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Perfect Match

Ein Tischkicker und eine Jugendherberge gehören zusammen wie ein Karten-Pärchen im Memory-Spiel: ein „Perfect Match“! Aber wie sieht es mit zehn professionellen Kickertischen in einer Jugendherberge aus? Passt auch! Die Deutsche Tischfußball-Jugend hat es ausprobiert. Ein Reisebericht.

5 Kickertipps vom Profi

Julian Wortmann, ehemaliger Spieler der Herren-Nationalmannschaft und Deutscher Meister im Tischfußball, verrät euch seine fünf besten Tipps, wie ihr am Kicker besser werdet. Um die Bewegungsabläufe anschaulicher zu machen, haben wir die Tipps an unserem DJH-Tischkicker für euch in einem Video nachgestellt. Zu den Tipps.

Kickercamp über den Jahreswechsel

„Wir waren zum ersten Mal mit dem Kickercamp in einer Jugendherberge. Es war ein wirklich schöner Aufenthalt, bei dem rundum alles gepasst hat. Wir hatten Glück – nachdem wir lange mit unserem Camp immer an derselben Unterkunft waren, konnten wir endlich einen so tollen Ort finden“, berichtet Sara Rezmann, Vorsitzende der Deutschen Tischfußball-Jugend (DTFJ), begeistert. Die Jugendorganisation des Deutschen Tischfußballbundes hat über Silvester ein Trainingslager in der Jugendherberge Hildesheim durchgeführt – inklusive Profi-Turnier. Insgesamt fand das Camp bereits zum zehnten Mal statt. Vom 28. Dezember bis zum 2. Januar waren 26 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 18 Jahren dabei – begleitet von einem siebenköpfigen Betreuerteam.

„Unser Kickercamp richtet sich an Kinder und Jugendliche aus ganz Deutschland. Daher war es uns wichtig, dass der Veranstaltungsort gut erreichbar ist“, erklärt die 35-jährige. Dieser Anspruch sprach für die JUGENDHERBERGE HILDESHEIM, die zentral in Deutschland liegt. Eine weitere Herausforderung waren die zehn Turnier-Tische, die genügend Platz benötigten. Daher musste ein Raum gefunden werden, der groß genug war, damit sowohl die Tische als auch die Teilnehmenden ausreichend Platz hatten und das Training ohne Einschränkungen möglich war.

Jugendherberge exklusiv

Ein Tisch hat eine Fläche von 0,75 m x 1,5 m. Damit sich die Sportler*innen gut bewegen können, wird eine Fläche von 2 m x 2,5 m pro Tisch benötigt. Der große Gruppenraum in der Jugendherberge Hildesheim erfüllt genau diese Anforderungen. Dort konnten die jeweils 120 Kilogramm schweren Tische von einem darauf spezialisierten Unternehmen aus der Region geliefert, aufgebaut und exakt ausgerichtet werden – damit das Spielfeld auch wirklich waagerecht ist. „Klasse war auch, dass wir die Jugendherberge ganz für uns hatten. Es waren keine weiteren Gäste über den Jahreswechsel da“, freut sich Sara Rezmann, die seit 2017 bei den Kickercamps dabei ist und diese seit 2019 organisiert.

Eine exklusive Jugendherberge also – perfekt für konzentriertes Training ohne Ablenkung. Denn so konnte sich niemand gestört fühlen, während sich die Teilnehmenden intensiv auf ihr Spiel fokussierten.

Das Miteinander fördern

Passen von der Fünfer- zur Dreier-Reihe, Torschüsse und Ballkontrolle – all das trainiert die Augen-Hand-Koordination, die in dieser Sportart besonders wichtig ist. „Tischfußball ist eine Mischung aus Technik und Taktik“, erklärt eine begeisterte Spielerin, die in ihrer Freizeit auch gerne Mountainbike fährt und sich für analoge Fotografie interessiert. „Erst wenn die Spieler*innen die Technik beherrschen, können sie sich auf die taktischen Feinheiten konzentrieren – wie zum Beispiel das Beobachten des Gegners.“ Gespielt wurde Einzel, Doppel oder im Team, wobei die Zusammensetzungen regelmäßig wechselten. So konnten die Teilnehmenden ihre Feinmotorik verbessern und gleichzeitig ihre Konzentration trainieren.

