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"Ohne Frauen "Ohne Frauen
ist es anders."

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Vater-Kind Freizeit in der Jugendherberge

An diesem Wochenende ist alles anders: Duschen, Händewaschen, Kämmen – wozu? Ohne geht es doch auch. Dafür gibt es bei dem Vater-Kinder-Wochenende in der Jugendherberge Biggesee im Sauerland (NRW) jede Menge Abenteuer.

Hier ist Männerzeit! Aber ist da nicht ein Mädchen? „Nein, nein“, erklärt Christian, einer der fünf Väter lachend, „das täuscht. Das ist ‚Max‘, zumindest für dieses Wochenende!” Wir zählen also fünf Väter, neun Jungs und „Max(ie)”. Die Neunjährige steht neben uns und grinst über das ganze Gesicht. Durch die Rußspuren an ihren Füßen entdecken wir Reste von rot lackierten Zehennägeln. Eindeutig ein Mädchen – aber was heißt das schon.

„Im Alltag können die Kinder heutzutage nicht wild sein, im Wald spielen, sich dreckig machen. Da wir das wichtig finden und ihnen die Möglichkeit geben wollen, das zu erleben, kommen wir mindestens einmal im Jahr hierher“, erzählt Stefan. Die Jugendherberge ist dafür ideal: die große Wiese, der Wald, wir können Holz sammeln, Schnitzen, Feuer machen, spielen.“ Voller Stolz zeigt uns Fin sein großes blaues Schweizer Taschenmesser. Mit einer silberglänzenden Kette ist es am Gürtel seiner Shorts befestigt. Sein Vater Andreas erklärt: „Wir haben mit den Kindern abgemacht, dass sie ein eigenes Messer bekommen, wenn Sie uns gezeigt haben, dass Sie verantwortungsvoll damit umgehen können.”

Schatzsucher am Biggesee: 5 Väter + 10 Kinder = Freiheit und Abenteuer

Und warum ohne die Mütter? Die fünf Männer lachen. Martin erklärt: „Nichts gegen unsere Frauen, die sind klasse. Aber ohne sie ist es anders: Keiner, der am Ende eines Abends am Lagerfeuer die Kinder unter die Dusche schickt! Das ist auch mal wichtig!”

In den letzten Jahren hat die Gruppe in großen Jurten geschlafen, die zur Jugendherberge gehörten. „Das ging dieses Jahr leider nicht, da die Zelte nicht mehr dicht waren“, erklärt Peter Schär, Leiter der Jugendherberge Biggesee. „Wir sind gerade dabei, ein neues Outdoor-Konzept zu erarbeiten. Im Haus zu schlafen, kam aber für die Väter nicht in Frage. Daher übernachten sie in diesem Jahr ausnahmsweise in eigenen Zelten.“ Und noch etwas ist dieses Jahr neu: die GPS-Schatzsuche mit Kanutour!


Nun versammeln sich alle um die Feuerstelle. Stefan Lamers von „Bigge Elements“ erzählt, dass dort, wo heute der Biggesee ist, einmal Dörfer waren. Und irgendwo dort soll es doch noch einen Schatz geben. Und den gilt es mit Hilfe einer Schatzkarte zu finden. Darauf sind Koordinaten als Hinweise verzeichnet. Gut, das man heute GPS-Geräte zur Hilfe nehmen kann. „Wie gibt man die Koordinaten ein?” Gar nicht so einfach, aber gemeinsam klappt es. Die Schatzsuche beginnt: „Der Kompass zeigt direkt in den Wald. Ob das richtig ist? Johann ist vorgerannt und ruft: „Wir können auf dem Weg bleiben. Der macht einen Bogen!” Schon ist der erste Hinweis gefunden: A=6. „Ich schreibe es auf meinen Arm,“ erklärt Linus. Weiter geht der Weg bis hinunter zum Ufer. Dort steht Stefan mit dem Bootsanhänger. Je zwei Väter tragen ein Boot ans Wasser. Schwimmwesten an, Tonnen packen, Probesitzen, alle Mann an Bord!

Dann geht es los. Und eins, und zwei … „Papa, wo lenkst du uns denn hin?” Maxi hält das GPS-Gerät: „Papa, da vorne am Ufer muss der nächste Hinweis sein.” Da hängt eine Flaschenpost im Baum. „Näher. Noch näher … jetzt kann ich es lesen!“

Aus den gesammelten Hinweisen ergeben sich neue Koordinaten, die zum Schatz führen. Ob alles stimmt? Irgendwie scheint das Team von Andreas, Christian, Anton und Lukas einen Zahlendreher eingebaut zu haben – sie paddeln in eine ganz andere Richtung. „Hey, wo wollt ihr denn hin?”, ruft Maxi. Schnell ist der Fehler bemerkt und der Kurs geändert. Da ist die Schatzinsel! Wir haben es geschafft! Echte Goldtaler! „Und für uns? Ein Bier wäre jetzt nicht schlecht.” Bevor es auch für die Väter die wohlverdiente Belohnung gibt, paddeln alle gemeinsam zurück zum Anleger.

Wie gut, dass in der Jugendherberge schon alles vorbereitet ist. „Wir brauchen nur noch den Grill anzuschmeißen." Alles andere steht schon bereit: Salate, Geschirr, Getränke und das Grillfleisch. „Das ist ein super Service hier!” Inzwischen haben die Kinder das Lagerfeuer wieder angefacht. Und jetzt gibt es auch ein Bier für die Väter. Am Lagerfeuer erzählten alle noch lange von den erlebten Abenteuern, bevor sie in die Zelte krabbeln und sich in ihre Schlafsäcke kuscheln. „Nächstes Jahr kommen wir wieder!”

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