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Soziales Lernen beim Teamtraining

Man muss auch mal gönnen können – und wenn es mal einen Nasenknödel kostet. Nähe wagen, eigene Grenzen austesten, mit Niederlagen umgehen, Konflikte aushalten und neue Strategien entwickeln, eigene Stärken entdecken und Teamspirit erleben: Genau das bieten unsere pädagogischen Programme zu den Themen „Teamtraining“, „Konfliktmanagement“ und „Soziales Lernen“. Für echte Persönlichkeiten und starke Teams.


Weiter nach links, jetzt noch ein Stück, jetzt scharf nach rechts. Super, du bist gleich am Ziel!“ Nach wenigen Schritten nimmt sich Maximilian die Augenbinde vom Kopf und strahlt über das ganze Gesicht – er hat den Parcours quasi blind gemeistert, nur von seinen Teammitgliedern mit Worten geleitet. Alles, was er dazu brauchte: Mut und Vertrauen! Selbstvertrauen und Vertrauen darauf, dass die anderen ihm den richtigen Weg weisen. Wer Vertrauen hat – egal ob beruflich oder privat –, hat es im Leben meist leichter. Gut, wenn man sich auf sein eigenes Gespür verlassen kann und gelernt hat, seinen Teammitgliedern Vertrauen zu schenken!


Den Weg mit verbundenen Augen durch einen Parcour zu finden, ist eines von vielen interaktiven Gruppenspielen des zweitägigen Teamtrainings einer Gruppe von Firmen-Azubis in der Jugendherberge Detmold. Ergänzt wird das Programm durch Kommunikationsspiele und Einheiten zum Konflikttraining. Teamgeist, Motivation und Kommunikation sind Fähigkeiten, die gerade auch im Berufsleben immer wichtiger werden und im Teambuilding besonders trainiert werden.

Soziale Kompetenzen fördern

Die Jugendherbergen haben die wachsende Bedeutung von Angeboten im Bereich „Soziales Lernen“ schon lange erkannt und bieten eine breite Palette an ein- und mehrtägigen Teamworkshops und ein umfangreiches Angebot an Klassenprogrammen für jede Altersstufe. „In der Grundschule und nach dem Wechsel in die weiterführende Schule stehen spielerische Programme zum Teambuilding im Mittelpunkt. In der Mittel- und Oberstufe kommen dann Themen wie ‚Interkulturelles Training‘, ‚Konflikttraining‘, ‚Erlernen von Zivilcourage‘ oder ‚Verbesserung der Kommunikation‘ hinzu“, erläutert Markus Achatz, Abteilungsleiter Programme im DJH-Landesverband Bayern. Geleitet werden die Programme der Jugendherbergen von gut ausgebildeten Teamern. „Jede Gruppe ist natürlich anders“, ergänzt Sarah Schäfermann, Teamerin beim „Interakteam“ aus Detmold. „Wir holen in einem Vorgespräch mit Lehrern Informationen zu den Wünschen, Einschätzungen und Zielen ein. Wo steht die Gruppe, wo will sie hin? Und dann suchen wir aus unserem Pool an Aufgaben die alters- und gruppenspezifischen Schwerpunkte heraus, die für dieses Team genau passend sind.

Teamtraining auf Klassenfahrt

„Ich finde die Idee unserer Lehrerin richtig gut, mit uns dieses Teamtraining zu machen“, freut sich die 13-jährige Leonie. „In letzter Zeit ist mir das Lernen in der Klasse sehr schwergefallen.“ Sie und ihre Freundinnen trauten sich kaum noch, etwas zum Unterricht beizutragen, denn einige Mitschüler fanden es total uncool, sich zu melden und etwas zu sagen – die haben die anderen stark unter Druck gesetzt! „Hier versuchen wir jetzt alle, nett zueinander zu sein, uns ausreden zu lassen und auch andere Meinungen zu akzeptieren. Das ist für einige Bestimmer gar nicht so leicht gewesen zu akzeptieren!“ Leonie spricht aus, woran es so häufig in Gemeinschaften fehlt: Fairness, Kritikfähigkeit und Empathie. Viele sind zu Einzelkämpfern geworden, die nicht teamfähig sind. Das zu ändern, ist das Ziel des Programms der Jugendherberge Celle: Als Mitarbeiter der „Soko Celle“ sollen die Schüler beim ultimativen Detektivspiel einen Kriminalfall lösen. Bei den spannenden Aufgaben kommt man plötzlich mit Mitschülern ins Gespräch, mit denen man vorher nicht mehr als ein paar Worte gewechselt hat. Im besten Fall stellt man sogar fest, dass die gar nicht so doof sind, wie man immer dachte! Ein erster wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem super Team!


