Museumspädagogik auf der Festung - Bausteine für Gruppen
Die Festung Marienberg überragt Würzburg und thront oberhalb der Jugendherberge.
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Na, gut gerüstet? Na, gut gerüstet?
Kostümprobe Kostümprobe
"Mauern, Türme, Tore" - die Festung Marienberg
Bei einem Rundgang über die Festung schauen wir uns zuerst den Burggraben mit den Mauern, Türmen und dem tiefen Graben der mittelalterlichen Burganlage an und erzählen von den geschichtlichen Ereignissen, die sich dort abgespielt haben. Die Gründe für Erweiterung der Befestigung lassen sich an der sog. „Echter-Bastei“ aufzeigen, die ab 1600 entstanden ist, aber dem Angriff der Schweden 1631 nicht standhalten konnte.
Zur weiteren Erkundung der Festung gehören auch die Pferdeschwemme, die Marienkirche und der tiefe Brunnen (104 m). Der Bergfried mit seinem „Lochgefängnis“, das betreten werden kann und dessen Haftbedingungen sich erahnen lassen, macht schwer Eindruck auf die Kinder. Im Sommer bietet sich noch ein Abstecher in den Fürstengarten an, der einen herlichen Ausblick auf die Stadt Würzburg bietet.
Dauer: 1 Stunde Parallele Führungen möglich. Je nach Wetter bitte auf geeignete Kleidung achten!
„Gut gerüstet“ - Ritter und ihre Waffen
Die originalen Ritterrüstungen faszinieren kleine und große Kinder zu jeder Zeit. Kettenhemd, Plattenpanzer, Helme und Schwerter lassen zahlreiche Fragen aufkommen: Wie aufwändig und teuer war die Herstellung? Wer konnte Ritter sein? Wie schwer ist eine Rüstung und welche Probleme bringt das mit sich? Wieviel kann man sehen? Wie sich bewegen? Welche Waffen führte ein Reiter zu Pferd mit sich? Höhepunkt und Abschluss der Führung ist das Einkleiden eines Kindes mit Teilen einer nachgefertigten Rüstung. Von älteren und größeren Schülern kann auch ein kompletter Harnisch ausprobiert werden.
Dauer: 1/2 bis 3/4 Stunde.
"Bürger und Bildhauer zu Würzburg " - Tilman Riemenschneider
Es geht um Leben und Werk des großen Würzburger Künstlers. Sein Werdegang wird nachvollzogen und durch Kostüme nach Originalobjekten im Museum lebendig gemacht. Ein weiterer Schwerpunkt liegt bei den Arbeitsmethoden und Ausführung seiner Werke. Das Modell einer Bildschnitzer- und Malerwerkstatt im Puppenstubenformat dient hierbei als Anschauung. Werkzeuge und Materialien zum Herumzeigen wie Klüpfel, Stech- und Hohleisen, Meisel oder eine geschnitzte Locke vermitteln die Schwierigkeiten und den Aufwand seiner Arbeit mit Holz und Stein.
Anschließend folgt eine ausführliche und intensive Betrachtung einzelner Bildwerke. Berühmte Kunstwerke wie die trauernde Madonna von Acholzhausen oder Adam und Eva von der Marienkapelle stehen im Mittelpunkt. Spannende Entdeckungsgeschichten gibt es dabei zu berichten!
Der Vergleich zu Werken von Gesellen oder dem Umkreis macht die Qualität und die Besonderheiten Riemenschneiders deutlich. Seine Grabplatte erzählt vom stillen Ende des Meisters.
Dauer: 2 Stunden
„Glanz und Pracht“ - Würzburgs Leben in der Barockzeit
Vor einer Auswahl von Exponaten stellen wir die Frage, was barocke Kunst charakterisiert? Wir beleuchten verschiedene Aspekte des Absolutismus: das Leben am Hof der Würzburger Fürstbischöfe, das Speisen und das Zeremoniell, die Bautätigkeit Balthasar Neumanns, die Herstellung von Porzellan oder die Stadtbaukunst. Im Zusammenhang mit dem barocken Alltagsleben interessieren die Perücken und die Kleidung, das Parfümieren und Pudern, die Schule und Erziehung der Kinder. Schließlich schlüpfen zwei der Schüler in ein höfisches Kostüm und alle tanzen ein Menuett zu Barockmusik.
Weitere Themen
- "Vom Bischofshut zur Sternenform" - Wie sich Würzburgs Stadtbild entwickelt hat

- "Kindheit im Mittelalter" - Alltagsleben um 1500 in Würzburg (Kostüme)

- "Ziffer, Zeiger, Zahnrad" - Uhren und Jahreszeiten (Nachbau einer Räderuhr, u.a.)

- "Wie im Märchen" - Ein edles Fräulein erzählt (mit Kostümprobe)

- "Krank sein und gesund werden früher" - Rund um die alte Apotheke (Ausprobieren eines Mörsers, Herstellung einer Kräutertee-Mischung)

Preise pro Baustein: ab 50 €, je nach Größe der Gruppe und Dauer der Führung