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Problem erkannt

Seit jeher macht sich der DJH-Landesverband M-V in der Landespolitik für die Bedarfe von Kindern und Jugendlichen und den Erhalt von Jugendhilfestrukturen stark. Das Verbandsengagement hat sich in den zurückliegenden Krisenjahren aufgrund wachsender Probleme von Kindern und Jugendlichen intensiviert. Ausgelöst wurde dieses Engagement zunächst durch verbandsinterne Beobachtungen besorgniserregender Einzelfälle im Herbergsalltag: Ein Zeltlager mit jahrelanger Tradition wird sechs Wochen vor Reisebeginn wegen fehlender Fördermittel abgesagt. Schüler sitzen den Hauptteil der Fahrt auf dem Zimmer, weil nach Ausgaben für Anreise und Unterkunft kein Geld für das Bildungsprogramm übrig war. Eine Ferienfreizeit wird abgebrochen, weil Betreuende die Gruppendynamik nicht mehr kontrollieren können. Diese Einzelfallbeobachtungen nahmen in den zurückliegenden Jahren zu. Stagnation und Rückgang der Übernachtungszahlen für die 12 Jugendherbergen in M-V waren die Folge. Einzelplatzstornierungen – Reisen bei denen die bestehende Buchung einer Klasse/Gruppe erhalten bleibt, aber sich die Teilnehmendenzahl wenige Monate vor Anreise verringert – werden immer auffälliger und sind inzwischen die Regel. Mehr dazu: Bilanz: Teilhabe unter Druck
 

Kräfte gebündelt

Ein reger Austausch mit anderen betroffenen Trägern der Jugendhilfe aus M-V, die ähnliche Beobachtungen machen, hat sich über die Jahre etabliert. So entwickelten der DJH-Landesverband M-V und der Verband der Schullandheime M-V im Jahr 2024 die Idee, den diffusen Eindruck einer bedenklichen Problemlage ihrer Zielgruppe faktisch belegbar zu machen: 500 Lehrende und Gruppenleitende wurden von Januar bis Oktober 2024 in einer Onlineumfrage zu Herausforderungen im Jugendreisen befragt. Das Ergebnis: Lehrer und Gruppenleiter fahren immer noch gerne auf Fahrt nach Mecklenburg-Vorpommern. Sie finden die Fahrten wichtig für ihre Teilnehmenden. Aber die Herausforderungen werden durch finanzielle und soziale Probleme der jungen Genration immer größer; die Aufgabe, diese Probleme innerhalb der Schul- und Vereinswelt aufzufangen immer schwieriger. Teilhabe scheint durch strukturelle Probleme immer stärker gefährdet zu sein. 

Forderungen platziert

Daher leiten die Verbände im Jahr 2025 aus den Umfrageergebnissen konkrete politische Forderungen ab, wie Teilhabe gesichert und damit der Negativtrend im Kinder- und Jugendreisen in und nach Mecklenburg-Vorpommern aufgehalten werden kann. Adressat der politischen Forderungen sind die zuständigen Landtagsausschüsse und Ministerien für Wirtschaft, Soziales und Bildung in Mecklenburg-Vorpommern. 

Unterstützung erfahren die Verbände bei der größten und in der Zusammensetzung einzigen Interessengemeinschaft für Kinder und Jugendliche im Land, dem Landesjugendring M-V. Man teilt hier sowohl die Sorge um die besorgniserregende Situation von Kindern und Jugendlichen als auch die Auffassung, dass die Belange von Kindern und Jugendlichen in der Landespolitik zu wenig priorisiert werden.

Mit empirisch untersetzter Fachexpertise im Gepäck trat das Verbandsbündnis aus DJH, Schullandheimen und Landesjugendring im Jahr 2025 entschlossen auf.  Im Angesicht der anstehenden Verhandlungen für den Doppelhaushalt 2026/2027 ein idealer Zeitpunkt, um laut zu sein für die Jugend.

