We are one world!
Die Klassenfahrt, die einen Unterschied macht
Kinder wachsen in einer Welt auf, in der alles miteinander verbunden ist. Klimawandel, soziale Ungleichheit, Ressourcenverbrauch oder Migration sind längst keine Themen mehr, die nur andere Länder betreffen.
Gleichzeitig bleiben viele dieser Zusammenhänge für junge Menschen abstrakt. Sie lesen darüber und hören davon in den Nachrichten oder im Unterricht, doch oft fehlt der persönliche Bezug. Genau hier setzt „We are one world!“ an.
Darum geht es bei „We are one world!“:
- Direkter Austausch mit Jugendlichen in Südafrika
- Perspektivwechsel statt Vorurteile
- Nachhaltigkeit und globale Zusammenhänge erleben
- Gemeinsamkeiten und Unterschiede entdecken
- Teamgeist, Empathie und Verantwortungsbewusstsein stärken
Wenn die Welt ein Gesicht bekommt
Die Klassenfahrt eröffnet einen Blick in eine Lebenswelt, die für viele Schüler*innen weit entfernt scheint: die Townships rund um Kapstadt in Südafrika. Doch statt nur über diese Orte zu sprechen, begegnen die Schüler*innen den Menschen, die dort leben. Sie tauschen sich mit Gleichaltrigen aus,
stellen Fragen und erfahren, wie deren Alltag aussieht. Und oft passiert dabei etwas Überraschendes:
Am Anfang reden die Kinder über Unterschiede. Wer hat mehr, wer hat weniger, wer lebt wie. Nach der Liveschaltung reden sie plötzlich über Menschen. Dann fallen Sätze wie: ,Der spielt dieselben Spiele wie ich’ oder ,Die wünscht sich dieselben Dinge wie ich’. Genau in diesem Moment passiert etwas. Aus Fremden werden Gleichaltrige.
Begegnungen, die den Blick verändern
Die Jugendherberge Damme arbeitet seit vielen Jahren mit den Ubomi-Häusern in den Townships Khayelitsha und Gugulethu bei Kapstadt zusammen. Dort finden Kinder und Jugendliche einen geschützten Ort zum Lernen, Spielen und Wachsen. Aus dieser Partnerschaft ist ein Programm entstanden, das globale Themen durch persönliche Begegnungen erfahrbar macht. Dabei geht es nicht darum, Antworten vorzugeben, sondern darum, Fragen zu stellen. Wie unterschiedlich sind unsere Lebensbedingungen? Was brauchen Menschen für ein gutes Leben? Was bedeutet Gemeinschaft? Und welche Verantwortung tragen wir füreinander – auch über Kontinente hinweg?
Lernen mit Kopf, Herz und Händen
Viele Programmpunkte orientieren sich am Alltag der Jugendlichen in den Townships. Die Klasse erlebt, wie aus einfachen Materialien Neues entstehen kann, probiert Spiele aus, die mit wenig auskommen, und lernt eine Kultur kennen, in der Gemeinschaft oft wichtiger ist als Besitz. Beim gemeinsamen Bauen, Upcycling, Spielen oder Tanzen werden Themen wie Konsum, Ressourcen und Nachhaltigkeit ganz selbstverständlich Teil des Erlebens. Die Jugendlichen erfahren, dass Dinge nicht immer neu gekauft werden müssen und dass Kreativität oft dort entsteht, wo Menschen mit wenigen Mitteln auskommen.
Was uns verbindet
Wer zum ersten Mal vom Leben in einem Township hört, denkt oft zuerst an Unterschiede. Genau deshalb richtet das Programm den Blick immer wieder auf das, was Menschen verbindet: Freundschaften. Familie. Musik. Sport. Träume. Zukunftspläne. Die Teilnehmenden entdecken, dass Kinder und Jugendliche auf verschiedenen Kontinenten oft dieselben Fragen beschäftigen. Diese Erkenntnis verändert den Blick auf die Welt – und manchmal auch auf das eigene Leben.
Globale Themen werden greifbar
Die Klassenfahrt macht Themen sichtbar, die heute wichtiger sind denn je: Armut und Reichtum, Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Chancengleichheit und gesellschaftlicher Zusammenhalt. Gleichzeitig zeigt sie, dass hinter all diesen Begriffen Menschen stehen. Schüler*innen lernen hier nicht nur theoretisch etwas über globale Zusammenhänge. Sie begegnen Menschen, hören ihre Geschichten und entdecken neue Perspektiven. Denn wer Menschen begegnet, versteht ihre Welt. Und wer ihre Welt versteht, blickt auch anders auf die eigene.