Beim Klettern kann man sich selbst erfahren und seine Grenzen ausprobieren

Balanceakte

Der Kick in der Höhe

Hoch hinaus: Faszination Klettergarten

Jugendherbergen bieten den besonderen Kick in der Höhe

Gut gesichert geht es in die Höhe. Zahlreiche Jugendherbergen dienen als Basisstation für Klettergärten. Selbsterfahrung, Teamentwicklung und Vertrauensbildung stehen dabei im Vordergrund.

Einmal die eigenen Grenzen ausloten, den Adrenalinspiegel in die Höhe jagen und ein Stück über sich selbst hinauswachsen – Erlebnisse dieser Art sind beim Besuch eines Klettergartens quasi inklusive. Der Balanceakt mehrere Meter über dem Boden verspricht jedenfalls manche Herausforderung. Dabei kommen – je nach Schwierigkeitsgrad – sowohl Anfänger als auch versierte Kletterprofis auf ihre Kosten. Die Sicherheit steht dabei natürlich immer an erster Stelle.

Wer weite Anfahrten vermeiden und die Zeit lieber in schwindelnder Höhe verbringen möchte, ist gleich in einer Reihe von Jugendherbergen bestens aufgehoben. Diese befinden sich in direkter Nachbarschaft zu Kletterparks oder verfügen gar über eine eigene Anlage.

Kletterspaß vor der Haustür

Kletterparks sorgen immer für Herausforderungen - ob bei Anfängern oder bei KletterprofisDer Kletterpark in Verden an der Aller zum Beispiel liegt direkt auf dem Gelände der Jugendherberge. Sechs Parcours mit unterschiedlichen Höhen und Schwierigkeitsstufen stehen zur Verfügung. Die Bandbreite reicht vom Kinder- bis zum neuen schwarzen Parcours, derselbst Könner an ihre Grenzen bringt. Aber: Für die Sicherheit ist gesorgt und das sogar rundherum. Dank des sogenannten Expoglider-Sicherungssystems sind die Kletterer die ganze Zeit über mit einem Sicherungsstahlseil verbunden.

Weitere Informationen gibt es bei der Jugendherberge Verden und unter www.kletterpark-verden.de.

Eigene Anlage

Weiter südlich in Baden-Württemberg wartet die Jugendherberge Bonndorf sogar mit einem eigenen Hochseilgarten auf. Er umfasst insgesamt 14 Elemente, die sich in einer Höhe zwischen sieben und zehn Metern befinden. Ob Seilrutsche, Himmelsleiter oder Kletternetz – die kletterfreudigen Besucher brauchen hier auf nichts zu verzichten. Hinzu kommen einige Bodenelemente.

Es geht aber weniger um Krafteinsatz und Fitness im Vordergrund als vielmehr um Teamgeist und Selbstvertrauen. Die Jugendherberge arbeitet daher auch mit einem externen Anbieter, dem eingetragenen Verein "Outside", zusammen.

Weitere Informationen gibt es bei der Jugendherberge Bonndorf.

Hamburgs erster

Ob Hochseilgarten in der Stadt oder auf dem Land: Eine Jugendherberge ist immer in der NäheNatürlich lohnt sich auch ein Besuch externer Kletteranlagen. Niagara-Trail, Amazonas-Parcours, Borneo-Spezial, Nanga-Parbat, Mount-Everest-Nordroute – was sich anhört wie die Stationen aus dem Leben eines Abenteuerreisenden sind in Wirklichkeit die Namen der Parcours mit denen zum Beispiel der Kletterwald Hamburg aufwartet. Er ist der erste Hochseilgarten in der Hansestadt und bequem mit der U-Bahn zu erreichen und bietet Abwechslung zum Trubel der Metropole.

Weitere Informationen gibt es bei der Jugendherberge Hamburg "Horner Rennbahn" und unter www.kletterwald-hamburg.com.

Deutschlands größter

Mit einer Gesamtlänge von 1,5 Kilometern und 150 unterschiedlichen Kletterelementen zählt der AbenteuerPark Potsdam zu größten Kletterwäldern in Deutschland. Zehn Parcours gilt es zu erklimmen. Ab einer Kletterhöhe von 16 Metern sorgt schließlich die 200 Meter lange Seilrutsche für eine rasante Abfahrt. Ein umlaufendes Sicherungssystem sorgt auch hier für eine sichere Rückkehr zum Boden. Und wen der Mut vielleicht dann doch verlassen hat, der kann dem Treiben in den Baumwipfeln vom Waldbistro aus zuschauen.

