Wetterfeste Kleidung, Wegproviant, bequeme Schuhe – mehr braucht es nicht, um dem Trubel des Alltags einfach mal zu entfliehen. Für den Rest sorgen unsere Häuser: Vom Harz bis auf die Schwäbische Alb, vom  Mittelrheintal bis in die Sächsische Schweiz legen wir unseren Gästen  mit unseren Wanderfreizeiten die Welt zu Füßen.

Wandern: seit 111 Jahren Kernkompetenz der Jugendherbergen  

Ein kleiner Blick zurück. Wir reisen ins frühe 20. Jahrhundert: Die Industrialisierung ist in vollem Gange und verändert das Leben und den Alltag der Menschen – sehr zum Missfallen der jungen Generation. Während ihre Umwelt immer technischer wird, kehren sie dem Lärm der Städte den Rücken zu und verbringen so viele Stunden wie möglich in der Natur. Typisch für die sogenannte „Jugendbewegung“: Sie entdeckt das Wandern für sich und beginnt, deutschlandweit Ausflüge ins Grüne zu organisieren. Nur eines fehlt: günstige Unterkünfte für all die jungen Läufer, die es an Wochenenden und in den Ferien plötzlich in Scharen aufs Land zieht. Einer der Ersten, der die Vision einer Übernachtungsmöglichkeit für reiselustige und naturverbundene Menschen mit Leben füllt, ist 1909 der Lehrer Richard Schirrmann. In seiner Schule in Altena eröffnet er bald die erste Jugendherberge – und legt damit den Grundstein für die mittlerweile 111-jährige Geschichte des Deutschen Jugendherbergswerks. Das Ziel: junge Menschen dazu zu motivieren, ihr Land zu er kunden und sich fortzubilden, gleichzeitig aber auch einen Raum für den interkulturellen Austausch zu schaffen. 

… 111 JAHRE SPÄTER 

Na klar, vieles hat sich seitdem verändert: Die zweckmäßigen Schlafsäle sind modernen Mehrbett-, Familien- und Einzelzimmern gewichen. Die 17 Jugendherbergen, die es bereits 1912 gab, sind auf rund 450 Häuser angestiegen. Längst bieten diese nicht mehr nur Übernachtungsmöglichkeiten, sondern als außerschulische Bildungsorte auch vielseitige Familien-, Kinder-, Klassen- und Gruppenfreizeiten. Doch das Wandern, das Erkunden unserer Umwelt ohne technische Hilfsmittel, spielt im Jugendherbergs-Kosmos bis heute eine wichtige Rolle: Ob Wanderung im Mittelgebirge, in Bachtälern oder auf den Spuren unserer Dichter und Denker – bis heute sind unsere Häuser mit ihren Programmen ein idealer Startpunkt, um zu Fuß das Land zu erobern. Sechs Ausgangspunkte dafür stellen wir hier vor. Also: Rein in die Wanderschuhe, los geht’s!

Bayerische Alpen: Wanderreisen im sonnigen Süden

Nirgendwo anders gibt es eine so hohe Dichte an Wanderrouten wie in Bayern. Hochalpines Bergwandern, entspanntes Familienwandern oder Wandern ohne Gepäck: Eine Jugendherberge ist gewiss auch ganz in der Nähe Ihrer Wunschroute!

Familienwandern in Füssen

Neben tollen, familienfreundlichen Unterkünften in allen Wanderregionen Deutschlands bieten die Jugendherbergen spannende Wanderprogramme für Familien und Eltern mit Kindern. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Familienbergtour in den Bayerischen Alpen – mit Übernachtung auf einer echten Berghütte? Genau das bietet die bayerische Jugendherberge Füssen. „Füssen ist schon allein durch die Nähe zu den Schlössern Neuschwanstein und Hohenschwangau und die vielen Seen einen Besuch wert“, erzählt Volker Simon, der mit seinen Söhnen Lukas, acht Jahre, und Yannick, elf Jahre, einen Wanderurlaub in Bayern unternimmt. „Aber es ist vor allem ein tolles Wander- und Klettergebiet. Die Jungs finden es super, auf die schroffen Felsen zu kraxeln. Wir waren schon auf dem Tegelberg und auf dem Säuling. Da spürt man auch einmal seine Grenzen. Abends sind wir alle ausgepowert und zufrieden.“

Jetzt freuen sich die drei auf den nächsten Tag: Dann steht die Übernachtung auf der Füssener Hütte auf dem Programm. „Es wird bestimmt ein besonderes Erlebnis, in den Bergen zu übernachten.“

