Projekt zur Radikalisierungsprävention und Förderung sozialer Kompetenzen am Lernort Jugendherberge
POWER SKILLS @ DJH
In unserem neuen Präventionsprojekt geht es zum einen um die gezielte Vorbeugung von Extremismus und Radikalisierungstendenzen. Zum anderen gilt es, die sozialen Kompetenzen von Jugendlichen zu stärken – insbesondere die sozialen, emotionalen, kognitiven und kommunikativen Kompetenzen – eben die sog. „Power Skills“ (oder auch „Soft Skills“). Insgesamt leisten die Programmangebote auch einen Beitrag zur Förderung demokratischer Werte und einer größeren Bildungsvielfalt.
Zielgruppen
Unsere Workshopangebote an ausgewählten bayerischen Jugendherbergen richten sich an Schüler*innen der Jahrgangsstufen 9 bis 13 (alle Schularten), Studierendengruppen sowie Jugendgruppen im Alter von 14 bis 26 Jahren. Es können nur Schulen und Gruppen aus Bayern an den kostenfreien oder geförderten Workshops teilnehmen.
Lernort Jugendherberge
In einer zunehmend komplexen und polarisierten Welt ist es wichtiger denn je, jungen Menschen Räume zu bieten, in denen sie sich selbst und andere besser verstehen lernen. Am Lernort Jugendherberge stehen diese Räume und Erlebnismöglichkeiten zur Verfügung.
„Stark durch Gemeinschaft“
In unseren Workshop-Programmen geht es darum, soziale Kompetenzen wie Empathie, Konfliktfähigkeit und Teamgeist zu stärken. Gleichzeitig sensibilisieren wir für die Gefahren von Radikalisierung, Diskriminierung und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Dabei setzen wir auf Begegnung, Austausch und Gemeinschaft – denn wer sich zugehörig fühlt, ist weniger anfällig für extremistische Einflüsse.
Im Rahmen eines mehrtägigen Aufenthalts in unseren Jugendherbergen erleben die Teilnehmenden ein pädagogisch begleitetes Programm, das auf Austausch, Empathie und Respekt setzt. Durch interaktive Workshops, Gruppenübungen und gemeinsame Reflexionen lernen die Jugendlichen unter anderem:
- Diskriminierung erkennen und Vorurteile reflektieren
- Soziale Kompetenzen einüben und stärken (z. B. Konfliktfähigkeit, Empathie, Teamgeist)
- Gewaltfreie Kommunikation und Konfliktmanagement fördern
- Extremismusprävention durch Gemeinschaft und Austausch
- Demokratische Werte erlebbar machen
- Resilienz und Selbstwirksamkeit in der Jugendphase
- „Gemeinschaft erleben“ und Teambuilding in der Schulklasse oder Jugendgruppe
Das Programm basiert auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen im Bereich der Radikalisierungsprävention und wird von erfahrenen pädagogischen Fachkräften, Sozialpädagog*innen und Teamtrainer*innen durchgeführt. Es schafft einen sicheren Raum für Persönlichkeitsentwicklung, soziales Lernen und Demokratiebildung.
Bausteine für Schulklassen und Jugendgruppen
Für Schulklassen und Jugendgruppen können folgende Bausteine kostenlos angeboten werden. Individuelle Schwerpunkte werden nach der Buchung zwischen Projektreferent*innen und Lehrkraft abgesprochen. Es stehen viele verschiedene Themen zur Auswahl:
- „Base“ bestehend aus zwei Einheiten á 3-4 Stunden (verteilt auf zwei halbe Tage; z.B. Tag 1 nachmittags und Tag 2 vormittags)
- „Active“ bestehend aus zwei Einheiten – 1x á 3-4 Stunden und 1x á 6 Stunden (verteilt auf zwei Tage; z.B. Tag 1 nachmittags und Tag 2 ganztags)
- „Intense“ bestehend aus einem Komplett-Programm über drei Tage mit 2 Übernachtungen
Dabei arbeiten wir mit vielfältigen Methoden aus der Präventions- und Bildungsarbeit und unterschiedlichen pädagogischen Zugängen – beispielsweise mit Elementen aus der Medienpädagogik, Theaterpädagogik, historischem Lernen und Menschenrechtserziehung sowie Team- und Konflikttrainings.
Ansprechpartner
Unser DJH-Projektteam erreichst Du unter: powerskills.bayern@jugendherberge.de
Fachliche Ansprechpartner: Johanna Ostermeier (Referentin für Radikalisierungsprävention und Sozialkompetenzen) und Markus Achatz (Leiter Bildung und Programme)
Für Buchungen und Anfragen zu den Jugendherbergen steht Dir das Service & Booking Center des DJH-Landesverbandes Bayern zur Verfügung:
E-Mail: service.bayern@jugendherberge.de
+49 (0)89 92 20 98 – 555 (Mo-Fr 8-18 Uhr)
Das Projekt wird gefördert aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales – Bereich Radikalisierungsprävention.



