger See. Als Hingucker und Wetterschutz beim „Bettenwechsel“ steht es sinnbildlich für die neue Ausrichtung des Hauses – offen, gemeinschaftlich und zeitgemäß interpretiert.
Moderner, bunter, komfortabler und größer: „Mit der Wiedereröffnung beginnen wir nun ein neues Kapitel in der fast 70-jährigen Geschichte der Jugendherberge Cappenberger See“, freute sich Guido Varney, Vorsitzender des DJH Landesverbandes Westfalen-Lippe, beim Festakt mit rund 60 geladenen Gästen Ende Juni 2026.
Insgesamt wurden rund 8,6 Millionen Euro in den Standort investiert. Entstanden ist eine moderne, barrierearme und naturnahe Jugendherberge mit rund 170 Betten in Zwei- bis Sechsbettzimmern mit eigenem Bad.
Das neue Eingangssymbol bildet dabei den Auftakt eines Gesamtkonzepts, das Gemeinschaft, Bewegung und Naturerlebnis in den Mittelpunkt stellt. „Mit der umfassenden Modernisierung entwickeln wir die Jugendherberge Cappenberger See konsequent weiter zu einem modernen Lern- und Erlebnisort“, sagt Guido Varney. Dabei ist nicht nur das Riesen-Stockbett ein Unikat. „Auch das eigene Spielhaus mit Kletter- und Spaß-Arena sowie das riesige Außengelände sind ziemlich einmalig im Deutschen Jugendherbergswerk“, so der Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins weiter.
Zu den Gratulanten zählte auch Mario Löhr, Landrat des Kreises Unna, der in seinem Grußwort die Bedeutung der Jugendherberge für die Region hervorhebt: „Die Jugendherberge als Träger der freien Jugendhilfe und außerschulischer Lernort ist ein wichtiger Bestandteil der Bildungs- und Freizeitlandschaft im Kreis Unna. Die Investition stärkt den Standort nachhaltig und schafft attraktive Bedingungen für Schulen, Gruppen und Familien.“
Martina Förster-Teutenberg, Bürgermeisterin der Stadt Lünen, ergänzte: „Die modernisierte Jugendherberge ist mit ihrer bunten Fassade nicht nur ein Hingucker, sondern ein Gewinn für unsere Stadt. Sie verbindet Natur, Freizeit und Bildung auf besondere Weise und stärkt Lünen als touristischen Standort.“
Nach rund 15-monatiger Bauzeit blickte auch Architekt Markus Ohm zufrieden auf die neue Jugendherberge. Wesentliche Aspekte des Projekts waren Nachhaltigkeit und Baukostenoptimierung: „Unsere größte planerische Herausforderung war es deshalb, die alte Bausubstanz im hohen Maße zu erhalten und mit den An- und Neubauten zu kombinieren“, berichtet er. Dabei „lebt das Haus durch die Umsetzung eines fröhlichen Farbkonzepts, im Außenbereich und Innenbereich, kombiniert mit der Einbindung in die Natur“, so Ohm weiter.
Nachfrage ist schon jetzt groß

Ebenso „bunt gemixt“ wie die Fassade sind die Gäste der Jugendherberge Cappenberger See: „Schulklassen waren und bleiben unsere Hauptzielgruppe“, berichtete Hausleiterin Bettina Tröster. Das neue Haus lockt aber ebenso Gruppen und Familien an den Cappenberger See und ermöglicht durch die in weiten Teilen barrierefreie Gestaltung ein inklusives Reisen. Auch die neue Programmwelt punktet schon jetzt bei den Gästen. Denn: Nicht nur die Zahl der Betten wurde deutlich ausgebaut. Als nachhaltiger Bildungsort – zertifiziert mit dem Siegel „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) – hat die neue Herberge die (erlebnis- oder umweltpädagogische) Programmwelt deutlich erweitert.
Schon jetzt ist klar: Ein Gesamtkonzept, das ankommt. Aktuell zählt die Jugendherberge mehr als 10.000 Übernachtungen für 2026 – und hat damit die Erwartungen bereits übertroffen
Neue Zimmer in Tecklenburg
In der Jugendherberge Tecklenburg wohnt man jetzt moderner und komfortabler: Ein Teil der Zimmer ist bereits umfassend modernisiert, teilweise mit eigenem Bad. Besonders attraktiv für Familien, Schulklassen und Gruppen sind die vielen Zimmer mit Doppelstockbett und eigenem Bad. Zur Saison 2027 folgen weitere Zimmer sowie die Rezeption – dann ist die Jugendherberge größtenteils modernisiert und bietet zeitgemäßen Komfort für Abenteuer im Schatten der alten Burg.
Frischer Wind in Haltern und Bad Driburg
In der Jugendherberge Haltern am See – mit fast 40.000 Übernachtungen eine der meistgebuchten Herbergen in Westfalen-Lippe – schläft es sich nun noch schöner: Alle 40 Gästezimmer haben neue Böden und Anstriche erhalten.
Auch in Bad Driburg waren die Handwerker wieder im Einsatz: Dort wurden die Sanitäranlagen im Untergeschoss erneuert und als Unisex-Anlagen mit Duschen und WCs errichtet.
Schließung der Jugendherberge Glörsee

Die Jugendherberge Glörsee wird zum Saisonende 2026 dauerhaft geschlossen. Vorstand und Geschäftsführung des Landesverbandes bedauern diesen Schritt sehr, sehen aber leider nach intensiver Abwägung aller Gesichtspunkte keine Zukunftsperspektive für den Standort.
Die Übernachtungen liegen seit zehn Jahren konstant unter der wirtschaftlich hier besonders wichtigen 10.000er-Marke. Die Anforderungen der Gäste an Komfort und Ausstattung sowie die Erschließung weiterer Zielgruppen wie Familien würden erhebliche Investitionen nötig machen. Um das Haus zukunftsfähig aufzustellen, wäre eine Kernsanierung und Erweiterung des 118-Betten-Hauses bzw. sogar ein Neubau der Jugendherberge nötig. Nach intensiver Abwägung und Analyse des Standortes und dessen Marktchancen ist eine solche Millionen-Investition am Glörsee für den Landesverband nicht darstellbar.
Trotz aller Herausforderungen hat es das Team der Jugendherberge Glörsee in den vergangenen Jahren immer wieder geschafft, unsere Gäste zu begeistern. Und so ist es „Ehrensache“ dass das Team aktuell (Stand: Sommer 2026) gemeinsam eine gute letzte Saison hinlegt – sodass unsere Gäste den Glörsee und die Jugendherberge in guter Erinnerung behalten werden. Ab November 2026 wird der Betrieb eingestellt.
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