Das Verbandsbündnis stieß auf Resonanz und die Akteure platzierten Problemlagen und politische Forderungen im Expertengespräch des Wirtschaftsausschusses des Landtages sowie im Rahmen der Haushaltsplanungen 2026/2027 im Bildungs- und Sozialausschuss.
Zudem legitimierte der DJH-Landesverband M-V in seiner Mitgliederversammlung 2025 per Beschluss seine politischen Forderungen an die Landesregierung.
Im Folgenden finden sich Kerninhalte und Forderungen aus den Ausschuss-Stellungnahmen, sowie die erzielten Ergebnisse. 

Lobbyarbeit 2025

Inhalte & Ergebnisse der Expertenanhörungen in Landtagsausschüssen

Problemfelder bei Jugendlichen und Auswirkungen auf Jugendreisen

Studien zeigen: Jugend brauch Hilfe
Die größten Hindernisse bei Gruppenfahrten, die in der Umfrage von Jugendherbergs- und Schullandheimverband M-V genannt wurden, decken sich mit zwei Kernproblematiken im Kinder- und Jugendbereich, die von namhaften Jugendstudien in Deutschland vermehrt aufgezeigt werden:

1.Immer mehr Familien haben weniger Geld, das gefährdet Teilhabe und Inklusion einer größer werdenden Zahl Kinder und Jugendlicher.

2. Immer mehr Kinder sind von psychischen und sozialen Problemen betroffen, das belastet die Strukturen von Schule und Jugendhilfe.

Laut dem Deutschen Schulbarometer 2024 fühlen sich 21 % der Schüler psychisch belastet, 27 % bewerten ihre Lebensqualität als niedrig (Robert Bosch Stiftung, 2024). Die Trendstudie „Jugend in Deutschland 2025“ beschreibt eine Generation, die trotz vorhandener Zukunftshoffnung von Krisenwahrnehmung, Zukunftsängsten und anhaltendem Stress geprägt ist (Schnetzer et al., 2025). 
Parallel zur sozialen Situation verschlechtert sich die finanzielle Lage vieler Familien und gefährdet die gesellschaftliche Teilhabe einer zunehmenden Zahl von Kindern und Jugendlichen. Der Paritätische Armutsbericht 2025 zeigt, dass Kinder und Jugendliche weiterhin überdurchschnittlich häufig von Armut betroffen sind und zu den größten Armutsrisikogruppen in Deutschland zählen (Der Paritätische, 2025). Die Bertelsmann Stiftung kommt in ihrer Jugendbefragung 2025 zu dem Ergebnis, dass insbesondere die Kosten für Freizeitaktivitäten, Mobilität und soziale Begegnungen für viele junge Menschen zu Teilhabebarrieren werden (Bertelsmann Stiftung, 2025). 

Die Verschlechterung der finanziellen und sozialen Situation junger Menschen wirken sich direkt auf das Kinder- und Jugendreisen und die Teilhabe junger Menschen aus: Wenn nur noch der Teil der Klasse auf Fahrt mitfährt, der sozial unauffällig genug und das Elternhaus entsprechend kaufkräftig ist, stehen Jugendherbergsbetten leer und es bleiben genau die Kinder zu Hause, die besonders stark von der sozialen Gemeinschaftserfahrung einer solchen Fahrt profitieren würden. 


Maßnahmen der Jugendherbergen und ihre Grenzen
Der DJH-Landesverband M-V reagiert bereits im Rahmen seiner Möglichkeiten auf diese Entwicklung: Von Teambuilding über Anti-Rassismus-Workshops bis Umweltbildung und internationalen Jugendbegegnungen bieten die Jugendherbergen in Mecklenburg-Vorpommern ihren jungen Gästen ein breites Angebot im Bereich außerschulische Bildung. Mehr dazu: Klassenfahrten mit Programm

Mit einem etablierten Jugendschutzkonzept und einem professionellen Krisenmanagement unterstützen Mitarbeitende vor Ort sowie ein Krisenteam im Hintergrund Lehrende und Gruppenleitende in herausfordernden Situationen. Im Jahr 2025 fand hierzu eine umfassende Schulung der Mitarbeitenden beim DJH-Landesverband M-V statt. Mehr dazu: Seminar zu Kinderschutz und Herausforderungen im Herbergsalltag

Trotz ihres Engagements für das Kindeswohl beschäftigen Jugendherbergen kein eigenes pädagogisches Fachpersonal. Die Verantwortung liegt bei Betreuenden und Lehrkräften, die zunehmend überlastet sind. Der Mangel an Fachkräften und Ehrenamtlichen gefährdet damit die Durchführung von Klassenfahrten und Jugendfreizeiten.

