Unsere Strategie

Schnellnavigation
Kapitel "Unsere Strategie"


Unsere Vision

Es ist vielleicht nicht alles Bio – aber wir geben unser Bestes!
Die Jugendherbergen in Westfalen-Lippe stehen für Umweltschutz und soziale Verantwortung – seit mehr als einem Jahrhundert. Wir vereinen Gemeinwohl, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit in einem Handlungskonzept. Unsere Gäste und Mitarbeitende erleben echte Gemeinschaft geprägt von Wertschätzung, Freude und dem respektvollen Umgang mit Menschen und Ressourcen. Wenn sie wieder nach Hause gehen, nehmen alle ein kleines Stück davon mit.

Willkommen in unserer Welt. Die Jugendherbergen in Westfalen-Lippe
 


Unser Weg: GEN 2030

Gemeinwohl – Erfolg – Nachhaltigkeit: Unter diesem Titel haben die Jugendherbergen in Westfalen-Lippe 2021 einen umfangreichen Strategieprozess begonnen und ein Handlungskonzept entwickelt, das im Kern den wirtschaftlichen Erfolg mit nachhaltigem Denken und Handeln und Gemeinwohlorientierung zusammenführt. Wir richten jegliches Handeln konsequent auf Nachhaltigkeit und Gemeinwohl aus. Möglichst ökologisch, möglichst viel Mehrwert für die Gesellschaft, lautet unser Ziel. Aber nicht um jeden Preis. Denn nur, wenn wir auch wirtschaftlich erfolgreich sind, können wir unseren Beitrag für die Gesellschaft leisten.

Schon seit unserer Gründung vor mehr als 110 Jahren gehören Umwelt- und Landschaftsschutz zu unserem Selbstverständnis – und sind fest in unserer Satzung und in unseren Köpfen verankert. Als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe sind wir mit unseren Bildungsangeboten und vor allem den Klassenfahrten eine wichtige Säule der Gesellschaft.

Auch im Jahr 2024 haben wir in unseren sieben Handlungsfeldern vielfältige Projekte auf den Weg gebracht:


Handlungsfelder

Arbeitgebermarke

Erfolge in 2024:

  • Weiterbildung: Fortführung der Schulungswochen an den Standorten Bielefeld und Jever gemeinsam mit dem Landesverband Unterweser-Ems im Frühjahr und Herbst mit rd. 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
  • 3-Jahres-Plan: 2022 und 2023 sind bereits wichtige Meilensteine und Maßnahmen realisiert worden. 2024 erfolgte die weitere Umsetzung und Fortführung des 3-Jahres-Plans: So wurde die Anzahl der Urlaubstage sowie die Feiertagszuschläge angepasst und weitere lineare Gehaltserhöhungen vorgenommen.
  • Ausführlichere Infos dazu gibt es im Kapitel Personal

Über das Handlungsfeld:

Wir können unseren Gemeinwohl-Beitrag nur leisten, wenn wir wirtschaftlich erfolgreich sind. Basis dieses Erfolgs sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendherbergen in Westfalen-Lippe, die wir deshalb in den Fokus des GEN 2030-Prozesses gerückt haben.  

 

Programmwelt

Erfolge in 2024:

Im Mai 2024 wurde der Landesverband für „seine herausragende Bildungsarbeit“ durch die BNE-Agentur NRW – angesiedelt im NRW-Umweltministerium – ausgezeichnet:

  • Alle 28 Jugendherbergen in Westfalen-Lippe tragen damit das BNE-Siegel und sind als nachhaltige Bildungsorte zertifiziert. Damit sind wir gemeinsam mit unserem Partner-Landesverband Unterweser-Ems Vorreiter im DJH.
  • Bescheinigt wird damit eine hohe Qualität in der außerschulischen Bildungsarbeit, die sich an den weltweiten Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen ausrichtet.
  • Herzstück der Zertifizierung ist das Bildungsangebot und pädagogische Konzept der Jugendherbergen in Westfalen-Lippe.
  • Neben den Bildungsprogrammen wurden in dem anspruchsvollem Zertifizierungsverfahren auch die Prozesse und Abläufe in den Blick genommen und die Jugendherbergen über die Programmwelt hinaus als nachhaltige, außerschulische Bildungsorte insgesamt auditiert.

Über das Handlungsfeld

Die Programmwelt ist das Herzstück unserer Jugendherbergen. Die Umsetzung unserer nachhaltigen Philosophie in Erlebniswelten für alle Gästegruppen sind unser zentrales Alleinstellungsmerkmal. Dieses Merkmal grenzt unsere Jugendherbergen von anderen, insbesondere gewerblichen Übernachtungsangeboten, ab. 

