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Arbeiten in herausfordernden Zeiten

Corona und die damit verbundenen Herausforderungen

Auch das Jahr 2021 war geprägt durch die Corona-Pandemie verbunden mit wirtschaftlichen Einbußen, bedingt durch behördliche Beherbergungs- und Schulklassenverbote sowie einem geänderten Reiseverhalten unserer Gäste.

Die Kurzarbeit blieb auch 2021 ein notwendiges Mittel, um die finanziellen Einbußen abzumildern. Dies brachte erneut auch für unsere Mitarbeitenden eine große emotionale Belastung mit sich. Ein starkes Augenmerk aller Führungskräfte lag darauf, die Mitarbeitenden bestmöglich zu motivieren und das Team auch in dieser schwierigen Zeit zusammen zu halten. Der 2020 an den Start gegangene Übernachtungspass blieb als Instrument der Mitarbeiterbindung sowie des Austausches über den eigenen Standort hinaus. Ebenfalls wurden unter Corona-Bedingungen wieder Teamevents vor Ort in den einzelnen Jugendherbergen organisiert und nach dem Motto „Wir lassen Euch nicht im Regen stehen“ bekamen alle Mitarbeiter im Herbst einen praktischen Knirps-Schirm mit Einkaufstasche.

Trotz der längeren Zeiträume ohne Gäste gab es einen stetigen digitalen Austausch und Mitarbeit in diversen Projekten im DJH Baden-Württemberg, um auf die Corona-Maßnahmen zu reagieren und die Steine für den Re-Start sowie Zukunftsperspektive zu legen.  Dies spricht erneut für die Mentalität der Kolleginnen und Kollegen im DJH Baden-Württemberg, welche unter Beteiligung in den 2020 gestarteten Projektarbeiten und der Zukunftsperspektive parallel die Vorbereitungen für die Wiedereröffnungen der Jugendherbergen unter sich ständig ändernden Corona- und Hygienebedingungen leiteten.

 

Das Organigramm als Fotoalbum der operativen Leitungsebene des DJH BW

Im Zuge des Zukunftsprozesses DJH 2030 hat sich das DJH BW eine neue Organisationsstruktur gegeben. Standortübergreifende Zusammenarbeit und Kommunikation, sowie neue Arbeitsabläufe und Prozesse führten zu veränderten Anforderungen an unsere Führungskräfte. Dabei ist das Zusammenspiel zwischen fachlicher Verantwortung und der Umsetzung in der Fläche für unseren Verband erfolgskritisch.

Unser neues Organigramm bildet alle unsere fachlichen Aufgabenbereiche genauso wie alle unsere Stand- oder Arbeitsorte in ganz BW ab. Damit zeigt sich das DJH BW nicht nur als gemeinsame Einheit, als Team, sondern es bietet auch mit seinem Überblick über die Schnittstellen Orientierung und ist Ausdruck unserer gemeinsamen Leistungsfähigkeit

Job- und Ausbildungsoffensive

Ausbildung

Die Projektgruppe Ausbildungsoffensive wurde 2021 ins Leben gerufen, um die berufliche Erstausbildung im Landesverband zu strukturieren, zu begleiten und zu fördern. Damit soll eine qualitativ hochwertige Berufsausbildung flächendeckend angeboten werden, um somit die langfristige Personalplanung zu unterstützen und unserer sozialen Verantwortung gerecht zu werden. Das Projektteam, bestehend aus verschiedenen Herbergsleitungen, ist dem Geschäftsfeld Mitarbeiter und Werte angesiedelt.

Die Gruppe stellte eine Bedarfsanalyse sowie eine Karte der Berufsbilder für das DJH Baden-Württemberg zusammen und bestimmte die passenden Ausbildungsberufe und Jugendherbergen. 

