Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Die Gründung


Das Gesetz zur Errichtung der rechtsfähigen Stiftung bürgerlichen Rechts wurde im breiten politischen Konsens am 18.7.1990 erlassen. Die Geschäftsstelle in Osnabrück arbeitet seit dem 1.3.1991.

Die Finanzierung


Das Stiftungskapital (des Bundes) stammt aus dem Privatisierungserlös der Salzgitter AG: damals rund 1,28 Milliarden Euro, heute über 1,6 Milliarden Euro. Die Erträge aus dem Vermögen stehen für Förderaufgaben zur Verfügung. Die DBU ist eine der größten Stiftungen Deutschlands, in Sachen Umwelt die größte der Welt.

Gesetzlicher Vertreter


Das Kuratorium aus 14 Mitgliedern, von der Bundesregierung berufen, ist gesetzlicher Vertreter der DBU. In ihm sitzen Bundes- und Landespolitiker und Repräsentanten anderer gesellschaftlich relevanter Gruppen. Kuratoriums-Vorsitzender: Hubert Weinzierl; Generalsekretär: Dr. Fritz Brickwedde.

Aufgabe


Neun Förderbereiche:


Umwelttechnik


  • Förderbereich 1: Umwelt- und gesundheitsfreundliche Verfahren und Produkte
  • Förderbereich 2: Klimaschutz und Energie 
  • Förderbereich 3: Architektur und Bauwesen

Umweltforschung und Naturschutz


  • Förderbereich 4: Angewandte Umweltforschung
  • Förderbereich 5: Umweltgerechte Landnutzung
  • Förderbereich 6: Naturschutz

Umweltkommunikation und Kulturgüterschutz


  • Förderbereich 7: Umweltinformationsvermittlung
  • Förderbereich 8: Umweltbildung
  • Förderbereich 9: Umwelt und Kulturgüter
Jährliche Vergabe des Deutschen Umweltpreises, höchstdotierter Umweltpreis Europas (500.000 Euro).

Tätigkeit


Die DBU fördert die Kreativität kleiner und mittlerer Unternehmen bei der praktischen Lösung von Umweltproblemen und gibt Anreiz für ökologische Innovationen in diesen Betrieben (modellhaft, umweltentlastend, innovativ). Sie setzt durch die Förderung umwelt- und gesundheitsfreundlicher Produkte und Produktionsverfahren auf einen vorbeugenden und integrierten Umweltschutz und mindert das Einstiegsrisiko für Unternehmen in umweltschonendere Produktionstechniken. Sie fördert, was die Umwelt direkt und praktisch schützt. Sie unterstützt den Austausch von Wissen über die Umwelt zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und anderen öffentlichen oder privaten Stellen. Modellhaft werden auch national wertvolle Kulturgüter im Hinblick auf schädliche Umwelteinflüsse bewahrt und gesichert. Sie fördert Naturschutzvorhaben, die Lebensräume oder wildlebende Arten schützen sowie einer natürlichen, standortspezifischen Vielfalt und einer nachhaltigen Nutzung von Arten und Ökosystemen dienen.

Statistisches


Seit der Gründung wurden 6.200 Projekte mit einer Fördersumme von über 1,1 Milliarden Euro bewilligt, davon rund 40 Prozent in den ostdeutschen Bundesländern.

Kooperatonsprojekte DBU - DJH