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Wir schauen hin: Schutzkonzepte für unsere Jugendherbergen

Wir schauen hin: Unser Auftrag ist es, Räume zu schaffen, in denen Kinder und Jugendliche neue Erfahrungen sammeln, miteinander lernen und Gemeinschaft erleben können. Unser Anspruch dabei: Jede der 55 Jugendherbergen zwischen Nordsee und Sauerland ist für Gäste, Mitarbeitende, Programmpartner und Dritte ein möglichst geschützter Ort, an dem Missbrauch oder Grenzverletzung keinen Raum haben.

Die Landesverbände Westfalen-Lippe und Unterweser-Ems im Deutschen Jugendherbergswerk (DJH) haben gemeinsam ein Rahmenschutzkonzept entwickelt, das durch hausspezifische Schutzkonzepte an allen Standorten ergänzt wird – als systematischer Plan aus vorbeugenden und intervenierenden Maßnahmen zum Schutz vor Gewalt und sexualisierter Gewalt.

Beobachten, hinhören, ansprechen

Unsere Schutzkonzepte sind mehr als reines Regelwerk: Sie sind lebendige Prozesse, die Prävention, Intervention und unsere Organisationskultur miteinander verbinden – immer mit dem Ziel, sichere Orte zu schaffen, an denen Kinder und Jugendliche geschützt sind, Vertrauen erleben und im Bedarfsfall kompetente Unterstützung finden. Hier informieren wir über alle Bausteine unseres Schutzkonzeptes

Über unser Schutzkonzept

Die Jugendherbergen zwischen Nordsee und Sauerland haben ein umfassendes Rahmenschutzkonzept entwickelt und implementiert. Dieses wird durch eigene, hausspezifische Schutzkonzepte für alle 55 Jugendherbergen ergänzt.

Zusammenarbeit im Team

Wir fördern in den Teams unserer Jugendherbergen mit umfassenden Maßnahmen eine Kultur des Hinschauens und Handelns. Unsere Hausleitungen wurden intensiv geschult und wissen, wie sie dies im Arbeitsalltag praktisch umsetzen.

Öffentlichkeitsarbeit und Gästekommunikation

„Kein Raum für Missbrauch“: Mit Aushängen, Informationsangeboten und Partnerkampagnen schaffen wir klare Sichtbarkeit und Prävention. Unser Ziel ist, unsere Gäste umfassend über Schutzmaßnahmen in den Jugendherbergen zu informieren.

Risiko- & Potenzialanalyse

Diese Analysen bewerten systematisch Risiken, Unterstützungsmöglichkeiten sowie präventive Strukturen. Sie wurde für die Landesverbände und nochmals individuell für alle Jugendherbergen zwischen Nordsee und Sauerland durchgeführt.

Jugendschutz

In unseren Häusern hat der Schutz von Kindern und Jugendlichen höchste Priorität: Wir schaffen eine Umgebung, in der Kinder ihre Bedürfnisse äußern können. In allen Jugendherbergen gibt es ausgebildete Ansprechpersonen und Kontakt zu Hilfsangeboten.

Evaluation

Damit unser Schutzkonzept dauerhaft greifen kann und Maßnahmen immer up to date sind, wird es kontinuierlich weiterentwickelt. Alle drei Jahre wird es im Rahmen einer Evaluation überprüft – dies schließt die auch Wiederholung der Risiko-Potenzial-Analyse mit ein.

Unsere Leitbilder

Die Grundhaltung, Jugendherbergen als geschützte Orte zu verstehen, ist in den Leitbildern unserer Landesverbände verankert und wird dadurch sowohl nach innen gegenüber unseren Mitarbeitenden als auch nach außen für unsere Gäste deutlich sichtbar.

Rechtlicher Rahmen

Der rechtliche Rahmen für den Schutz von Kindern und Jugendlichen umfasst zahlreiche gesetzliche Bestimmungen, darunter das Grundgesetz, das Bürgerliche Gesetzbuch und die UN-Kinderrechtskonvention – daran orientieren wir uns.

Weiterführende Informationen

Wichtige Hilfeportale: Wir bieten Zugang zu vertraulichen Beratungsstellen und unabhängigen Unterstützungsangeboten für Betroffene von Gewalt sowie weiterführende Informationen für Kinder, Jugendliche, Eltern, Lehrkräfte und Fachkräfte.

Personal

Gelebter Kinderschutz von Anfang an: Die Schutzkonzepte betreffen alle rund 1.200 Mitarbeitenden der 55 Jugendherbergen. Ob Schulungen, Fachberatung oder Ehrenkodex – gestärkt werden sie werden durch ein umfangreiches Maßnahmenpaket.

Intervention, Aufarbeitung und Rehabilitation

Wir fördern die emotionale Stabilität: Bei Vorfällen – egal welcher Art – kümmern wir uns um Aufarbeitung, Schutz und gezielte Unterstützung. Nach Bedarf werden hierfür auch unabhängige Expert*innen herangezogen.

Einrichtungsbezogene Schutzkonzepte

Jede Jugendherberge hat ein Einrichtungsbezogenes Schutzkonzept: Neben der Risiko- und Potentialanalyse stehen dabei Zusammenarbeit und Austausch im Team, Feedback-Kultur, Interventionspläne oder zuständige Behörden im Fokus.

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