
Würstchen grillen gegen Leukämie
Die Jugendherbergen unterstützen Spendenaktion zugunsten der Stefan-Morsch-Stiftung - Jubiläums-Radtour vom 7. bis 17. Juni 2009
Unterwegs für an Leukämie erkrankte Kinder: Mit Unterstützung der Jugendherbergen macht sich Dieter Engbersen aus Coesfeld auf eine Radtour quer durch Deutschland. Über Hameln, Berlin, Halle, Nürnberg und Bad Homburg geht die Rundreise des sportlichen Westfalen. Insgesamt 1.467 Kilometer in elf Tagen legt Engbersen dabei zurück. Und jeden Abend wartet auf ihn und sein Rennrad eine der deutschlandweit rund 550 Jugendherbergen, die bei Radfahrerinnen und Radfahrern immer beliebter werden. An ausgewählten Etappenorten holt Dieter Engbersen dabei auch die Grillzange aus der Satteltasche: Jeweils 100 Würstchen grillt der Coesfelder dann aus Anlass des 100-jährigen Jubiläums der Idee der Jugendherbergen. Gleichzeitig bittet er um eine kleine Spende zugunsten der Stefan-Morsch-Stiftung, die sich seit knapp 25 Jahren um die Vermittlung von Knochenmarkspendern für Leukämiekranke bemüht.
Die Etappen im Überblick:
Sonntag | 07.06.2009: | Hameln |
Montag | 08.06.2009: | Magdeburg |
Dienstag | 09.06.2009: | Berlin - Am Wannsee |
Mittwoch | 10.06.2009: | Halle |
Donnerstag | 11.06.2009: | Wirsberg |
Freitag | 12.06.2009: | Nürnberg |
Samstag | 13.06.2009: | Wertheim |
Sonntag | 14.06.2009: | Bad Homburg |
Montag | 15.06.2009: | Biedenkopf |
Dienstag | 16.06.2009: | Soest |
Mittwoch | 17.06.2009: | Coesfeld |
Hier schreibt Dieter Engbergsen aktuell sein Reisetagebuch:
Sonntag, 14. Juni 2009:
8.Etappe mit dem Zug nach Bad Homburg. Bei tollem Wetter auf dem Bahnhof zu stehen und nicht zu radeln, tun schon weh. Die Züge waren voll und die Fahrradmitnahme war nur sehr begrenzt möglich. Pünktlich um 14:30 Uhr kam ich in der Jugendherberge in Bad Homburg an. Der Herbergsleiter, Herr Reinhard Janz hatte Kaffee und Kuchen angedacht anstatt zu grillen. Die Tagungsgäste waren in der Pause begeistert von diesem Angebot und spendeten auch für die Stefan-Morsch Stiftung. Herr Marco Babilon und sein Team hatten alles super vorbereitet und ich brauchte nur noch bei der Ausgabe von Kaffee und Kuchen helfen. Für Montagmorgen habe ich die Hoffnung, in einer Fachwerkstatt mein Rad zu reparieren und weiter zu radeln.
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Samstag, 13. Juni 2009:
7. Etappe nach Wertmeim, 182 Km, 1034 Höhenmeter, 8 Std. Fahrzeit. Schönstes Radfahrwetter, nur Sonne mit leichtem Gegenwind. Von Nürnberg nach Rothenburg ob der Tauber etwas wellig. Dann entlang der Tauber bis Wertheim. Das Tal der Tauber ist einfach schön und es rollte sehr gut. Bis 7 km vor Wertheim. Speichenbruch im Hinterrad. Ich rief bei Frau Siegmund in der Jugendherberge an und sie schickte mir den "Zivi" Jens, der mich mit dem PKW abholte damit ich auch um 19:00 Uhr wie geplant am Grill stehen konnte. Frau Siegmund, die Herbergsmutter, hatte alles sehr gut vorbereitet, aber die Nachfrage nach den Damhus-Grillwürstchen war beischeiden - weil die Gäste zum Stadtfest in den Ort gingen. Für den Sonntagmorgen hatte Frau Siegmund mir sogar die Zugverbindung nach Bad Homburg ausgedruckt.
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Freitag, 12. Juni 2009:
6. Etappe nach Nürnberg, 184 km, 1084 Höhenmeter, 7 Std., eine „Flachetappe“. Bis Pottenstein in der fränkischen Schweiz bin ich nur wunderschöne Nebenstraßen hoch und runter gefahren. Vormittags teilweise heftige Regenschauer mit Wind von vorn – wie immer. Dann die B470, entlang des Flusses Wiesent mit Kanufahrern und einem idyllischen Blick auf die Schluchten. Ab Forchheim fuhr ich über Erlangen nach Nürnberg. Am Abend gab es ein Feierabendbier im Burggraben der Nürnberger Altstadt. Mit meiner Tochter und ihrem Freund, die in Nürnberg wohnen, schlenderten wir über das 12. fränkische Bierfest mit 60 verschiedenen Biersorten. Unmöglich, alle zu probieren.