 

Verpflegung

Erfolge in 2024:

  • Bio: In das Jahr 2024 sind wir mit einer Bio-Zertifizierung von zehn Komponenten in Bio-Qualität gestartet. Seitdem gibt es nicht nur zum Frühstück Butter, Milch, Kaffee, Tee, Quark, Milch, Eier, Joghurt, Müsli und Honig in Bio-Qualität.
  • Fleischreduzierte Verpflegung: Reduzierung des Fleischkonsums um rd. 20 Prozent seit 2022.
  • Foodsharing: In acht Jugendherbergen (Dortmund, Bochum, Münster, Brilon, Bielefeld, Wewelsburg, Horn, Biggesee) arbeiten wir mit der Organisation foodsharing zusammen, um übrig gebliebene Lebensmittel weiter zu verwenden.
  • Weitere Infos dazu gibt’s im Kapitel „Qualitätsmanagement“

Über das Handlungsfeld:

Im Zuge von „GEN 2030“ setzen wir aktuell ein neues Verpflegungskonzept um. Eine Veränderung, mit der wir gemeinsam viel bewirken können, denn die Verpflegung macht in unseren Jugendherbergen einen großen Anteil des CO2-Fußabdrucks aus. Dabei verzichten wir auf den erhobenen Zeigefinger und überzeugen unsere Gäste mit leckeren, kreativen Ideen. 

 

Energie und Gebäude 

Erfolge in 2024:

  • Reduzierung der CO2-Emmissionen im Bereich Wärme um rund 30 Prozent im Vergleich zum Vergleichszeitraum (Durchschnittswerte der Jahre 2016 bis 2019)
  • Reduzierung des Stromverbrauchs um rund 14 Prozent zum Vergleichszeitraum (Durchschnittswerte der Jahre 2016 bis 2019)
  • Installation einer Photovoltaik-Anlage im Jugendgästehaus Dortmund
  • Fortführung eines Forschungsprojekts mit zwei Universitäten. Ziel: Mit minimalen Eingriffen ein Höchstmaß an Energie einsparen.
  • Weitere Informationen gibt es im Kapitel „Investitionen“

Über das Handlungsfeld:

Die Erzeugung und der Verbrauch von Energie verursacht mehr als 75 Prozent der Treibhausgasemissionen in der Europäischen Union. Auch in unseren Jugendherbergen ist das Einsparpotenzial groß, sind „Energie“ und „Gebäude“ wesentliche Stellschrauben in puncto Nachhaltigkeit. Orientiert an den Zielen des Europäischen Green Deals haben wir uns ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Bis zum Jahr 2030 wollen wir die CO2- Emissionen unserer Gebäude um 45 Prozent reduzieren. 

 

Wirtschaftlicher Erfolg

Erfolge in 2024:

  • Vorbereitung eines Nachhaltigkeits-Reportings nach den neuen Richtlinien der Europäischen Union (EU Taxonomie-Verordnung und Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD).

Über das Handlungsfeld: 

Die Europäische Union will im Zuge des „Green Deal“ bis 2050 der erste klimaneutrale Kontinent werden. Um dieses Ziel zu erreichen, ist ein klimafreundlicher Umbau sämtlicher Wirtschaftssektoren notwendig. In diesem Handlungsfeld stellen wir die Weichen dafür und haben uns eine langfristigere strategische Planung zum Ziel gesetzt.

 

Digitalisierung und Prozesse

Erfolge in 2024:

  • Vorbereitung und Start des Projekts „Microsoft 365-Strategie“ gemeinsam mit dem Landesverband Unterweser-Ems.
  • Ziel: Nutzung der M365-Möglichkeiten beispielsweise für die interne Kommunikation (Intranet), Projekt- und Dokumentationsmanagement sowie Prozessoptimierung und Reporting.

Über das Handlungsfeld: 

Die Digitalisierung bringt viele Chancen zur Verbesserung der Abläufe und Prozesse in unseren Jugendherbergen mit sich. Damit wollen wir sowohl auf sich verändernde Gästewünsche eingehen als auch – gerade in Zeiten des Personal- und Fachkräftemangels – unsere Jugendherbergs-Teams entlasten. Das Ziel: Mehr Zeit für unsere Gäste und für wesentliche Aufgaben.