Abwechslung in Bayrischzell-Sudelfeld und Berchtesgaden

Natur pur, Abenteuer und viel Spaß bietet auch Deutschlands höchstgelegene Jugendherberge Bayrischzell-Sudelfeld. Bei Touren rund um den mächtigen Watzmann steigen Sie in die Bergwelt hinauf und erfrischen sich am klaren Wasser der eiskalten Bäche. Oder Sie spielen und wandern auf begleiteten Touren mit dem Rucksack zur nächsten Hütte. Auch die Jugendherberge Berchtesgaden lädt ein zu Bergwandern oder Bergtrekking in den Berchtesgadener Alpen. Besuchen Sie das Steinerne Meer und den Nationalpark Berchtesgaden, der auch für Familien mit Kindern geeignet ist: Viele Wanderwege sind hier mit dem Kinderwagen befahrbar.

Übrigens hat das Team der Jugendherberge vor Ort jede Menge Tipps zu Routen jeden Schwierigkeitsgrads parat! Zahlreiche Mitarbeiter sind selbst begeisterte Bergfexe und teilen ihre Leidenschaft gerne mit Ihnen. Ein Grund mehr, den Wanderurlaub in einer Jugendherberge zu verbringen.

Mittelgebirge: Wanderrouten in der Mitte Deutschlands

Wussten Sie, dass es im Herzen Deutschlands wahre Wanderoasen gibt? Ob Harz oder Rhön, Sauerland, Bergisches Land oder Eifel, Hunsrück, Kellerwald oder Schwäbische Alb – überall lässt es sich herrlich wandern. Wer mit Kindern wandert, erlebt die Natur aus einer ganz neuen Perspektive. „Mama, schau mal, das Loch in dem alten Baum sieht aus wie ein Gesicht!“ Lassen Sie sich darauf ein, den Käfer am Wegesrand ganz genau zu beobachten und Wanderstöcke zu schnitzen. Entdecken Sie Pilze und Pflanzen oder sammeln Sie Zapfen und Steine, aus denen sich in der Jugendherberge etwas Schönes basteln lässt. Besonders viel Spaß macht das Wandern gemeinsam mit anderen Familien. Diese drei Wanderangebote sind besonders beliebt:

Bergwandern in der Eifel

Die Jugendherberge Bad Münstereifel ist Ausgangspunkt für erlebnisreiche Streifzüge durch die Eifel. Ob Alleinstehende mit Kindern oder die ganze Familie: Beim beliebten Wildnis-Workshop führt Sie ein erfahrener Waldläufer in erste Überlebenstechniken ein. Dazu gehört, die Fährten von Wildtieren zu lesen, sich lautlos anzupirschen, ohne Hilfsmittel Feuer zu machen, Essbares von Ungenießbarem zu unterscheiden oder das Bogenschießen im 3-D-Parcours zu erlernen. Der Waldläufer zeigt, wie es geht – mitten im wilden deutschen Westen.

Ein schmaler, steiniger Weg führt durch alte Weinberge, rechts hohe Natursteinmauern, links knorrige Weinstöcke und immer wieder tolle Ausblicke auf die malerischen Flussschleifen der Mosel. „Die Landschaft entlang des Moselsteigs ist unglaublich schön – wie eine kitschige Postkarte“, erzählt Daniela Lange. Gemeinsam mit ihrem Mann Michael und den Töchtern Lea und Louisa ist sie zu Gast in der Jugendherberge Cochem. Der im April 2014 neu eröffnete, vom Deutschen Wanderverband als Premiumweg ausgezeichnete Moselsteig zählt mit 365 Kilometern zu den längsten Fernwanderwegen Deutschlands. „Insgesamt gibt es 24 Etappen“, erzählt Michael Lange. „Gestern sind wir die 18. Etappe von Beilstein bis Cochem gewandert, und heute steht die 19. Etappe von Cochem bis Treis-Karden auf dem Programm. Da bot sich die Jugendherberge Cochem als Unterkunft an. Sie ist auf Familien und Wanderer eingestellt, und jeden Morgen bekommen wir ein tolles Lunchpaket und viele super Tipps.“

Besonderes Wanderflair im Harz

„Glück ist die Freiheit zum Verzicht.“ Was halten Sie daher von einer Fasten-Wanderwoche in der romantisch gelegenen Jugendherberge Thale im Ostharz? Wanderungen zwischen 16 und 25 Kilometer stabilisieren den Fastenprozess, stärken die Muskulatur, heben die Kondition und steigern das Wohlgefühl. Die Routen führen durch das wildromantische Tal der Bode, eines der schönsten Felsentäler nördlich der Alpen. Lernen Sie die sagenumwobene Rosstrappe, den Hexentanzplatz, die Teufelsmauern, das Kloster Michaelstein und Quedlinburg kennen.

