Schloss Ortenberg erhebt sich weithin sichtbar über der Ortenau und blickt auf eine fast 900-jährige Geschichte zurück. Seine Ursprünge liegen im 12. Jahrhundert, als an dieser strategisch wichtigen Stelle eine Reichsburg zur Sicherung des Kinzigtals errichtet wurde. Im Mittelalter diente die Anlage als Sitz der Landvögte der Ortenau und war Verwaltungs-, Gerichts- und Machtzentrum der Region.
Nach Ihrer Zerstörung im Jahr 1678 und ihrem anschließendem Verfall ließ der livländische Kaufherr und Deutschordensritter Gabriel Leonhard von Berckholtz die Ruine des Gebäudes abtragen und von 1836 bis 1843 das heutige Schloss von einem bekannten Architekten errichten. die heutige Schlossanlage ist eine Mischung aus mittelalterlicher Burganlage und Schloss im Stil der angelsächsischen Gotik. Sie ist Wappenburg des Ortenaukreises und gehört zu den bedeutendsten Schlossanlagen des 19 Jahrhunderts in Baden.
Nachdem Schloss Ortenberg mehrere Jahre als Haus der Jugend und Volksbildung gedient hatte, gehört das Schloss nach einem fließenden Übergang seit 1. Januar 1956 endgültig auch rechtlich zum Deutschen Jugendherbergswerk. Es dient als offene Begegnungsstätte für Schulklassen, Familien, Einzelreisende und Gruppen aus aller Welt.