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Donnerstag, 11. Juni 2009:
5. Etappe nach Wirsberg – Königsetappe mit 284 Höhenmetern. Höchster Punkt war in der Nähe von Hof mit 656 m über NN. Die Strecke war zu lang. 218 km in 13 Stunden sind bei diesem Wetter nicht schön. Mehr Sturm als Wind in Kombination mit viel Regen. Obwohl ich erst um 21:00 Uhr in der Jugendherberge ankam, bekam ich von Frau Köppel noch ein leckeres Abendessen gereicht. Die Jugendherberge ist sehr modern und lässt keine Wünsche offen.
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Mittwoch, 10. Juni 2009:
4. Etappe nach Halle, 175 km, 740 Höhenmeter, 10 Std. Fahrt, sehr viel Gegenwind und ohne Regen. Die B2 von Berlin Richtung Süden ist eine schöne Allee. 30 m neben der Straße verläuft ein nagelneuer Radweg – eine Fahrt wie durch den Wald. Nur der heftige Gegenwind war sehr anstrengend. Dafür hat der Wind auch die Wolken weggeschoben und es war sehr sonnig. Bis nach Halle waren es ca. 10 km Kopfsteinpflaster auf den Nebenstraßen. Die Jugendherberge bei diesem Ziel war in einer schönen, alten Stadtvilla und ist in sehr guten Zustand. Der Herbergsvater war sehr freundlich und fand es schade, das er keinen Grillplatz anbieten konnten, da sich die Herberge im Zentrum der Stadt befindet.
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Dienstag, 9. Juni 2009:
3. Etappe nach Berlin-Wannsee. Leichter Regen, Wind von vorn, 170 km, aber nur 460 Höhenmeter. Die Route führte über kleine Nebenstraßen durch viel Natur. Einen Umweg von ca. 20 km musste ich machen, weil der Weg durch den Truppenübungsplatz gesperrt war. In den zahlreichen kleine Dörfern, die ich durchfuhr, gabe es weder einen Bäcker noch einen Lebensmittelladen.
Erst nach 70 km bekam ich mein 2. Frühstück.
In der Jugendherberge in Berlin-Wannsee angekommen war alles perfekt vorbereitet. Frau Jenny Busch und Ihr Team hatte das Grillen angekündigt und die Würstchen gingen weg wie warme Semmeln. Mein Sohn Dirk und ich hatte alle Hände voll zu tun bis um 21:00 Uhr Uhr das letzte Würstchen vom Rost war. Diese Jugendherberge liegt besonders schön am Wannsee und es sind nur 10 Min. zu Fuß bis zu S-Bahn, um Berlin zu erkunden.
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Montag, 8. Juni 2009:
2. Etappe nach Magdeburg. Der Tag fing gut an. Kein Regen, ab 10:00 Uhr Sonne und Rückenwind. Es lief sehr gut bis Kilometer 60. Speichenbruch im Vorderrad bei voller Fahrt. Kein Sturz nur eine große "8" in der Felge, ich konnte das Rad nur noch schieben, 6 km bis Hildesheim. In zwei sehr guten 2-Rad-Läden war keine Spezialspeiche für mein Vorderrad zu bekommen. Mein Händler aus Coesfeld hat die Informatiom vom Felgenhersteller Mavic bekommen, dass in Magdeburg der 2-Rad-Laden "Outbike" Spezialspeichen im Lager hat. Also mit dem Zug nach Magdeburg.
Leider waren die Speichen nicht richtig. Nach vielem Hin und Her habe ich ein neues Laufrad gekauft und das alte mit gebrochener Speiche wird mir nach Coesfeld geschickt. Gegen 19:00 Uhr konnte ich dann die Fahrt fortsetzen. In der Jugendherberge in Magdeburg konnte ich nicht mehr schlafen, aber in einem Vorort habe ich gegen 21:00 Uhr noch ein Quatier bekommen, somit ging der Tag doch noch gut zu Ende.
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Sonntag, 7. Juni 2009:
1. Etappe von Coesfeld nach Hameln. 198 km, 9 Std. Fahrzeit, 660 Höhenmeter. Wenig Regen und Wind, keine Sonne um 10:00 Uhr. Die Fahrt verlief ohne besondere Vorkommnisse. Vom Herbergsleiter, Herrn Bischoff herzlich empfangen, aber bis auf eine Familie waren keine weitere Gäste in der Jugendherberge. Daher blieb der Grill an diesem regnerischen Abend aus und die Damhus-Würstchen werden am 21.06. (dem Niedersachsen-Tag) gegrillt und der Erlös dann überwiesen. Hier in der Jugendherberge ist alles sehr hell und sauber mit Blick auf die Weser. Der Regen wurde in der Nacht heftiger aber zum Frühstück war es schon trocken aber recht frisch.
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