 

Strategie & Kommunikation

Erfolge in 2024:

  • GEN 2030-Roadshow: Durchführung einer Workshop-Reihe in allen 28 Jugendherbergen. In der Roadshow wird das gesamte Jugendherbergs-Team über die Strategie und deren Hintergründe, die laufenden GEN 2030-Projekte informiert und bringt eigene Ideen und Perspektiven ein.
  • Kommunikations-Strategie zu den „Herzensthemen“.  
  • Vorbereitung und Implementierung von Schutzkonzepten für unsere Jugendherbergen, siehe hier ausführlich.
  • Einführung eines neuen Unternehmens-Leitbildes
  • Partnerschaft mit dem Kinderhilfsprojekt UBOMI

Über das Handlungsfeld:

Nachhaltigkeit und Gemeinwohl machen uns aus, sind sozusagen eine Spezialität der Jugendherbergen. Das möchten wir auf allen möglichen Kommunikationskanälen sichtbar und erlebbar machen – für unsere Gäste, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie unser Ehrenamt ebenso wie für Medien, Politik oder Partner-Organisationen. 

Auch das ehrenamtliche und soziale Engagement soll in diesem Handlungsfeld gefördert werden. So unterstützen die Jugendherbergen in Westfalen-Lippe zum Beispiel „Ubomi“, ein Hilfsprojekt für bedürftige Kinder und Jugendliche in den Townships von Kapstadt (www.ubomi.net). 


Schutzkonzepte

„Unsere Jugendherbergen verfügen über Schutzkonzepte und sind für unsere Gäste und Mitarbeitende geschützte Orte, die gleichzeitig Raum für Entwicklung bieten. Unsere Gäste vertrauen uns. Dem werden wir gerecht, indem unsere sensibilisierten und geschulten Teams vertrauenswürdig auftreten, beobachten, hinhören und ansprechen. Weggucken, wegducken, ignorieren: Geht gar nicht!“
(„Jugendherbergen als geschützte Orte“: Gemeinsamer Leitsatz der Hausleitungen der 55 Jugendherbergen zwischen Nordsee und Sauerland)
 

Das Deutsche Jugendherbergswerk ist seit 1909 Teil der Jugendhilfe. Dies ist Verantwortung und Auftrag zugleich: Wie viele Bildungsträger und Organisationen arbeiten wir deshalb intensiv an der Umsetzung eines neuen Schutzkonzeptes für unsere Jugendherbergen.

Ziel des Schutzkonzeptes ist es, unsere Gäste, insbesondere Kinder und Jugendliche, wie auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter  möglichst gut vor Gewalt und sexualisierter Gewalt zu schützen.

Institutionelle Schutzkonzepte helfen dabei, Gefahrenpotentiale in Strukturen und Abläufen zu identifizieren und Maßnahmen zur Prävention und Intervention abzuleiten. Denn nur wer die Gefahr (er-)kennt, kann ihr auch wirksam begegnen.

Erweiterte Führungszeugnisse, ein neues Leitbild oder Schulungskonzepte: Wir setzen fortlaufend eine Vielzahl von Maßnahmen mit dem Ziel um, Gefährdungen des Kindeswohls vorzubeugen. Neben präventiven und abschreckenden Maßnahmen haben wir für den Ernstfall konkrete Präventions- und Interventionsmaßnahmen sowie Notfallpläne für die Jugendherbergen und Geschäftsstellen erarbeitet.

Ein Schutzkonzept gibt es nicht „von der Stange“, jede Einrichtung oder Organisation sollte dieses selbst entwickeln. Nur mit Einbindung aller Beteiligten, unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Gästen sowie Fachkräften und Beratungsstellen, können wir uns der Herausforderung zum Schutz vor Gewalt und sexualisierter Gewalt bestmöglich stellen. 

Unsere Schutzkonzepte-Projektgruppe spiegelt diesen Anspruch wider: Seit dem Sommer 2023 arbeiten die beiden Landesverbände Unterweser-Ems und Westfalen-Lippe in einem gemeinsamen Team aus Hausleitungen, Fachabteilungen der Geschäftsstellen sowie externen Fachleuten, Beratern und Beraterinnen an der Implementierung und kontinuierlichen Weiterentwicklung der Schutzkonzepte. 

Auf Landesverbands-Ebene haben die Jugendherbergen zwischen Nordsee und Sauerland ein Rahmenschutzkonzept entwickelt und werden dieses im Sommer 2025 implementieren. Jenes wird durch jeweils hausspezifische Schutzkonzepte ergänzt, die bis Ende 2025 für alle 55 Jugendherbergen individuell erstellt werden. Unsere Schutzkonzepte werden fortlaufend evaluiert und weiterentwickelt. 
 


Hier gehts zum nächsten Kapitel "Investitionen und Sondernutzungen"

Nach oben scrollen
Hostelling International - Weltverband von mehr als 3.000 Jugendherbergen weltweit