Lücke zwischen Preisen & Kaufkraft kann nicht durch eigene Kraft geschlossen werden
An die Grenzen des eigenen Handlungsspielraums gerät der Verband ebenfalls, wenn es um die steigende Lücke zwischen Kaufkraft in den Familien und der wirtschaftlich notwendigen Preisbildung in den Jugendherbergen geht. 
Die größte unternehmerische Herausforderung ist die Saisonalität im Urlaubsland M-V: Von Mai bis September erwirtschaften die Jugendherbergen in M-V bis zu 80% ihres Jahresertrags, 6 der 12 Häuser schließen von November bis März. Kosten für Löhne, Pachten und Gebäude-Instandhaltung sind jedoch ganzjährig aufzubringen. Diese Kosten steigen aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Lage in Mecklenburg-Vorpommern überproportional, insbesondere durch steigende Lohnkosten in der eigenen Belegschaft, die ganzjährig beschäftigt ist, sowie bei Zulieferern. 
Verstärkt wird der Preisdruck durch einen massiven Investitionsstau: Für die Jugendherbergen in M-V bleibt bei dem ohnehin schon bestehenden Kalkulationsdruck, um überhaupt kostendeckend arbeiten zu können, zu wenig übrig für Investitionen. 

Der DJH-Landesverband M-V sichert sich in dieser schwierigen Situation das Vertrauen seiner Zielgruppe immerhin durch langfristig festgelegte und verlässliche Preise: Klassen und Gruppen buchen ihre Reisen gewöhnlicherweise ein bis zwei Jahre im Voraus. Die zu diesem Zeitpunkt vertraglich vereinbarten Preise bleiben bei den DJH-Jugendherbergen M-V immer erhalten, auch wenn die Kosten für die gebuchten Leistungen bis zum Anreisetermin gestiegen sind, so wie zuletzt im Jahr 2026 durch die Energiekrise, die durch den Irankrieg ausgelöst wurde.

Planungssicherheit in unsicheren Zeiten
In preissensiblen Zeiten hat zudem jegliche verwaltungstechnische Beunruhigung der Zielgruppe weitreichende Folgen: So wurden seit 2024 in verschiedenen Bundesländern die Zahlungen von Dienstreisekosten für Lehrende hinterfragt. In Berlin wurden Schulfahrtenbuchungen sogar zeitweise komplett untersagt. Der Grund: Die Kosten, die Lehrende und Betreuende für Übernachtung, Verpflegung und Anreise als Dienstreisekosten einreichen können, sind gestiegen, während die Dienstreisebudgets der Bundesländer nicht ausreichend aufgestockt wurden. Folge war im Jahr 2025 eine massive Verunsicherung im Schulfahrtenmarkt insbesondere in den für den DJH-Landesverband M-V überlebenswichtigen Kernquellmärkten Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. Die Folge: Lehrende waren verunsichert, ob ihre Fahrt genehmigt wird, wenn damit gerechnet werden musste, dass die dienstlich verursachten Reisekosten am Ende aus der eigenen Tasche zu zahlen sind. 
Auch hier: ein strukturelles Problem, auf das der Verband hinweisen kann, das aber durch Verwaltung und Politik in den Bildungsressorts der jeweiligen Bundesländer gelöst werden muss.

Verbandspolitische Forderungen 2025 und ihre Ergebnisse

An den Grenzen der eigenen Handlungsfähigkeit setzten die verbandspolitischen Forderungen des DJH-Landesverbandes M-V und seiner Partner, dem Landesjugendring M-V und dem Schullandheimverband M-V an die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern an. Im Rahmen der Haushaltsverhandlungen unterstützte ebenfalls der Paritätische Landesverband M-V die Kernforderungen des Verbandsbündnisses.


