Mühlhausen: 500 Jahre Bauernkrieg – Größte kulturpolitische Ausstellung in Deutschland

Am 21. März, fast Tag genau vor 500 Jahren, wurde in Thüringen neunt größter Stadt Mühlhausen die Landeausstellung „freiheyt 1525 – 500 Jahre Bauernkrieg“ durch den Ministerpräsidenten des Freistaates Thüringens Prof. Mario Voigt eröffnet.
Diese Landesausstellung, die sich erstmalig im wiedereinten Deutschland mit dem Bauernkrieg, dessen Ursachen und Wirkung bis heute beschäftigt, erzählt u.a. die Geschichte von Bauernführer Thomas Müntzer und auch Martin Luther und dessen Entfremdung. Thomas Müntzer saß in der Wasserburg Heldrungen, heute Jugendherberge, im Turm 5 Tage ein, bevor er danach auf dem Mühlhäuser Markt geköpft wurde.
Der Bauernkrieg gilt heute in der Geschichtslesung als das erste freiheitliche Auflehnen gegen Unterdrückung. Erst 1989 Revolution in der ehemaligen DDR, gilt als erfolgreichste und die unblutigste in der deutschen Geschichte.
Das Themajahr 2025 was in Thüringen „Freiheit“ umschrieben, reiht sich ein in das Faust-Jubiläum oder 35 Jahre deutsche Einheit, als Kampagne.
Thüringen war Hauptort des Deutschen Bauernkrieges. Hier gab es die meisten Toten und Zerstörungen.
Die Hauptorte der Landesausstellung 2025 sind die Mühlhäuser Museen und das Panorama Museum Bad Frankenhausen. Freistaat und Bund unterstützen die Aktivitäten zum Jubiläumsjahr finanziell.
Das Thüringer Jugendherbergswerk beteiligt sich mit zwei Exponaten auch an dieser historischen Ausstellung. Als Leihgabe dieser wurde für die Zeit der Landesausstellung aus der Jugendherberge Altenburg-Windischleuba ein Sessel ausgeliehen, sowie ein Gedichtleder.
Die Thüringer Landesausstellung „freiheyt 1525 – 500 Jahre Bauernkrieg“ lädt dazu ein, die Ereignisse der Vergangenheit zu reflektieren und deren Bedeutung für die Gegenwart zu hinterfragen.