Weitere Informationen gibt es bei der Jugendherberge Potsdam – Haus der Jugend und unter www.abenteuerpark.de.

Teamwork gefragt

Um von Baum zu Baum zu gelangen, ist Teamwork angesagt.Am Steinhuder Meer in Niedersachsen kommen auch Klettermaxe auf ihre Kosten. Der SeaTree Abenteuerpark direkt am Nordufer des Sees liegt in unmittelbarer Nachbarschaft der Jugendherberge Mardorf. 27 Kletterstationen in drei Schwierigkeitsstufen wollen dort bezwungen werden.

Weitere Informationen gibt es bei der Jugendherberge Mardorf und unter www.seatree.de.

Die Zwei

Um von Baum zu Baum zu gelangen, ist Teamwork angesagt. Das gilt auch im TreeRock Abenteuerpark Hochsolling im Weserbergland. Dort gibt es unter anderem sogar gleich zwei eigene Teamparcours, die Schulklassen, Jugendgruppen aber auch etwa für Betriebsausflüge zur Verfügung stehen.

Weitere Informationen gibt es bei der Jugendherberge Holzminden oder unter www.treerock.de.

Frei schwebend

Nur Fliegen ist schöner. Dem Traum, frei durch die Lüfte zu schweben, können Besucher der Erlebniswelt Steinzeichen in Rinteln zumindest etwas näher kommen. Innerhalb der Erlebniswelt gilt der Air Trail Park eine der spektakulärsten sogenannten Flying-Fox-Anlagen in Deutschland. Per Seilrutsche geht es dabei bergab von Plattform zu Plattform. Insgesamt gilt es, eine Strecke von über 500 Metern zu überwinden. Da heißt es tief durchatmen und genießen. Wer es nicht ganz so mit der Höhe hat, aber dennoch seinen Gleichgewichtssinn testen möchte, ist sicherlich im Niedrigseilgarten der Erlebniswelt gut aufgehoben.

Weitere Informationen gibt es bei der Jugendherberge Rinteln, der Jugendherberge Petershagen sowie der Jugendherberge Porta Westfalica und unter www.steinzeichen.de.

Auf Tarzans Spuren

Per Seilrutsche geht es von Baum zu BaumIm Waldhochseilgarten Abenteuerpark Moritzburg bei Dresden ist das Tarzan-Feeling nahezu perfekt. Zwar hangelt man sich dort nicht per Liane von Baum zu Baum, doch dafür liegt der Kletterwald im Wildgehege Moritzburg. Die Kletterer bewegen sich also in direkter Nachbarschaft zu den Tieren des Geheges – darunter Wölfe, Elche, Waschbären, Luchse und viele mehr –, die vielleicht nicht immer zu sehen aber mitunter zu hören sind. Eine tolle Kulisse für einen gelungenen Kletterausflug, zumal die sieben Parcours den natürlichen Gegebenheiten des Buchen- und Eichenwaldes angepasst sind. In Höhen von bis zu 13 Metern geht es von Baum zu Baum. Seilrutschen, Holzstege, Schaukeln und weitere Hindernisse sorgen dabei für den richtigen Nervenkitzel.

Weitere Informationen gibt es bei der Jugendherberge Dresden-Radebeul und unter www.abenteuerpark-moritzburg.de.

Über dem Wasser

Einen besonderen Kick hält der Kletterwald Thale im Bodetal im Harz für seine Besucher bereit. Zwei der insgesamt sieben Parcours führen über einen Nebenarm des Flusses Bode. Es geht dort also hoch hinaus, zwischen fünf und sieben Meter, und zudem über das Wasser. Damit nicht genug, erwarten die Besucher mehr als hundert Kletterelemente und der Rote Parcours mit seiner Seilbahn. In zehn Metern Höhe kann man dort über eine Strecke von 80 Metern durch die Luft sausen.

Weitere Informationen gibt es bei der Jugendherberge Thale und unter www.kletterwald-thale.de.

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