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Die Glücksliga bietet behinderten Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, gemeinsam Handball zu spielen. Die Ursprungsidee kommt aus Dänemark. Die ehemalige dänische Handball-Nationalspielerin Rikke Nielsen hat 2017 die „Lykke Liga” für Kinder mit Behinderung ins Leben gerufen. „Eine super Idee!", findet Maria Ravn Jørgensen. Und initiiert 2021 gemeinsam mit Andreas Stolle die Glücksliga in Deutschland. Das Team der ersten Stunde: die Bad Salzuflen Super Kidz, trainiert von Maria und Andreas. Ehrenamtlich. Mittlerweile zählt die Glücksliga bundesweit 37 Teams. Und es werden immer mehr. Einige von ihnen waren beim ersten Glücksliga-Trainingscamp in der JUGENDHERBERGE RHEINE dabei.

Bildergalerie - Eindrücke aus dem Glücksliga-Camp

„Wir müssen die Glücksliga gründen!"

Maria im Interview

Woher kam die Idee zur Glücksliga, Maria? 

Maria: Freunde von uns haben einen Sohn mit Down-Syndrom. Ich habe ihn mal zum Training mitgenommen, damit er sportlich aktiv sein kann. Aber das hat einfach nicht funktioniert. Als ich eine Fernsehsendung über die „Lykke Liga" in Dänemark gesehen habe, wusste ich: sowas bräuchte Maximilian eigentlich. 

Und wie ging es dann weiter?

Maria: Ich habe Kontakt mit Rikke Nielsen aufgenommen und dann dem Vorstand von Handball Bad Salzuflen meinen Plan vorgestellt. Im September 2021 ging es los. Wir sind mit fünf Kindern gestartet, jetzt sind es 36. Und es gab sehr viel Interesse von anderen Vereinen. Da habe ich zu Andreas gesagt: „Wir müssen die Glücksliga in Deutschland gründen!” 

Wie trainiert ihr?

Maria: Der Leistungsgedanke spielt absolut keine Rolle. Wir machen alles, was beim Handball Spaß macht. Von den eineinhalb Stunden Hallenzeit trainieren wir etwa eine Stunde. Wir machen alles in Ruhe. Es darf auch getrödelt werden. Das war für mich eine große Umstellung. Ich komme ja aus dem Leistungssport. 

Für wen ist die Glücksliga gedacht?

Maria: Wenn die Eltern meinen, dass ihr Kind in die Glücksliga gehört, dann gehört es da hin! Wir haben Kinder und Jugendliche zwischen fünf und 20 Jahren mit sehr unterschiedlichen Behinderungen. Bei uns können alle mitmachen.

Was bedeutet dir die Glücksliga?

Maria: Es ist so eine dankbare Aufgabe. Wenn du andere Mannschaften trainierst, bekommst du den Erfolg, aber nicht diese Dankbarkeit. Wenn ich nach dem Training höre: „Tschüss und danke für alles, war toll!” - das freut mich. 

Was wünscht du dir von den Familien-Camps in der Jugendherberge?

Maria: Ich wünsche mir, dass sich die Familien noch stärker untereinander vernetzen und alle zusammen eine tolle Zeit haben!

Zur Person

Maria Ravn Jørgensen liebt den Handballsport. Eine Leidenschaft, die sie auch anderen ermöglichen möchte. Nach dem Abitur wechselt sie für ein Auslandsjahr aus Dänemark zum Handballdrittligisten Bad Salzuflen, wo sie ihren Mann kennenlernt. Aus dem Jahr wird mehr. Mittlerweile lebt die gelernte Erzieherin mit ihrem Mann Veit, Sohn Vitus und Hund Bailey in Bad Salzuflen. Hier spielt sie in der 1. Damenmannschaft und trainiert verschiedene Mannschaften. Ein Team, das ihr besonders am Herzen liegt, sind die Bad Salzuflen Super Kidz. Sie spielen in der Glücksliga, die Maria in Deutschland mitbegründet hat.

Jugendherbergen mit Sporthalle
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