RESSORT BILDUNG
Aufgrund der steigenden Kosten für Dienstreisen, sollten die entsprechenden Budgets bedarfsgerecht angepasst werden:

Forderung:
Reisekostenvergütungen für Schulausflüge an öffentlichen Schulen 
um + 450.000 € pro Jahr im Doppelhaushalt 2026/2027 auf rund 1,4 Mio. € steigern

Ergebnis:
Nach ausführlichen Gesprächen mit dem Bildungsministerium im Rahmen der Haushaltsverhandlungen konnte die verbandspolitische Forderung einer bedarfsgerechten Anhebung des Budgets immerhin teilweise erreicht werden:
Die im Landeshaushalt 2026/2027 bereitgestellten Gelder wurden um + 231.500 € auf rund 1,2 Mio. € für das Jahr 2026 erhöht.

Eine wichtige Maßnahme, die das Potenzial hat, zu einer Beruhigung des Schulreisemarkts innerhalb M-Vs zu führen. Es bleibt abzuwarten, wie andere Bundesländer die Finanzierung von Dienstreisebudgets für Lehrende und Betreuende dynamisieren.


 

RESSORT SOZIALES
Das Land M-V verfügt mit dem Landesjugendplan M-V bereits über ein etabliertes Förderinstrument, das die „bedarfsgerechte Weiterentwicklung und Sicherung von Angeboten und Strukturen der Kinder- und Jugendhilfe“[1] absichern soll. Die Finanzierung der Personalkosten der landesweit agierenden Jugendverbände sind hier festgeschrieben, ebenso eine Investitionsförderung für Einrichtungen der Jugendarbeit, Jugendbildung und Jugenderholung, sowie ein Zuschuss für den Teilnehmenden-Beitrag von Ferienfreizeiten.

Bedarfsgerecht ausgestattet kann das Förderinstrument demnach durch Fahrtenzuschüsse und Investitionsförderungen genutzt werden, um die Lücke zwischen Kaufkraft in den Familien und Preisen in Jugendübernachtungsstätten zu verkleinern. Ebenso soll die Förderung den Erhalt von qualifiziertem Personal in Jugendverbandstrukturen sichern, was gebraucht wird, um Kinder und Jugendliche in ihrer aktuell herausfordernden Situation bedarfsgerecht und wirksam zu unterstützen.

Seit Jahren ist jedoch der Landesjugendplan in den Bereichen Verbands- und Fahrtenförderung nicht ausfinanziert und wird nicht ausreichend an allgemeine Kostensteigerungen angepasst.
Die Mittel für den Investitionszuschuss sind derzeit komplett gestrichen.

Der DJH-Landesverband M-V forderte daher mit seinen Partnern in den Haushalts-Ausschüssen 2025 die Anhebung dieser Förderbereiche:


Forderungen & Ergebnisse:
Gefordert wurde die bedarfsgerechte Erhöhung der Landesmittel im Landesjugendplan M-V im Doppelhaushalt 2026/2027:

Zuwendungen an Jugendverbände: + 1 Mio. EUR
Die geforderte Aufstockung der Zuwendungen an Jugendverbände um 1 Mio. € auf insgesamt 3 Mio. € hat für den Doppelhausalt 2026/2027 nicht stattgefunden, jedoch eine Anhebung auf 2,2 Mio. €. 
Ein Teilerfolg gewiss, jedoch im Hinblick auf die bedenkliche Situation junger Menschen, unserer Zukunftsressource in Mecklenburg-Vorpommern, nicht ausreichend. Ein Bundesland, das ohnehin stark von Abwanderung und demografischem Wandel betroffen ist, darf den Erhalt von Jugendhilfestrukturen nicht vernachlässigen!
 

