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Seminar Kinderschutz

Lehrer und Gruppenleitungen wirksam unterstützen


Im Jahr 2025 fand, aufbauend auf die Kinder- und Jugendschutzschulung des Vorjahres, ein Mitarbeitenden-Seminar zum Thema „Umgang mit herausfordernden Situationen im Herbergsalltag“ statt, angeleitet von Referent*innen aus dem Bereich Krisenmanagement und Jugendschutz. 

Anlass für die Schulung waren realistische Fallbeispiele aus dem Herbergsalltag, bei denen durch starke Belastung des Betreuungspersonals mal der gelungene Aufenthalt, mal aber auch das Kindeswohl in Gefahr schien. Teilnehmende waren alle Berufsgruppen der Jugendherbergen, von Küche über Rezeption und Reinigung bis Technik. Gemeinsame Aufgabe während des Seminars war es, anhand der Beispielfälle reaktive Handlungsschritte abzuleiten und in Gruppenarbeiten die kollektive Bewältigung durchzuspielen.
Ein ausgeprägtes Gespür und ein erfahrener Blick für Situationen, in denen sich junge Gäste unwohl oder ungeschützt fühlen und die Maxime des Jugendschutzes „nicht wegzusehen“ wurden nachhaltig weiterentwickelt.
Das Ziel  der Schulung bestand zudem darin, Deeskalation in einschlägigen Situationen zu erreichen, ohne sich selbst dabei zu überfordern. Denn trotz hohem Verantwortungsbewusstsein sind Herbergsmitarbeitende keine pädagogischen Fachkräfte und übernehmen im Herbergsalltag keine Aufsichts- und Betreuungspflicht. Insofern wurden Methoden zusammengetragen, wie Mitarbeitende Lehrer und Gruppenleitende unterstützen können, ohne dabei die eigenen Kompetenzen zu überschreiten. 

Sicherheit gibt in diesem Zusammenhang, dass der DJH-Landesverband M-V über ein etabliertes Melde- und Beratungssystem in solchen Fällen verfügt, das mithilfe der Schulung wiederholt trainiert wurde: Das Krisenteam der Geschäftsstelle zusammen mit externen Beratern stehen den Kollegen vor Ort 24 Stunden zur Verfügung. So kann jederzeit gemeldet und Unterstützung angefordert werden. Auch das eigene Herbergsteam, in dem eng und vertrauensvoll zusammengearbeitet wird, erwies sich innerhalb des Seminars als zentrale Ressource zur gegenseitigen Entlastung in herausfordernden Situationen.

Herbergsteams vor der Kamera

"Was unser Haus besonders macht..."

Die Mitarbeitenden sind das Herzstück der Jugendherbergen in M-V. Das hat das Marketing- und Vertriebsteam des DJH M-V im Mai 2025 nun auch filmisch festgehalten: Zusammen mit einem professionellen Videografen-Team entstanden sechs Videoportraits der Jugendherbergen Born, Warnemünde und Wismar an der Ostsee sowie Mirow, Waren und Burg Stargard in der Mecklenburgischen Seen­platte. Das Projekt war eine Teamleistung, bei dem die Protagonist*innen die Mitarbeitenden selbst waren: In Mini-Interviews brachten sie auf den Punkt, was ihr Haus besonders macht: Warum geht es in Waren so familiär zu, wieso ist Burg Stargard seit Jahrzehnten das Stammhaus für Orchester, warum ist Mirow die Naturperle schlechthin? Diese und viele andere Fragen beantworteten die Kolleg*innen aus den Herbergen persönlich, authentisch und mit Leidenschaft. Für die Videos wurde eine Mitarbeitende der Geschäftsstelle zur Reporterin, stieg ins Kanu, auf die Burg und in den Flugsimulator. Alles Dinge, die Gäste in den Jugendherbergen ebenfalls erleben können. 
Die so entstandenen Videoproduktionen geben Gästen nun auf Website, youtube und Social Media schnell und unterhaltsam Orientie­rung, welche Jugendherberge als neues Stammhaus in Frage kommt. 
Die drei Häuser in der Mecklenburgischen Seenplatte präsentieren sich mit ihren neuen Videos, monumentalen Bildern und Aktivitätentipps zudem auf einer eigenen Inspirationsseite für Klassenfahrten.
Alle Videoproduktionen sind auf dem Youtube-Kanal der DJH-Jugendherbergen in M-V zu sehen. 

