Feuer, Wald & Wir
Draußen ausprobieren, was in euch steckt
Leitung: Fuchs und Igel
Wie wird aus vielen Einzelnen eine starke Gemeinschaft? Bei „Feuer, Wald & Wir“ verbringt eure Klasse draußen intensive Tage und erlebt, was sie gemeinsam auf die Beine stellen kann. Beim Shelterbau sind Ideen und Teamwork gefragt, in der Schnitzwerkstatt entstehen eigene Werkstücke und beim Feuermachen braucht es Geduld und Geschick.
Begleitet wird die Klasse von den erfahrenen Fachleuten von „Fuchs und Igel“. Sie schaffen Situationen, in denen die Schüler*innen sich ausprobieren, Verantwortung übernehmen und ihre eigenen Stärken entdecken können. Immer wieder kommt die Gruppe im Kreis zusammen: Was hat gut funktioniert? Wo brauchte es Unterstützung? Und was stärkt mich selbst und die Gemeinschaft?
Auch Gefühle, Empathie und der Umgang miteinander spielen eine Rolle. Mit Übungen und Naturmaterialien finden die Schüler*innen eigene Ausdrucksformen und beschäftigen sich damit, was ihnen guttut, was sie belastet und wie ein respektvolles Miteinander gelingt.
Zwei Abendaktionen stehen zudem auf dem Programm: Am Dienstag sitzt die Klasse bei Stockbrot, Geschichten und Liedern am Lagerfeuer zusammen. Am Mittwoch geht es bei einer stillen Abendwanderung noch einmal in den Wald. Ohne Gespräche und künstliches Licht verändert sich die Wahrnehmung – und die vertraute Umgebung fühlt sich plötzlich ganz anders an.
Der Umgang mit Messer und Feuer wird vorab erklärt und findet nach klaren Regeln und unter fachkundiger Anleitung statt.
Der Ablauf:
1. Tag: Ankommen und losziehen
Nach der Anreise zum Mittagessen erkundet die Klasse bei einer Stadtrallye in Eigenregie die Umgebung. Alternativ ist ein Besuch im Erlebnisbad Ronolulu möglich (der Eintritt ist nicht im Preis enthalten).
2. Tag: Zusammenfinden und gemeinsam bauen
Am Vormittag startet das betreute Programm mit „Fuchs und Igel“. Kennenlernspiele bringen die Gruppe in Bewegung, anschließend bilden sich kleine Clans. Beim Bau eines Shelters aus Naturmaterialien sind Kreativität, Absprachen und gemeinsames Anpacken gefragt.
Am Nachmittag geht es in die Schnitzwerkstatt. Nach einer kurzen Einführung in den sicheren Umgang mit dem Messer entstehen aus geeigneten Hölzern zum Beispiel Löffel, Spatel oder Amulette. Zum Abschluss schaut die Gruppe darauf, was jede*r mit den eigenen Händen geschaffen hat.
Nach dem Abendessen trifft sich die Klasse am Lagerfeuer. Mit Stockbrot, Liedern und Geschichten klingt der erste gemeinsame Programmtag aus.
3. Tag: Feuer, Sinne und Gefühle
Der Tag beginnt ruhig: Die Klasse nimmt den Wald mit verschiedenen Sinnen wahr und achtet auf Geräusche, Untergründe und kleine Veränderungen in der Umgebung. Anschließend dreht sich alles ums Feuer. Die Schüler*innen lernen unterschiedliche Zundermaterialien kennen und probieren unter Anleitung Feuerstahl und weitere Techniken aus.
Am Nachmittag stehen Wahrnehmung und Gefühle im Mittelpunkt. Naturmaterialien helfen dabei, Empfindungen sichtbar zu machen. Beim Drehen von Schnüren wird ganz praktisch erfahrbar, wie aus einzelnen Fasern etwas Belastbares entstehen kann – ein schönes Bild für Verbindung und Zusammenhalt.
Am Abend geht die Klasse gemeinsam auf eine stille Wanderung durch den Wald. Danach kommt die Gruppe noch einmal zusammen und tauscht sich über die ungewohnte Erfahrung aus.
4. Tag: Verantwortung übernehmen
Jetzt können die Clans zeigen, was sie als Team gelernt haben. Sie arbeiten an ihren Sheltern weiter und überlegen anschließend gemeinsam: Welche Herausforderungen gab es? Wie haben wir Lösungen gefunden? Wer hat welche Stärke eingebracht?
Eine Empathieübung greift anschließend auf, was Worte bei anderen auslösen können. So kommt die Klasse über Verletzlichkeit, Mobbing, Grenzen und einen respektvollen Umgang miteinander ins Gespräch.
Zum Abschluss blickt die Gruppe auf die gemeinsamen Tage zurück: Wo habe ich Zusammenhalt erlebt? Was hat mich gestärkt? Was möchte ich mit in den Schulalltag nehmen? Ein gemeinsames Abschlussritual beendet das betreute Programm um 16 Uhr.
5. Tag: Abreise
Nach dem Frühstück heißt es Abschied nehmen und die Heimreise antreten.
Gut zu wissen: Das Programm wird von „Fuchs und Igel“ an die jeweilige Klasse, das Alter und die Bedürfnisse der Schüler*innen angepasst. Im Mittelpunkt stehen Selbstwirksamkeit, Wahrnehmung, soziale Kompetenz und ein wertschätzendes Miteinander.
„Fuchs und Igel“ – das sind Laura Mergenthaler, staatlich anerkannte Ergotherapeutin, Therapeutin für sensorische Integration und zertifizierte Yogalehrerin (Yoga Alliance, RYT-200), sowie Donald Priebsch, zertifizierter Wildnispädagoge, Erlebnispädagoge und Outdoor Guide.
Allgemeine Hinweise
Eignung für Personen mit Mobilitätseinschränkungen
Bei entsprechend verfügbaren Kapazitäten in der Jugendherberge bemüht sich der Reiseveranstalter darum, die gewünschten Reiseleistungen auch Gästen mit Mobilitätseinschränkungen anzubieten. Es wird darum gebeten, bereits bei der Buchung genaue Angaben über die Personenzahl sowie jeweils über Art und Umfang der Mobilitätseinschränkungen der betreffenden Teilnehmer zu machen, damit geprüft werden kann, ob die Buchung bestätigt werden kann.