Kinder- und Jugendfreizeiten: + 1 Mio. EUR
Der Zuschuss der Fahrtenförderung verbleibt bei 10 € pro Kind und Tag. Zwar wird dieser Betrag künftig nicht mehr über Sondermittel finanziert, sondern ist dauerhaft in der überarbeiteten Richtlinie verankert, was begrüßenswert ist. Mecklenburg-Vorpommern bleibt damit jedoch weit hinter anderen Bundesländern zurück, auch im Vergleich mit ähnlich strukturschwachen ostdeutschen Flächenländern. So fördert Brandenburg vergleichbare Maßnahmen mit bis zu 30 € je Tag und teilnehmender Person [2], Sachsen-Anhalt gewährt bei mehrtägigen Maßnahmen mit Übernachtung sogar 40 € je Teilnehmendentag[3]. 

Investitionen in Einrichtungen der Jugendarbeit, Jugendbildung und Jugenderholung: + 2 Mio. EUR 
sowie 
10 Mio. € jährlich für energetische Sanierung aus Infrastrukturmitteln des Bundes für Einrichtungen der Jugendarbeit, Jugendbildung und Kinder- und Jugenderholung
Die Investitionsmittel für Einrichtungen der Jugendarbeit, Jugendbildung und Jugenderholung bleiben auch im Doppelhaushalt 2026/2027 gestrichen. Zudem wurden keine Zusatzmittel für energetische Sanierung bereitgestellt. Und das, obwohl der Landesjugendring M-V auf seinem 184. Hauptausschuss per Beschluss an die Landesregierung M-V appelliert hatte, eine Reaktivierung der Investitionsförderung für 2026/2027 mit Mitteln aus dem MV‑Plan 2035 (Bundes-Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“) zu finanzieren.


[1] Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport M-V 2024, Richtlinie Landesjugendplan M-V, Nr. 1.1., S. 4

[2] Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg: Richtlinie zur Förderung der Jugendbildung und Jugendbegegnung im Land Brandenburg, Nr. 5.4.1 

[3] Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt / Landesjugendamt: Förderung von überregionalen Kinder- und Jugendfreizeiten für landesweit tätige freie Träger der Jugendhilfe

Fazit & Ausblick

Problem erkannt, aber nicht priorisiert
Die Problemlage und ihre Auswirkungen auf den Fortbestand von Jugendübernachtungsstätten sowie auf die Teilhabe- und Entwicklungsmöglichkeiten junger Menschen in Mecklenburg-Vorpommern konnten in den Stellungnahmen der Ausschüsse nachvollziehbar dargelegt werden. Die Betrachtung zeigt zugleich, dass der Landesjugendplan M-V zwar an den richtigen Stellen ansetzt, jedoch weiterhin nicht bedarfsgerecht ausgestattet ist. 

Die wenig erfolgreichen Bemühungen des Sozialressorts, innerhalb der Landesregierung für punktuelle Verbesserungen und Aufstockungen zu sorgen, verdeutlichen, dass die Herausforderungen nicht durch ein Ressort allein gelöst werden können. Der Fachkräftemangel in den Bereichen Bildung und Jugendhilfe ist Teil einer umfassenderen gesellschaftlichen Entwicklung und muss im Rahmen einer ressortübergreifenden Fachkräftestrategie adressiert werden.

Herausforderungen nur ressortübergreifend lösbar
Die Förderung einer gesunden Entwicklung von Kindern und Jugendlichen sollte daher zur gemeinsamen Priorität von Sozial-, Bildungs- und Wirtschaftspolitik werden – aus sozialen ebenso wie aus volkswirtschaftlichen Gründen. Mecklenburg-Vorpommern, strukturschwach wie kaum ein anderes Bundesland, droht sonst abgehängt zu werden.

Vor diesem Hintergrund ist die geplante interministerielle Austauschrunde von Sozial-, Wirtschafts- und Bildungsministerium mit Schullandheimverband, DJH-Landesverband und Landesjugendring Mecklenburg-Vorpommern, die Anfang 2026 initiiert wurde, ein Schritt in die richtige Richtung. Eine intensive Auseinandersetzung mit den vom Landesjugendring M-V beschlossenen jugendpolitischen Forderungen, die im Wahljahr 2026 stattfindet, ist ebenfalls ein positives Signal.

Es muss jetzt gehandelt werden!
Entscheidend ist jedoch, dass zeitnah konkrete Maßnahmen folgen. Es gilt Strukturen zu erhalten, bevor sie endgültig zu verschwinden drohen.

 

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