80 Jahre Landesverband Bayern im Deutschen Jugendherbergswerk
Zeittafel
1909 Offizielles Geburtsjahr der Jugendherbergsidee, entwickelt durch den Lehrer Richard Schirrmann zusammen mit dem Fabrikanten Wilhelm Münker (Vorläufer: Schüler- und Studentenjugendherbergen durch Guido Rotter)
1913 Gründung des “Ortsausschusses München für Jugendalpenwandern” des Deutschen- und Österreichischen Alpenvereins auf Initiative des Gymnasiallehrers Ernst Enzensperger (Gründer: drei Alpenvereinssektionen, zwei Lehrervereine, fünf Turnvereine)
1919 Offizielle Gründung des Hauptausschusses für Deutsche Jugendherbergen, später in Reichsverband umbenannt
1920 Gründung des Zweigausschusses Nordbayern und des Zweigausschusses Rheinpfalz
1923 Gründung eines Zweigausschusses Unterfranken
1924 Gründung und Aufnahme des Zweigausschusses Südbayern (Ortsausschuss München) in den Hauptverband;
Bau der ersten verbandseigenen Jugendherberge durch den Ortsausschuss München in Jägersbrunn
19.12.1926 Zusammenschluss der vier bayerischen Zweigausschüsse zum Landesverband Bayern für Jugendwandern und Jugendherbergen (Zweigausschuss Bayern im Reichsverband der Deutschen Jugendherbergen); Vorsitzender: Ernst Enzensperger; Fertigstellung der ersten Großstadtjugendherberge in München (Einweihung 1927)
1927 Umbenennung der Zweigausschüsse in Gaue
1933 Rücktritt des Vorstandes und Übernahme der Verbandsführung durch die Hitlerjugend
1936 Zerschlagung des Landesverbandes Bayern in vier Gaue: Gau Hochland (Oberbayern und Schwaben), Gau Ostmark (Niederbayern und Oberpfalz), Gau Franken, Gau Saarpfalz
1945 Zusammenbruch der staatlichen und gesellschaftlichen Strukturen – Plünderungen der meisten Jugendherbergen als vermeintliches NS-Eigentum – Beschlagnahme durch das neue Amt für Vermögensverwaltung – Nutzung als Flüchtlingsunterkünfte
1946 Ernst Enzensperger wird vom Kultusministerium zum Beauftragten für Jugendherbergen berufen und leitet die Gründung des Bayerischen Jugendkomitees (ab 1947 Bayerischer Jugendring);
Neugründung des Landesverbandes Bayern für Jugendwandern und Jugendherbergen im Sitzungssaal des Münchner Rathauses (Vorsitzender. Ernst Enzensperger; stellv. Vorsitzende: Loni Burger und Dr. Anton Graßl)
1947 Protestmarsch des Bayerischen Jugendrings vor den Bayerischen Landtag zur Herausgabe aller noch beschlagnahmter Jugendherbergen – Beginn des Wiederaufbaus
1949 Dr. Anton Graßl Vorsitzender des Landesverbandes; Ernst Enzensperger Ehrenvorsitzender
Einrichtung der ersten drei Naturstudienplätze (Spielmannsau, Waldhäuser, Eichstätt)
1960 Verwaltungsausschuss spricht sich für Aufnahme wandernder Familien in bayerische Jugendherbergen aus
1961 Einrichtung der ersten Himmelsbeobachtungsstation bei der Jugendherberge Passau
1962 Wahl von Dr. Anton Graßl zum Präsidenten der International Youth Hostel Federation (IYHF)
1971 124 Jugendherbergen in Bayern mit knapp 1,5 Mio. Übernachtungen;
Verabschiedung einer neuen Satzung
1974 Jugendprogramm der Bayerischen Staatsregierung;
Wechsel in der Geschäftsführung: Wilfried Holterman löst Karl Weber (seit 1950) ab; Eröffnung des “Jugendgästehauses” in München-Thalkirchen
1975 Ernst Enzensperger stirbt am 5. März im 98. Lebensjahr
1976 Erstmalige Verleihung des Ernst- Enzensperger-Preises (Preisträger R. Mair);
Auszug des Bayerischen Jugendrings aus der bis dahin gemeinsam genutzten Geschäftsstelle in der Mauerkircherstraße
1980 Hauptversammlung verabschiedet “Bildungskonzept” des Landesverbandes
1981 Übernachtungsrekord: über 1,7 Mio. bei 107 Jugendherbergen
1982 Otto Wirthensohn zum Präsidenten der IYHF gewählt
1983 Wahl von Otto Wirthensohn zum Vorsitzenden des Landesverbandes;
Dr. Anton Graßl Ehrenvorsitzender
1984 IYHF-Konferenz in Garmisch-Partenkirchen
1985 Der Landesverband Bayern beschließt “Richtlinien für Umweltschutz und Umwelterziehung”
1988 Erster Umweltstudienplatz in der Jugendherberge Prien; im gleichen Jahr Jugendherberge Benediktbeuern; Hauptversammlung verabschiedet “Grundsätze und Perspektiven für die Arbeit des Landesverbandes Bayern”
1990 Dr. Anton Graßl stirbt am 16. Mai im Alter von 81 Jahren;
DJH-Mitgliederversammlung in Würzburg: Aufnahme der Landesverbände der neuen Bundesländer in den DJH-Hauptverband; Partnerschaft zwischen Lvb Bayern und Lvb Sachsen
1994 Friedrich Muth wird zum Präsidenten der IYHF gewählt
1996 Eröffnung des ersten Kulturstudienplatzes in der Jugendherberge Regensburg
1998 Landesverband übernimmt Betriebsträgerschaft des neu gebauten Jugendgästehauses Dachau
2000 Hauptversammlung beschließt auf einer außerordentlichen Sitzung eine “Netzplanung” zur Steuerung der Investitionsausgaben
2001 75 Jahre Lvb Bayern: Festakt mit Staatsempfang in der Münchner Residenz; Festredner: Dr. Walter Dieck
2003 Verabschiedung einer neuen Satzung mit veränderten Verbandsstrukturen; Organe des Verbandes: Hauptversammlung, Präsidium, hauptamtlicher Vorstand (W. Holterman, M. Gößl)
2006 80 Jahre Landesverband Bayern; Festveranstaltung in der Jugendherberge Garmisch-Partenkirchen in Verbindung mit der Hauptversammlung
erstellt im Juni 2006
Deutsches Jugendherbergswerk, Landesverband Bayern e.V.
Mauerkircherstr. 5, 81679 München
Tel. 089/92 20 98-0, Fax 089/92 20 98-40