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Julian Wortmann ist ehemaliger Spieler der Herren-Nationalmannschaft und Deutscher Meister im Tischfußball. Der Profi verrät euch fünf Tipps, mit denen ihr am Tischkicker noch besser werdet. Damit ihr die Bewegungsabläufe besser versteht, haben wir seine Tipps anschaulich an unserem DJH-Tischkicker für euch nachgestellt. So könnt ihr direkt loslegen und gleich mit dem Üben beginnen. Viel Spaß dabei!

5 Profi-Tipps zum Nachlesen

Tipp 1: Der richtige Stand

Beim Tischfußball ist es wichtig – wie bei anderen Sportarten auch – darauf zu achten, wie ihr steht. Wer nicht stabil am Tisch steht, hat dadurch automatisch weniger Kontrolle über das Spielgeschehen. Ihr könnt nicht so schnell reagieren oder kippt vielleicht sogar beinah um, wenn ihr es doch versucht.

Das bedeutet:

  • Beine nicht kreuzen
  • Körpergewicht soll über dem Körpermittelpunkt sein
  • Füße etwa schulterbeit auseinanderstellen
  • Leicht in die Knie gehen
  • Nicht auf den Stangen abstützen

          Tipp 2: Das richtige Training

          Wer einen gesamten Bewegungsablauf trainiert, macht sich das Leben schwerer als es sein muss. Wenn ihr einen Ablauf in mehrere Sequenzen unterteilt, kann man sich auf einen Teil der Bewegung konzentrieren und den richtigen Ablauf viel leichter lernen. Dadurch erhält man auch ein viel besseres Verständnis über den gesamten Bewegungsablauf.

          Beispiel Bewegungsablauf für einen Schuss:

          Set up

          • Wie bekomme ich den Ball überhaupt in die richtige Position, damit ich schießen kann?
          • Üben kann man das gut, indem man den Ball zwischen den Figuren auf der 3er-Reihe laufen lässt und probiert ihn unter Kontrolle zu behalten. Die Endposition sollte bei der Übung immer so aussehen, dass man den Ball unter der mittleren Figur vorne geklemmt hat. Und zwar so geklemmt, dass er weder nach vorne noch nach hinten abhauen kann, wenn man ein wenig mithilfe der Stange auf den Ball drückt.

          Schuss

          • Hierfür muss nicht erst das Set-up durchgeführt werden. Ihr legt euch den Ball einfach unter die mittlere Figur der 3er-Reihe.
          • Dann übt ihr euren Schuss. Da gibt es unterschiedliche Techniken, die man aus einem vorne geklemmten Ball schießen kann: aus dem Handgelenkt, Pin-Shot oder Jet.
          • Am Anfang macht ihr die Bewegung langsam. Wichtig ist es vor allem erstmal das Tor zu treffen. Die Geschwindigkeit könnt ihr nach und nach anpassen und steigern.
          • Wenn ihr das Gefühl habt, dass ihr euren Schuss schon ganz gut hinbekommt, könnt ihr euch die Verteidiger so hinstellen, dass ihr nur eine bestimmte Lücke offenlasst. Die versucht ihr dann zu treffen

          Set-up und Schuss

          • Da ihr euch in einem laufenden Spiel leider den Ball nicht einfach per Hand auf die richtige Position legen könnt, müsst ihr jetzt noch üben die beiden Abläufe zusammenzusetzen.

          Tipp 3: Die richtige Kraft

          Wer verkrampft oder mit zu viel Kraft spielt, verbraucht nicht nur viel Energie – es ist auch nicht unbedingt erfolgreich. Ihr braucht nicht viel Kraft auf den Stangen. Ihr braucht aber auch nicht viel Druck auf den Griffen. Lockere Muskulatur und Entspannung beim Spiel helfen die Techniken abrufen zu können, die man trainiert hat!

          Warum?

          • Vieles beim Tischfußball ist simple Physik: Die Stangen laufen in Lagern und lassen eigentlich nur zwei Bewegungsrichtungen zu: 360° um sich selbst und nach vorne und hinten.
          • Wenn man zu viel Druck auf die Stangen ausübt, laufen sie eventuell nicht mehr zu gut im Lager hin und her.
          • Wer zu viel Druck auf die Griffe ausübt, beraubt sich der Möglichkeit die Rotationsbewegung schnell nutzen zu können.
          • Also ruhig mal zwischendurch die Hände ausschütteln und die Arme lockern!

          Tipp 4: Das richtige Fangen

          Jeder, der schonmal gekickert hat, kennt das: Man hat das Gefühl, dass die Bälle, die durch den Tisch fliegen, immer nur beim Gegner auf den Figuren hängenbleiben. Man selbst fängt nie einen Ball. Aber auch das kann man üben und es gibt die Möglichkeit, seine Chancen zu verbessern.

          • Dazu nochmal der kurze Verweis auf Tipp 1: Achtet auf einen stabilen Stand. Sonst könnt ihr nicht schnell reagieren.
          • Eure Figuren sollten im richtigen Winkel stehen: Zu steil gestellt, prallt der Ball einfach nach hinten ab. Zu weit nach vorne gestellt, rutscht der Ball einfach drunter durch. Die richtige Position ist nach vorne geneigt, so dass der Ball quasi von allein darunter hängenbleibt.
          • Dann ist die richtige Handhaltung noch entscheidend: Der Griff darf nicht zu fest gehalten werden, weil auch dann der Ball einfach nur abprallt. Wenn ihr euer Handgelenk stabil und fest haltet, die Hand um den Griff aber locker bleibt, funktioniert eure Haut wie ein natürliches Federelement.
          • Testet es einfach mal: Haltet den Griff richtig fest und versucht an den Figuren der Stange zu wackeln. Da wird nicht viel passieren. Jetzt haltet ihr den Griff locker, aber das Handgelenkt stabil und gerade und wackelt an den Figuren. Voila – eine Federung zum Fangen!

          Tipp 5: Die richtige Beschleunigung

          Ein Ball kann bei einer Seitwärtsbewegung entweder gestoßen oder beschleunigt werden. Das Stoßen hat den Vorteil, dass es meist sehr schnell ist. Allerdings hat man viel weniger Kontrolle über den Ball als bei einer Beschleunigungsbewegung.

          • Auch hier ist es am einfachsten es selbst zu testen: Legt euch den Ball auf die 3er Stange. Die Aufgabe ist es, den Ball auf derselben Stange zwischen den Figuren hin- und herlaufen zu lassen.
          • Beim Stoß schlagt ihr den Ball mit der Seite der Figur fest an und versucht ihn dann mit einer Figur derselben Stange wieder unter Kontrolle zu bekommen.
          • Beim Beschleunigen bleibt die Figur lange am Ball, wenn die Seitwärtsbewegung beginnt. Dann kommt die Figur, die den Ball annehmen soll, dem Ball sozusagen “entgegen” und geht die Seitwärtsbewegung ein wenig mit, um den Ball zu entschleunigen. Dann kann die Richtung geändert werden und es geht wieder zurück.
          • Am Anfang sollte das Beschleunigen auch besser langsam geübt werden. Beim Kickern gilt eigentlich fast immer: die Geschwindigkeit kommt von allein, wenn die Technik sitzt.
          Hier erfährst du mehr über Trainingslager in der Jugendherberge
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