Einrichtungsbezogene Schutzkonzepte
Jede Jugendherberge zwischen Nordsee und Sauerland hat ein Einrichtungsbezogenes Schutzkonzept entwickelt und geschrieben: Neben der Risiko- und Potentialanalyse vor Ort stehen dabei Fragen wie Zusammenarbeit und Austausch im Team, Feedback-Kultur, Einarbeitung neuer Kolleg*innen, Interventionspläne oder zuständige lokale / regionale Behörden und Ansprechpartner im Fokus.
Folgende Kapitel & Inhalte werden in den Einrichtungsbezogenen Schutzkonzepten behandelt:
Einleitung
- Ordnet das Schutzkonzept ins Rahmenschutzkonzept (RSK) des DJH ein.
- Beschreibt hausbezogene Besonderheiten und den Prozess der Erstellung (z. B. Teamtreffen, Schulungen, Beteiligte).
- Skizziert, wie das Konzept im Alltag gelebt wird und welche Verbesserungen angestrebt sind.
Risiko- und Potentialanalyse (RPA)
- Legt für das Haus fest, wann, mit wem und wie die RPA durchgeführt wurde,
wie Erkenntnisse ausgewertet und Maßnahmen nachgehalten werden.
Zusammenarbeit im Team
Austausch im Team
- Regelt Kommunikationswege und -formate.
- Definiert Abläufe bei Verdacht, Vorfällen, anvertrauten Informationen und beim Ansprechen interner Grenzverletzungen.
Feedback-Kultur
- Beschreibt, wie und wann Rückmeldungen gegeben werden.
- Benennt interne/externe Ansprechpersonen und Erreichbarkeiten.
- Enthält gemeinsam vereinbarte Feedback-Regeln und Rahmen für regelmäßige sowie ad hoc Rückmeldungen.
Einarbeitung
- Legt fest, wie neue Kolleg*innen und Kollegen über Grundsätze und das Schutzkonzept informiert werden.
- Klärt, wie die Haltung des Rechte- und Schutzkonzepts vermittelt und mitgetragen wird.
Jugendschutz im Jugendherbergs-Alltag
Information und Aufklärung
- Zeigt Ansprech- und Kontaktpersonen für Gäste. • Beschreibt, wie sie sich im Alltag widerspiegeln.
Beteiligung
- Regelt Beteiligungs- und Beschwerdemöglichkeiten (niedrigschwellig, gut nutzbar).
- Beschreibt konkrete Beteiligungsformate und Rückmeldemöglichkeiten für Gäste.
Prävention
- Hält unser Selbstverständnis und unsere Haltung im Umgang mit Gästen fest.
- Beschreibt niedrigschwellige Alltagsprävention gegen Grenzverletzungen/Übergriffe.
Sexuelle Bildung
- Reflektiert die Haltung des Teams und den Umgang mit sexualpädagogischen Fragen, sexualisierter Sprache und Alltagsthemen (z. B. Menstruationsartikel, Verhütung).
Intervention
- Ergänzt das im Rahmenschutzkonzept beschriebene Vorgehen um hausspezifische Festlegungen.
- Klärt Einschätzungswege, Intervention bei Grenzverletzungen/Übergriffen, Kommunikationswege, Informationspflichten.
- Enthält Verhaltensregeln und die ersten Schritte im Ereignisfall sowie Kontaktlisten, Zuständigkeiten und Schulungsvorgaben.
Öffentlichkeitsarbeit und Gastkommunikation
- Ergänzt hausbezogen, wie, wann und wo Team und Gäste informiert werden (z. B. Begrüßung, Aushänge, Website) und wie Netzwerkpartner eingebunden sind.
Evaluation
- Legt hausintern fest, wer für Auswertung und Weiterentwicklung zuständig ist, wie vorgegangen wird und wer Anpassungen verantwortet.