Kooperation und Vertrauen

Bei den „Team Projekt Tagen“ in der Jugendherberge Mühlhausen steht heute der „Kooperationsparcours“ auf dem Programm. „Als Vertrauensspiele für ein Teambuilding eignen sich alle Spiele, bei denen die Teilnehmer aufeinander angewiesen sind: Der Bau einer „Teambrücke“, eine Schatzsuche oder das sogenannte „Spinnennetz“, bei dem eine gemeinsame Strategie entwickelt werden muss“, erläutert Andreas Reiche, Leiter der Jugendherberge Mühlhausen. „Das gemeinsame Erleben und Reflektieren außerhalb des gewohnten Umfelds der Schule stärkt nicht nur die Gruppenzugehörigkeit, sondern fördert auch das faire Austragen von Konflikten sowie die Diskussionsfähigkeit.“ „Ein ganz wichtiger Punkt bei Teamtrainings ist tatsächlich auch, die gewohnte räumliche Umgebung zu verlassen, sich sozusagen gemeinsam auf unbekanntes Terrain zu begeben“, ergänzt Babette Pieper, Projektmanagerin im DJH-Landesverband Unterweser-Ems. „Das klingt banal, aber an einem fremden Ort ist die Bereitschaft, sich auf den anderen einzulassen und ihm zu vertrauen, einfach größer. Da sind die Jugendherbergen natürlich ideal. Sie bieten den perfekten Rahmen. Das gemeinsame Essen, die Abende und das Programm bilden eine Einheit.“

Teamtraining für Vereine und Gruppen

Die gewohnte Umgebung zu verlassen spielt auch bei den teamfördernden Programmen der Jugendherbergen für Gruppen wie Vereinsmannschaften, Chöre oder Musikgruppen eine ganz wichtige Rolle. Gerade hier macht gutes Teamwork oft den entscheidenden Unterschied. Kann ich mich wirklich ganz auf dich verlassen? Stehst du zu mir? Die Jugendherbergen bieten hier tolle Möglichkeiten, ein Trainings- oder ein Probenwochenende mit teambildenden Events wie einem Kletterparcours oder einer Kanutour zu verbinden. Als Souvenir von dem gemeinsamen Teamtraining nehmen die Teilnehmer eine große Portion Kooperationsbereitschaft und ein tolles Wirgefühl mit nach Hause!


Was ist ein Teamtraining?

Interview mit Teamtrainerin Sarah Schäfermann

Wir sprachen mit Sarah Schäfermann, Teamerin vom „Interakteam“ aus Detmold.


Teamtraining klingt toll – aber wie lange dauert es, bis die Teilnehmer wirklich erste Erfolge erzielen?

Sarah Schäfermann: Das geht meist superschnell und steigert sich von Aufgabe zu Aufgabe! Motto ist bei uns immer: „Eine Aufgabe ist erst geschafft, wenn alle am Ziel sind!“


Haben sich in den vergangenen Jahren die Schwerpunkte und Ziele Ihrer Arbeit geändert?

Sarah Schäfermann: Wir fördern nach wie vor soziale und individuelle Kompetenzen. Aber die Gruppenstrukturen verändern sich aufgrund der Inklusion: Nun haben wir immer öfter Menschen mit Behinderungen dabei oder Flüchtlingskinder. Die werden aber immer alle super integriert oder sine es oft auch schon! 


Wie nachhaltig sind die Erfolge der Klassenprogramme zum Thema „Soziales Lernen“?

Sarah Schäfermann: Ich bekomme von vielen Lehrern sehr positive Rückmeldungen. Die Erfahrung zeigt, dass die Wirkung umso langfristiger ist, je mehr Tage für das Training zur Verfügung stehen und je besser wir vorher durch die Lehrer gebrieft sind. Positiv ist es natürlich auch, wenn die Lehrer das Erlernte später mit in den Unterricht nehmen.


Was machen Sie mit schwierigen Gruppen? Wird dann ein Joker aus dem Ärmel gezaubert?

Sarah Schäfermann: Na klar! Unser Joker heißt: Spaß! Damit kriegen wir sie alle! Und dann haut es uns manchmal selbst aus den Socken, wie wahnsinnig toll sich die Gruppen entwickeln!


Was ist das Besondere am Teamtraining in Jugendherbergen?

Sarah Schäfermann: Die Vielfalt an möglichen Aktionen ist viel größer! Wir können Nachtaktionen anbieten und je nach Ausstattung der Jugendherberge Bogenschießen, Floßbau und andere coole Aktionen. Außerdem reagieren die Jugendherbergen immer superflexibel und unterstützen mit Lunchpaketen oder anderen tollen Einsätzen!

Zielgruppen

  • AZUBIS
    Konfliktfähigkeit und persönliche Stärken:
    Soziale Kompetenzen spielen in der beruflichen Aus- und Weiterbildung eine immer größere Rolle. Mit unseren speziell für diese Zielgruppe entwickelten Programmen fördern die Jugendherbergen auch hier das soziale Miteinander und die persönliche Entwicklung von Auszubildenden oder jungen Menschen im Freiwilligendienst. 
  • SCHÜLER
    Teamwork und Fair Play:
    Wie wird aus 30 Kindern ein gutes Team? Wie begegnet man Konflikten? Wie fördert man Kommunikation? Wie lernt man Zivilcourage? Die Jugendherbergen bieten ein breites Angebot an Teambildungsprogrammen – von der Grundschule bis zur Oberstufe. 
  • VEREINE
    Vom Fußball bis zum Chor:
    Gerade bei Mannschaftssportarten ist klar: Das Team ist alles! Aber auch bei Chören oder Orchestern macht ein gutes Zusammenspiel im Team den entscheidenden Unterschied. Gut, wenn man in der Jugendherberge spielerisch und in einer anderen Umgebung lernen kann, sich voll aufeinander zu verlassen.