Für die Zertifizierung durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) erfüllte die Jugendherberge Wunsiedel zahlreiche Kriterien mit Erfolg. Dafür überreicht der Präsident des Landesverbandes Bayern im Deutschen Jugendherbergswerk (DJH), Gerhard Koller, am Mittwoch, 17. März, den Herbergseltern Gisela und Wilhelm Dittrich die Urkunde.
Um zertifiziert zu werden, absolvierten die Herbergseltern und ein Programmbetreuer spezielle Schulungen. Ein Entspannungsraum und eine Gästeküche wurden geschaffen und auch das Ambiente im Haus wurde umgestaltet. Mehr Licht, mehr Farben, mehr Pflanzen – die Teilnehmer an GUT DRAUF-Programmen sollen sich entspannen können. Das ist neben den Bereichen Ernährung und Bewegung ein zentraler Bestandteil des Profils, das sich hauptsächlich an Kinder und Jugendliche richtet.
Die drei Punkte spiegeln sich in den eigens entwickelten Programmangeboten wieder. In Wunsiedel sogar im Winter – das ist einmal in Bayern. Während Herbergsvater Wilhelm Dittrich den Jugendlichen das Langlaufen zeigt, bereitet seine Frau Gisela gesunde Kost vor – zuerst für die "Feldküche" direkt an der Loipe, später für das Abendessen. Auf dem Speiseplan stehen viel Obst und Gemüse. "In einer kleinen Küche mit dreimal zwei Platten können die Kindern selbst kochen und lernen so, wie man sich gesund ernährt", erzählt Gisela Dittrich. Sie kümmert sich auch um das Material für die Stunden im Entspannungsraum. Das Zimmer ist mit Lümmelsäcken, Lederpolstern, bunten Teppichen, einer Stereoanlage und verschiedenen Beleuchtungsvariationen ausgestattet und bietet Platz für 10 Personen.
Je nach Interesse können sich die Schulen von den Dittrichs ein Programm zusammenstellen lassen. Sie nutzen dabei die zahlreichen Möglichkeiten, die das Außengelände der Jugendherberge bietet – sei es den Wald für einen Fackelwanderung oder den Hang hinter dem Haus zum Schlittenfahren. Sollte es einmal regnen, ist auch das kein Problem. Ein Zirkusprojekt oder der Besuch eines Falkners bescheren abwechslungsreiche Aufenthalte. "GUT DRAUF bedeutet, den Kindern den Rücken zu stärken"“, findet Herbergsmutter Gisela Dittrich, "und das mit allen Sinnen."
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