Internationales

Zusammenhalt im Ostseeraum kreativ gestärkt

Interkulturelle Bildung ist insbesondere in Zeiten wachsenden Fremdenhasses eine zentrale Aufgabe, der sich die Jugendherbergen in M-V verschrieben haben. Neben Bildungsangeboten zur Demokratie- und Medienbildung, demokratischer Kultur und Zusammenarbeit für Schulen, bilden internationale Jugendbegegnungen einen Schwerpunkt der programmatischen Arbeit des DJH-Landesverbandes M-V. Im Jahr 2025 nahmen insgesamt 266 Jugendliche an unterschiedlichen Jugendbegegnungen des Verbands teil. 
 

Darunter zum einen eine deutsch-polnische Begegnung in der Jugendherberge Stralsund mit den langjährigen Kooperationspartnern Hansagymnasium Stralsund und Dom Pojednanja i Spotkan i. s. M. Kolbego in Gdansk. Beim Theaterkurs und Nachhaltigkeits-Workshops in der UNESCO-Welterbe- und Hansestadt Stralsund befassten sich die Jugendlichen interaktiv mit Gemeinsamkeiten zwischen Polen und Deutschland. Heiko Miraß, Parlamentarischer Staatssekretär für Vorpommern und das östliche Mecklenburg, und Dr. Alexander Badrow, Oberbürgermeister der Hansestadt Stralsund, nahmen am feierlichen Abschlussabend teil, um die langjährige Partnerschaft zu würdigen und die Relevanz solcher Treffen für den gemeinsamen Kultur- und Wirtschaftsraum der Euroregion Pomerania zu betonen. Mehr dazu: Pressemitteilung Dt.-Pl- Jugendbegegnung Stralsund 2026
 

Doch auch neue internationale Partnerschaften wurden fortgesetzt: Erstmals führte der DJH-Landesverband M-V ein trilaterales Orchestertreffen in der Jugendherberge Prora mit über 100 musizierenden Jugendlichen durch. Es war die zweite Kooperation mit dem Lobeski Dom Kultury, aus der Kleinstadt Lobez nahe Stettin und die erste mit dem Wieker Blasmusik e. V. von der Insel Rügen sowie den Musik- und Kunstschulen Iskile und Marupe aus Lettland. 
Zusammenhalt und demokratische Kultur im Ostseeraum, die aktuell erneut angegriffen und hinterfragt werden, wurden spielerisch und alltagsnah beim gemeinsamen Musizieren trainiert. Das Training fand seinen fulminanten Abschluss in einem Konzert in der Wieker Kirche auf der Insel Rügen. Mehr dazu: Pressemitteilung trilaterale Jugendbegegnung Prora 2026

Wichtig für den Verband: Die Teilnehmendenbeiträge beider Begegnungen lagen bei 25-70 € pro Person, um auch Jugendliche aus finanzschwachen Elternhäusern die Möglichkeit zum Internationalen Austausch zu geben. 
Das war nur Dank finanzieller Mittel der Fördergeber möglich. Gefördert wurden beide Projekte durch das Deutsch-Polnische Jugendwerk sowie das Orchesterprojekt zusätzlich durch den Kleinprojektefonds „Vertrauen stärken“ des Kooperationsprojekts Interreg 6a Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg/Polska 2021–2027.

Frisch gestrichen

Warnemünder Wahrzeichen wird energieeffizient

Im Ostseebad Warnemünde gibt es etliche markante Gebäude. Neben Leuchtturm, Teepott und dem Hotel Neptun zählt auch die Strand-Jugendherberge am westlichen Ortsrand dazu. Der Grund: Über den Küstenwald ragt ein Turm mit sieben Gästezimmern, auf dessen Spitze eine kugelförmige Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes thront. Das Gebäude findet sich sogar als Navigationspunkt auf den Seekarten für die südliche Ostsee wieder. Da der Turm aufgrund seiner exponierten Lage witterungstechnisch stark beansprucht ist, stand eine Sanierungsmaßnahme an, die in den Jahren 2024 und 2025 mit einer energetischen Sanierung verbunden wurde. So erhielt der Turm ein Wärmedämmverbundsystem, das von nun an die Energieeffizienz des Hauses erheblich steigert. Damit die Fassade zum Warnemünder Stadtbild passt, strahlt der Turm von nun am im Farbton der angrenzenden Bädervillen und Stadthäuser.

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