Tipp: Die 500 Jugendherbergen sind in ganz Deutschland verteilt, so ist bestimmt auch eine in einem Wandergebiet in Ihrer Nähe zu finden! Warum also nicht einmal einen Wanderkurzurlaub unternehmen? Oder im Winter die Wanderschuhe gegen Schneeschuhe tauschen und die weiße Winterwelt auf leisen Sohlen erkunden?

Zwischenstop im Oberharz

Die nächste Etappe auf unserer Deutschlandreise ist ganz nah: Sie führt uns in den Oberharz. In der Jugendherberge Torfhaus treffen wir Familie Mai, die wir heute zu einem der Höhepunkte des Familienprogramms „Gipfelstürmer“ begleiten. Papa Gerd, Mama Julia und die Zwillinge Bo und Matti (11) wollen den Brocken erklimmen. „Acht Kilometer, wie lange brauchen wir da wohl?“, überlegt Bo und schmiert sich sicherheitshalber gleich ein Brot mehr. „Ist doch egal“, lacht Julia. „Du kennst doch den Spruch: Der Weg ist das Ziel!“ „Nee“, schüttelt Bo den Kopf. „Kenn ich nicht! Was soll das heißen?“ „Lasst es uns herausfinden“, schlägt Gerd vor. „Am besten wir laufen einfach mal drauflos – und lassen die Handys hier …“ Ein guter Plan, finden wir! Wenn uns diese Tour eins gelehrt hat, dann das: Es gibt keinen gesünderen, sehenswerteren und nachhaltigeren Weg, das Tempo des Alltags zu drosseln, seiner Gesundheit etwas Gutes zu tun, den Gedanken freien Lauf zu lassen, Zeit mit sich selbst und natürlich seinen liebsten Menschen zu ver- bringen, als das Wandern. Also, rein in die Wanderschuh! Die Welt liegt uns zu Füßen!

Wandern in der abwechslungsreichen Schwäbischen Alb

Unberührte Natur, Ruinen, Burgen, Schlösser, Höhlen – sie liefern die verwunschene Kulisse für den ersten Halt unserer Deutschlandtour. Willkommen auf der Schwäbischen Alb! Genauer gesagt: in der Jugendherberge Balingen-Lochen. Hier sind wir heute mit Martin (39) und seinem Sohn Mattis (14) verabredet. Am letzten Tag des sechstägigen Outdoor-Programms „Wandermärchen Schwäbische Alb“ wollen die zwei heute eine der beliebtesten Wanderungen in der Region unternehmen: den 17 Kilometer langen Felsenmeersteig mit seinen 723 Höhenmetern. „Toll, dass das Wetter mitspielt!“, freut sich Martin. „Bei guter Fernsicht kann man vom höchsten Aussichtspunkt sogar die Vogesen sehen – das wäre doch ein schöner Abschluss dieser Woche, in der wir echt viel gesehen haben.“ Burg Wildenstein und die Ruine Wagenburg zählten dazu, ebenso der Lochenstein mit seinen 968 Metern Höhe, der zerklüftete Albtrauf und das Fossilienmuseum in Dotternhausen. Begleitet wurden die Brunners dabei von Wanderführer Menso Hobbing und 14 weiteren Teilnehmern: „Natürlich hätten wir hier auch allein wandern können“, erklärt Martin, „aber dann hätten wir ganz viele Insider-Tipps in der Region sicher nicht bekommen – ganz zu schweigen von all den netten Menschen, die wir in unserer Gruppe kennengelernt haben.“

Kindgerechte Wanderreise im Bergischen Land

Die Jugendherberge Morsbach im Bergischen Land ist wie gemacht für Familien, die gerne wandern – dem Wanderprogramm „Familien im Wanderland“ sei Dank. Im Rahmen des Wanderprogramms haben Sie die Wahl zwischen einer Wanderung auf dem 2013 als Qualitätsweg ausgezeichneten Bergischen Panoramasteig und dem Baumweg, einem 6,5 Kilometer langen Baumerlebnispfad für Familien mit Kindern im Grundschulalter. An 12 Infostationen gibt es für kleine Wanderfreunde kindgerechte Aufgaben und Rätsel von der Maus aus der „Sendung mit der Maus“.

