Übungen für eine achtsame Naturverbundenheit von Yogalehrerin Sarah Troßmann. Diese Übungen sind besonders für ältere Kinder und Erwachsene geeignet. 

Achtsames Ankommen

Suche dir bei deinem nächsten Spaziergang durch die Natur einen Sitzplatz, der dich ganz besonders anzieht. Ein Baumstamm, eine Lichtung, ein großer Stein, eine Bank o. ä. Wenn du dort ankommst, bemerke, wie evtl. Tiere aufgescheucht werden, unruhiges Rascheln, Zirpen, Flattern etc. zu hören ist.

Setze dich in Ruhe, schließe die Augen und entspanne dich. Atme ganz ruhig und komme in diesem Moment in deinem Körper an. Vielleicht merkst du nach ein paar Minuten, wie in deiner Umgebung wieder Ruhe einkehrt und sie auch bei dir ankommt.

Spitze einmal ganz bewusst deine Ohren nach nah und fern. Evtl. fangen Vögel wieder ihren entspannten Gesang an und du bemerkst weitere Tiere und Wesen, die langsam wieder ihrem Leben nachgehen. Fühle, wie du Teil dieses Lebens in der Natur bist. Spürst du einen Unterschied in dir zu dem Zeitpunkt, als du angekommen bist?

Leben in Balance

Vielleicht gibt es gerade ein Thema in deinem Leben, das sich etwas schwierig anfühlt. Finde einen Platz in der Natur, an dem du dich wohlfühlst und du innerlich durch dieses Thema gehen kannst, ohne es zu bewerten.

Stelle dir die Fragen: „Was beobachte ich in der für mich schwierigen Situation?“ und liste alles ganz ohne Bewertung auf, als wärst du ein*e Forscher*in, der*die eine Liste dazu macht. Frage dich dann „Wie fühlt es sich für mich an, wenn ich in dieser Situation bin?“. Gehe auch hier wie ein/e Wissenschaftler/in ganz bewertungslos durch all die Emotionen, die in dir hochkommen.

Suche dir nun mehrere Steinchen am Boden, die dich intuitiv anziehen. Mit den Steinchen in der Hand frage dich „Welches Bedürfnis von mir ist bei diesem Thema nicht befriedigt? Was bräuchte ich, damit ich mich in dieser Situation wohler fühle?“ Widme deine Aufmerksamkeit nun deinen gesammelten Steinen zu und versuche in Ruhe ein stabiles Steinmännchen aus ihnen zu bauen.

Überlege dir dabei eine Bitte, die du an dich selbst oder andere formulieren kannst, um deinen Bedürfnissen in diesem Thema mehr Beachtung schenken zu können. Das Steinmännchen ist das Symbol für deine Bedürfnisse, für die du lernen darfst einzustehen.

Garten der guten Wünsche

Unsere Wünsche können wir uns wie keimende Samen vorstellen, die ein großes Potenzial in sich tragen und mit den passenden Bedingungen beginnen, aus dem Boden zu sprießen. Die Natur ist ein wunderbarer Nährboden für diese zukünftigen Keimlinge, die im Sommer und Herbst als Früchte von den Bäumen fallen und meist nach einer winterlichen Ruhephase im Frühjahr zu kraftvollem neuem Leben erwecken.

Suche dir im Herbst einen Ort in der Natur, an dem du zur Ruhe kommen kannst und verbinde dich mit dem nahrhaften Boden unter deinen Füßen. Stelle dir vor, was für wunderbare Bedingungen dort im Boden herrschen, die Samen zum Leben erwecken können. Spüre tief in dich hinein und überlege dir, welche tiefen Bedürfnisse in dir als Keimlinge lagern.

Welche Herzenswünsche ruhen in dir, die du für andere Menschen, andere Lebewesen, die Natur und unsere Welt säen möchtest? Welche Wünsche liegen auch für dich selbst in dir? Versuche für jede Kategorie mindestens einen Wunsch zu finden, sammele sie gedanklich und spüre ganz lebendig den nahrhaften Boden unter dir, der nur darauf wartet, diese Schätze keimen zu lassen.

Gehe nun auf die Suche und finde für jeden deiner Herzenswünsche einen Samen (bspw. eine Kastanie, Eichel, Beere, …). Nun wählst du für jeden Samen ein geeignetes Plätzchen, an dem du ihn gemeinsam mit dem jeweiligen Wunsch leicht unter die Erde legst und ihn mit Blättern bedeckst. Verbreite deine guten Wünsche als Samen in der Natur und bedanke dich bei dem nahrhaften Boden, der ihnen dazu verhilft, zum Leben zu erwachen. Stelle dir vor, wie du bald schon ganz lebendig deinen Garten der guten Wünsche sprießen sehen kannst.

Atemübung

Yogaübung

Meditation

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