Mitten in den Dünen und freilaufende Schafe zwischen den Häusern – Idylle pur. Die Jugendherberge List - Mövenberg liegt etwas außerhalb von List mitten in den Dünen und war damit genau richtig für unseren Kurztrip als Familie.
Statt Hoteltrubel haben uns Seeluft, viel Platz und jede Menge Natur erwartet. Mit den Fahrrädern wollten wir von der Jugendherberge die schönsten Ecken der nördlichsten Insel Deutschlands erkunden.

Die Jugendherberge List war für uns der ideale Ausgangspunkt und eine äußerst angenehme Heimat auf Zeit. Heike und Helge, die Jugendherbergsleitung, haben sich mit ihrem Team sehr darum gekümmert, dass wir uns von Anfang an wohlgefühlt haben.
Die Zimmer der Jugendherberge sind auf mehrere Häuser verteilt, wodurch das Ganze fast wie eine kleine Ferienanlage wirkt. Besonders praktisch fanden wir die Vollverpflegung. Morgens haben wir uns am Buffet für den Tag gestärkt und anschließend unser Lunchpaket selbst zusammengestellt.
Abends gab es warme Gerichte, Salate und Nachspeisen vom Buffet. Unkomplizierte Familienmahlzeiten, bei denen sich einfach jeder das aussuchen kann, was ihm schmeckt. Und keiner meckert, wenn die Kinder zu laut sind oder mal eine Nudel auf dem Boden landet.
Unser Highlight: der Lister Ellenbogen

Gleich am ersten Tag ging es mit den Fahrrädern auf den Lister Ellenbogen. Der liegt nur wenige Minuten mit dem Rad von der Jugendherberge entfernt. Die Landschaft mit den weißen Stränden, weiten Dünen und den beiden Leuchttürmen hat uns sofort begeistert. Natürlich wollten wir auch zum nördlichsten Punkt Deutschlands.
Für unsere Jungs war allerdings schnell klar: Ganz eindeutig konnte der markierte Punkt nicht sein – der Strand reicht hier doch noch ein Stück weiter nach Norden. Für Gesprächsstoff war also gesorgt. Unser eigentliches Highlight war dann die Wanderung um die Ellenbogenspitze: Weite, weiße Strände, wilde Gezeitenstrudel im Meer, Ausblicke auf die Nachbarinsel Rømø, vorbeifahrende Fähren und Fischkutter und sogar Robben gibt es hier zu entdecken.
Rotes Kliff und Uwe-Düne

Das Rote Kliff zwischen Kampen und Wenningstedt hat uns eine ganz andere Seite von Sylt gezeigt. Steilküste, Dünen, Sand und ordentlich Wind sorgten für echtes Nordseegefühl. Besonders beeindruckt waren wir von der Uwe-Düne. Oben angekommen, lag uns Sylt mit Dünen, Meer und Kampen zu Füßen.
Danach ging es durch die unterschiedlichsten Dünenlandschaften weiter nach Wenningstedt. Die besondere Mischung aus bewachsenen Dünen und fast weißen Sandflächen hat uns richtig gut gefallen.
Braderuper Heide und Morsumer Kliff

Auch die Landschaft rund um Braderup, Keitum und das Morsumer Kliff hatte ihren ganz eigenen Reiz. Ende Juli blühte die Besenheide bereits und hat die Braderuper Heide rosa und lila gefärbt. Keitum mit seinen alten Friesenhäusern und dem ruhigen Dorfcharakter ist sicher eines der schönsten Dörfer der Insel.
Ein echter Hingucker ist im Dorf das Sylt Museum mit seinem ungewöhnlichen Eingang aus den Kieferknochen eines Finnwals. Das Morsumer Kliff mit seinen unterschiedlichen Farben und Sandschichten haben wir bei einem Spaziergang erkundet.
Interessant war der Blick auf das Kliff aus verschiedenen Perspektiven – so konnten wir die unterschiedlichen Farbschichten besonders gut sehen.
Ausflug nach Hörnum

Auch Hörnum und die Südspitze der Insel wollten wir uns nicht entgehen lassen. Die Hörnumer Odde konnten wir bei Ebbe umrunden und erlebten dabei gleich zwei Seiten der Nordsee: ruhiges Watt auf der einen und kräftige Wellen am Weststrand auf der anderen.
Die großen Tetrapoden am Strand waren für die Kinder ein Hingucker, ebenso wie der markante Leuchtturm Hörnum.
Unser Fazit

Sylt hat uns vor allem mit seiner Natur begeistert. Natürlich haben wir auch das schicke Sylt mit noblen Unterkünften, edlen Boutiquen und teuren Autos gesehen. Viel spannender fanden wir aber die andere Seite der Insel: breite Sandstrände, wilde Nordseewellen, ein ruhiges Wattenmeer und beeindruckende Kliffs. Auch in der Hochsaison hat die Insel auf uns nicht überfüllt gewirkt. Wir haben immer ruhige Plätze gefunden – perfekt zum Abschalten und Runterkommen.
Die Jugendherberge List - Mövenberg hat für uns perfekt gepasst. Die Lage mitten in den Dünen ist wunderschön. Und nach unseren Ausflügen auf der Insel war es uns auch in der Jugendherberge nie langweilig, denn hier wird einiges geboten: Auf dem Gelände gibt es einen Spielplatz, Tischtennisplatten, Basketball, Volleyball und einen Bolzplatz.
Im Spielhaus haben Tischkicker, Billard und Airhockey für Unterhaltung gesorgt. Uns hat Sylt mit dieser tollen Familienunterkunft richtig gut gefallen – wir wären gerne noch ein paar Tage geblieben.
Über die Autoren und ihre Familie
Stephanie und Markus Schmidt sind seit vielen Jahren hauptberuflich als Reiseblogger unterwegs. Meistens als Familie mit den beiden Söhnen, immer wieder aber auch alleine oder zu zweit. Die Söhne sind mittlerweile im Teenageralter, aber immer noch gerne mit dabei. Denn die Reisen führen sie in
viele spannende Regionen Europas. In ihrem Blog familienurlaub-info.com berichten sie von ihren Familienurlauben. Dort geht es ihnen darum, ganz besondere Ziele zu entdecken und wirklich empfehlenswerte Erlebnisse mit all jenen zu teilen, denen das gefallen könnte.