„Im Trainingslager wollen wir aber nicht nur sportliche Fähigkeiten fördern, sondern auch die sozialen Kompetenzen der Spieler*innen stärken. Wie gehe ich zum Beispiel damit um, wenn ich mit vermeintlich Schwächeren im Team spiele? Und wie kann ich meine Emotionen besser kontrollieren?“, erläutert Sara Rezmann. Um das Miteinander zu fördern, standen deshalb auch Teambuilding-Spiele auf dem Programm. „Wir haben Rollenspiele gemacht und gemeinsam einen Zuckerturm sowie eine Murmelbahn gebaut“, erinnert sich die Erziehungswissenschaftlerin.

Großer Dank an das ehrenamtliche Betreuerteam

Ansonsten wurde gekickert, gekickert und nochmal gekickert. „Die sind alle im positiven Sinn kickerverrückt“, lacht Sara Rezmann. „Das Niveau war sehr hoch, denn diesmal waren keine Anfänger*innen dabei. Alle Kinder und Jugendlichen spielen bereits auf professionellem Niveau und sind in der Junioren-Bundesliga aktiv. Außerdem waren auch Nationalspieler Anton Kochhafen sowie drei Spieler aus dem Sichtungskader beim Camp mit dabei“, erzählt Rezmann weiter. Zum Abschluss des Trainingslagers fand ein offizielles Turnier statt, das sogar für die Rangliste gewertet wurde. Bei diesem Wettbewerb konnten auch externe Spieler*innen mitmachen – sogar Teilnehmende aus den Niederlanden reisten gemeinsam mit ihren Eltern an, um dabei zu sein.

„Die Kickercamps sind für uns immer etwas ganz Besonderes, weil wir hier eine tolle Gemeinschaft erleben. Das wurde in diesem Jahr besonders deutlich, weil ein Kind mit einer Beeinträchtigung dabei war“, berichtet die Vorsitzende, die in der Behindertenhilfe arbeitet. „Das Kind wurde sofort akzeptiert und war sehr schnell Teil der Gruppe.“ Ein wichtiger Bestandteil dieser Gemeinschaft ist das Betreuerteam. „Wir sind sehr dankbar, dass uns wieder so ein cooles Team unterstützt hat. Alle Betreuer*innen sind selbst im Verein aktiv, engagieren sich ehrenamtlich und nehmen sich dafür sogar eine Woche Urlaub“, betont sie.

"Wir kommen wieder!"

Das Kickercamp rund um den Jahreswechsel in der Jugendherberge Hildesheim war für alle Beteiligten ein voller Erfolg. „Die Jugendherberge liegt auf einem Berg, ist wirklich wunderschön, und die Räumlichkeiten sind einfach klasse“, schwärmt die Tischfußball-Expertin. „Außerdem war das Herbergsteam unglaublich nett und sehr verständnisvoll. Ich habe mich rundum gut aufgehoben gefühlt!“ Auch das Essen kam gut an – Sara Rezmann ergänzt: „Das war echt klasse. Wir hatten für die Gruppe Vollverpflegung gebucht, und es hat allen geschmeckt.“ Am Silvesterabend stand natürlich das Kickern wieder im Mittelpunkt. Das neue Jahr begrüßten alle gemeinsam draußen auf dem Berg, während sie den Panoramablick über die Stadt und das farbenfrohe Feuerwerk genossen.

Daumen hoch für dieses besondere Trainingslager! Für Sara Rezmann steht fest: „Wir kommen wieder!“

Zu weiteren Gruppenunterkünften
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