Operatives Personalmanagement

Bereits im August 2020  startete das  Team OPM - Operatives Personalmanagement. In erster Linie ging es darum, Mitarbeiter aus geschlossenen Jugendherbergen in geöffnete Häuser mit Personalmangel unterzubringen. Hintergrund war, dass durch die Kurzarbeit und die finanzielle Lage nicht, wie bisher üblich, neues Personal eingestellt werden konnte. Im Dezember 2020 wurde dann das Team um die Zielsetzung erweitert, Stellenbeschreibungen zu strukturieren und einem Leitfaden „personelle Engpässe“ zu erstellen.

So wurde ein Prozess zur Besetzung neuer Stellen entwickelt und es entstanden im Jahr 2021 Stellenbeschreibungen für die „gängigen“ Funktionen im Herbergsbetrieb, ein Leitfaden zum personellen Engpass, ein Leitfaden Mitarbeiter Probezeitgespräche inkl. Selbstbeurteilungsbogen sowie Einarbeitungspläne. Zusätzlich wurden verschiedene Webinare für Herbergsleitungen durchgeführt. Zusammen mit dem Geschäftsfeld externe Kommunikation wurde ein Prozess für die Stellenausschreibungen in klassischen Medien, Online-Portalen und auf Social Media entwickelt.

Die Ziele des OPM wurden definiert in: Personalbedarfsplanung von Mitarbeitenden (richtige Anzahl, passende Qualifikation, usw.), Steigerung der Qualität beim On-boarding von Mitarbeitenden, Implementierung neuer Instrumente und Prozesse, Steigerung der Zufriedenheit bei Führungskräften (Sicherheit) und bei Mitarbeitenden (Transparenz), Reduzierung der Personalbeschaffungskosten und der Fluktuation.

 

 

Im stillen Gedenken

Tobias Heilig, Assistent der Hellmut-Waßmer Jugendherberge Lörrach  ( † 8. Mai 2021)

Peter Kube, Herbergsleiter der Jugendherberge Erpfingen ( † 8. November 2021)

Ewa Enders, ehemalige Mitarbeiterin der Geschäftsstelle Karlsruhe  ( †  24. Dezember 2021)

Achim Laube, Mitarbeiter der Jugendherberge Stuttgart International & Neckarpark ( † 29. Dezember 2021)


Geschäftsfeld IT & Digitales

Internet und WLAN-Verfügbarkeit sind in der heutigen Zeit so selbstverständlich wie Telefon und Fernsehen. Die besondere Herausforderung bei den Jugendherbergen in Baden-Württemberg ist die Tatsache, dass die Jugendherbergen oft recht abgelegen in schönen Landschaften liegen. Der Ausbau der Internetverbindungen ist dadurch eine kostenintensive Maßnahme, um moderne Online-Anwendungen, wie z.B. Videokonferenzen und ein zufriedenstellendes WLAN für Gäste bereitzustellen.

Neben der klassischen Aufrüstung mit schnellerem DSL wurden Standorte mit zusätzlichen LTE-Anbindungen versehen. Leider gab es signifikante Verzögerungen mit dem Ausbau bei den Breitbandnetzen über Glasfaser.  Aus diesem Grund wurde unter anderem ein erster Pilotversuch in der Jugendherberge Erpfingen mit  Internet über Satellit gestartet. So ist nun geplant Standorte, an welchen weder ein schnelles DSL, noch LTE oder Glasfaser zur Verfügung stehen, mit Satellitenverbindungen auszustatten.

Inzwischen sind  die Jugendherbergen in der Lage, virtuell mittels MS365 in Video- und Telefonkonferenzen in Projekten zusammenzuarbeiten. Das vernetzte Zusammenarbeiten der Herbergsleitungen war in Corona-Zeiten notwendig geworden, da physische Treffen nur bedingt möglich waren. Die führte zu einem positiven Effekt beim CO2-Fussabdruck, da weniger Reisen einen geringeren Resourcenverbrauch zur Folge hatte. Die Umstellung auf ein virtuelles Arbeiten war am Anfang sicherlich gewöhnungsbedürftig. Gleichwohl wird diese Art der Zusammenarbeit nicht mehr wegzudenken sein.

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