Ihre Familie kann es kaum erwarten, die Wanderschuhe anzuziehen? Gut so! Mit einem Aufenthalt in einer der Jugendherbergen in den Top-Wanderdestinationen Deutschlands sind Sie am richtigen Ort dafür.

Wanderurlaub am Rhein

Ganz anders der Wanderplan von Marina (30), Sven (29) und Joona (2) aus Sachsen-Anhalt: Anstatt für ein Rundum-Sorglos-Wanderpaket mit Guide und fester Unterkunft, entschied sich die junge Familie dazu, ihre knapp 35 Kilometer lange Wanderung auf dem Rheinsteig komplett auf eigene Faust zu organisieren. „Wir sind vorgestern in Rüdesheim gestartet und haben heute die letzte Etappe vor uns“, erzählt Marina beim Frühstück in der Jugendherberge Kaub. Auch wenn der gestrige Nachmittag ordentlich ins Wasser fiel, ist die Stimmung bestens. „Wir haben prima geschlafen und am Frühstücks- büfett die Energiereserven aufgefüllt, um heute wieder die Wanderkraxe zu hieven und die letzte Etappe zu laufen“, erzählt Papa Sven. Der zweijährige Joona macht die Tour bislang gut mit. „Natürlich legt man mit Kind mehr Pausen ein: Der Kleine muss sich schließlich auch mal austoben können. Zum Glück gibt’s auf dem Rheinsteig auch für ihn viel zu entdecken“, erzählt Marina. Gerade am letzten Tag ihrer Tour dürfen sich die drei nochmal auf echte Highlights freuen: allen voran die Aussicht von der Loreley. Wo sie heute Nacht schlafen werden? „Bei einem Freund, der uns am Ende der Etappe mit dem Auto abholt“, erzählt Martin. „Wäre die neue Jugendherberge in St. Goar schon eröffnet, hätten wir dort eingecheckt“, gesteht Marina. „Die schönen Spielecken für den Kleinen, Zimmer, in denen es an nichts fehlt, und eine gute Anbindung an den öffentlichen Nah- verkehr – wir haben uns in den Jugendherbergen echt wohlgefühlt und kommen garantiert wieder. Vielleicht laufen wir dann auch mal etwas weiter Richtung Nordrhein-Westfalen, zum Beispiel bis Bad Honnef oder sogar Bonn.“ Während die drei die Wandertrage aufschultern, geht die Reise auch für uns weiter.

Wandern im Osten Deutschlands

Wandern auf Goethes Spuren

Nächster Halt unserer Reise ist die Kulturstadt Weimar: Wirkungsstätte der Bauhäusler, Heimat malerischer Schlösser und Parks und die Stadt, in der unsere großen Dichter und Denker wie in kaum einer anderen Stadt ihr Erbe hinterließen. So auch im Familien-Wanderprogramm der Jugendherberge Weimar – Maxim Gorki: Die Teilnehmer des Programms „Wandern auf Goethes Spuren“ erleben Thüringens Kulturperle nicht nur von ihrer grünsten Seite. Sie gehen auch der Zeit nach, in der Deutschlands großer Dichter hier lebte – und das tun sie im wahrsten Sinne des Wortes: Vom Goethehaus in der Innenstadt startet der Goethe- wanderweg zum rund 25 Kilometer entfernten Schloss Großkochberg. „Dort lebte Goethes Freundin Charlotte, die er oft zu Fuß besuchte“, weiß Aileen (17), die mit ihrer Mama Hanna (45) nach Weimar gekommen ist. „Ich schreibe gerade meine Facharbeit über diese Zeit und fand es interessant, diese Ecke hier einmal live zu erleben!“ Neben dem Kartenmaterial aus der Jugendherberge weist das weiße „G“ auf grünem Grund Mutter und Tochter den Weg bis zum Luisenturm, der den knapp sechsstündigen Fußweg mit einer tollen Aussicht auf den Rennsteig und das Saaletal belohnt. Ehe es zum Abendessen mit der Bahn ab dem Bahnhof Uhlstädt zurück in die Jugendherberge geht, schießen die zwei noch ein Erinnerungsfoto. „Schön, wie viel Zeit wir mal wieder zum Quatschen hatten“, findet Hanna. „Beim Wandern hat man mal die Zeit, über all die Dinge zu sprechen, die im Alltag kaum Platz finden, und on top tun wir auch der Gesundheit was Gutes.“

Bad Schandau: Hoch hinauf in die sächsische Schweiz 

Der Nationalpark Sächsische Schweiz zählt in unserem Land ohne Frage zu den absoluten Highlights für Wanderer und Spaziergänger – und die Jugendherberge Bad Schandau liegt mittendrin in diesem Naturparadies. Mit der Familien-Wanderwoche „Höllengrund und Himmelsleiter“ bietet das Haus neben einer bequemen Ausgangslage auch gleich das richtige Programm für alle, die Lust darauf haben, diese tolle Gegend auf vielseitige Art und Weise zu entdecken. Begleitet von zertifizierten Naturparkführern gehen Groß und Klein hier auf Entdeckungstour, erobern zu Fuß, mit dem ÖPNV oder auf einer Kahnfahrt die Täler und Spitzen der Region. Ein besonderes Highlight erwartet die Teilnehmer an Tag vier: „Wir fah ren heute mit der Kirnitzschtalbahn“, erzählt Tom (49). Gemeinsam mit Tochter Lea (9), Sohn Fabian (13), seiner Frau Janine und den anderen zwölf Wanderern, die in dieser Woche mit von der Partie sind, wird der 49-Jährige im Anschluss zu den Felsen der hinteren Sächsischen Schweiz vordringen. „Ich freue mich auf einen weiteren Tag mit der Gruppe – wir haben einen guten Rhythmus gefunden“, lacht Tom. „Die Kids machen ihren Turn und laufen mit unserem Guide, Herrn Natusch, vorneweg, während wir ,Alten‘ oft kaum hinterherkommen.“

Wandern an der Bermsdorfer Mühle 

Von Tempoläufen und Himmelsstürmen ist beim vorletzten Stopp weit und breit keine Spur. Wir sind in Brandenburg angekommen, genauer gesagt: im Schlaubetal. Statt hoher Gipfel lädt hier der ebene Schlaubetal-Wanderweg zu ausgiebigen Wanderungen und Radtouren durch Naturschutzgebiete ein. Auf 25 Kilometern, immer in Wassernähe, führt er entlang malerischer Seen durch eines der schönsten Bachtäler Brandenburgs. Prägnant für die Region sind nicht nur die grünen Alleen, Auenlandschaften und kristallklaren Wasserläufe, sondern auch die historischen Mühlen: Zu DDR-Zeiten wurden die im Sinne der zentralistischen Planwirtschaft errichtet. Privaten Investoren und ihrem Einsatz ist es zu verdanken, dass diese   hübschen Mahlwerke nach der Wiederver- einigung nicht verfielen: Heute beherbergen sie unter anderem Restaurants und Museen. In unmittelbarer Nachbarschaft liegt die Jugendherberge Bremsdorfer Mühle. Seine Top-Ausgangslage am Schlaubetal-Wanderweg prädestiniert das Haus geradezu für ein „Wander-Weekend“. Bei diesem Programm kommen Naturliebhaber und Outdoor-Fans wie Arno (41) und sein Bruder Thielo (38) sowie ihre Söhne Nico (9) und Josh (7) voll auf ihre Kosten: „Unsere Eltern sind mit uns früher oft ins Odertal gefahren – das werden also nostal- gische Tage“, erzählt Arno. „Wir wollen einfach drauflosmarschieren, die GoPro in die Luft schicken und schauen, was wir so alles wiederentdecken und unseren Jungs zeigen können.“ Bestens ausgestattet mit Wander- karte, Reiseführer, Thermobecher und Lunchpaket aus der Jugendherberge starten die vier in ihren Wandertag.

Ausgewählte Wanderangebote

Balingen-Lochen

Wandermärchen Schwäbische Alb

Wo die Alb am höchsten ist

286,00 €

5 Ü/VP, p. Pers.

06.06.-11.06.2020

Bad Schandau

Höllengrund und Himmelsleiter

Familien-Wanderwoche in der Sächsischen Schweiz

Erw. 426,00 €

Ki. ab 253,00 €

6 Ü/VP, p. Pers.

26.07.-01.08.2020
und weitere

Bremsdorfer Mühle

Wander Weekend

Willkommen im schönen Schlaubetal

ab 80,00 €

2 Ü/VP, p. Pers.

06.03.-01.11.2020
06.03.-01.11.2021

Weimar

Wandern auf Goethes Spuren

Erw. 100,00 €

Ki. ab 0,00 €

2 Ü/VP, p. Pers.

ganzjährig 2020

Torfhaus

Gipfelstürmer

Erw. 87,00 €

Ki. ab 61,00 €

2 Ü/VP, p. Pers.

01.03.-30.09.2020