Graslöwen Klassenfahrten

Das können Sie erwarten ...

Der Kooperation von DJH und Graslöwen TV liegen Inhalte der Agenda 21 zugrunde liegen. Die Agenda 21 vereint ökologische, ökonomische, soziokulturelle und politische Zusammenhänge.

Bildung für eine nachhaltige Entwicklung zielt darauf ab, diese Zusammenhänge zu erkennen. Mit Fantasie, Kreativität und Erfindergeist entwickeln Schüler in den Jugendherbergen Problemlösungen und werden sich über die Folgen ihres Handelns bewusst.

In diesem Zusammenhang sollten folgende Einzelkriterien erfüllt sein.

 


Die zehn Kriterien für Graslöwenprogramme

1. Alltags- und Handlungsbezug
Ausgehend von der alltäglichen Lebenssituation der Kinder fördert nachhaltige Bildung Fähigkeiten und Fertigkeiten, ihr Umfeld selbst zu gestalten. Die pädagogische Arbeit in den Jugendherbergen soll vermitteln, dass es sich lohnt, selbst Entscheidungen zu treffen und sich an Planungen zu beteiligen. Die Gestaltungskompetenz jedes einzelnen Schülers soll damit gefördert werden.

2. Zielgruppengerechte Ansprache
Die Ansprache der Schüler und die Aktionen, die im Rahmen der Graslöwen-Programme durchgeführt werden, sind zielgruppengerecht konzipiert.

3. Schlüsselqualifikationen entwickeln
Das Vermitteln von Schlüsselqualifikationen wie Kompromissbereitschaft, Teamfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit wird gefördert. Durch projektorientiertes und praxisnahes Lernen in den Jugendherbergen eignen sich die Schüler nicht nur Fachwissen an, sondern entwickeln auch soziale Kompetenzen.

4. Zwischenmenschliche Verständigung fördern
Interkulturelle und zwischenmenschliche Verständigung ist eine wesentliche Voraussetzung für eine globale nachhaltige Entwicklung. Mögliche Konflikte zwischen ökologischen, ökonomischen und sozialen Interessen machen es erforderlich, Regeln für einen gewaltfreien Konfliktumgang zu erlernen und zu erproben. Dazu gehört auch, dass Schüler den Mut haben, sich auf neue Sichtweisen und Argumente einzulassen.

5. Sinnliche und kulturelle Erfahrungen
Stärker als rein kognitive Erfahrungen führen sinnliche und kulturelle Erlebnisse zu neuen, umfassenden Erkenntnissen. Auf der Suche nach einer Lösung sollten Schüler lernen, verschiedene Methoden und Sichtweisen kreativ zusammenzuführen und einseitige Wahrnehmungen zu vermeiden.

6. Transparentes, glaubwürdiges Lernumfeld
In der Jugendherberge und auf dem Jugendherbergsgelände wird Nachhaltigkeit "gelebt" und steht für ein glaubwürdiges Lernumfeld.

7. Graslöwe als Kommunikationsfigur
Der Graslöwe ist Kommunikations- und Motivationsfigur der Graslöwenaktivitäten in den Jugendherbergen. Seine visuelle Präsenz (Logo, Clubausweise, etc.) begleitet wie ein "roter Faden" die Aktivitäten.

8. Kommunizieren des Graslöwen Clubs
Graslöwenangebote in den Jugendherbergen verfolgen das Ziel, Schülern einen größtmöglichen Anreiz zu bieten, auch außerhalb ihres Aufenthaltes in der Jugendherberge (zusammen mit dem Graslöwen) umweltaktiv zu werden. Hierzu sollte der Graslöwen Club - als wichtiges Instrument - kommuniziert werden.

9. Kontinuierliche pädagogische Betreuung
In der Jugendherberge werden die Graslöwen-Aktivitäten kontinuierlich pädagogisch betreut.

10. Dokumentation und Evaluation
Die im Rahmen der Kooperation durchgeführten Maßnahmen werden von den Jugendherbergen dokumentiert und evaluiert. Durch eine kindgerechte Gästebefragung bzw. Reflexion der Graslöwen-Programme werden Stärken und Schwächen der Programme bzw. Verbesserungsvorschläge ermittelt.

Standards zu Graslöwen Klassenfahrten

Lernumfeld

  • Pro Tag ein Bio- oder fair gehandeltes Produkt (Werbung mit Bioprodukten setzt Zertifizierung nach EU-Öko-Verordnung voraus; wenn keine Zertifizierung vorliegt, dürfen Bio-Produkte nicht ausgewiesen werden. Das gilt nicht für fair gehandelte Produkte)
  • Das Reststoffsammelsystem entspricht den regionalen Möglichkeiten einer Wertstofftrennung (mindestens Glas, Papier, Kompost, Gelber Sack)
  • Maßnahmen zum Energie- und Wassersparen werden mit Beginn der Graslöwen-Zertifizierung dokumentiert
  • Über den Graslöwen und sein Programm wird an zentraler Stelle großflächig informiert (z.B.: Schaukasten)
  • Die Graslöwenprogramme werden im Internet und in Form von Printmedien (Programmheft, Faltblatt o.ä.) dargestellt

Programm

  • Die Graslöwen Programme in der JH werden überwiegend von Umweltpädagogen betreut. Die Programme müssen gemeinsam mit der Jugendherberge entwickelt werden.
  • Das Thema Umwelt Nachhaltigkeit zieht sich wie ein roter Faden durch das Programm (z.B. in den Themenfelder Ernährung, Wald, Wasser, Mobilität, Energie, Konsum). Mindestens jedoch findet ein ganztägiger Programmteil mit dem Schwerpunktthema Umwelt statt.
  • Die Programmaktionen weisen einen starken Alltagsbezug für Kinder auf. Hierbei entwickeln die Kinder mit Hilfestellung umweltfreundliche Handlungsalternativen aus ihrem Lebensumfeld.
  • Der Graslöwe ist im Programmtitel eingebunden.
  • Der Graslöwe ist als Kommunikations- bzw. Identifikationsfigur bei allen Programmaktionen von der Begrüßung bis zur Verabschiedung präsent (Button, T-Shirt oder anderes Symbol)
  • Es findet eine spezielle Graslöwen-Begrüßungsaktion statt, bei der der Graslöwe als Umweltbotschafter eingeführt wird (Graslöwen-Cocktail, Graslöwen-Symbol für jedes Kind, Graslöwen-Schild für jedes Zimmer, Graslöwen-Programmplaner o.ä.).
  • Mindestens eine Aktion muss in Projektform durchgeführt werden (Aufgabenstellung mit Freiräumen bzgl. der Lösungsmöglichkeiten, kooperatives und soziales Agieren in Kleingruppen, fächerübergreifende Themen, Präsentation der Ergebnisse).
  • Der Umgang mit neuen Medien ist in das Programm eingebunden sein. Mindestens jedoch findet eine Programmaktion, bei der der Umgang mit den Neuen Medien (digitale Fotographie, Internet, Computer, Video u.a.) einbezogen wird, statt.
  • Die Klasse erhält ein graslöwenspezifisches „Mitbringsel“ (Button, Fotokollage, CD-ROM, T-Shirt oder ähnliches).
  • Mitgabe einer kleinen Praxisanleitung als Umsetzungshilfe für zuhause in Anlehnung an das Programm (Naturknete herstellen, Rezeptsammlung, Bastelanleitung Solarmodell etc.)
  • Ausblick: Am Ende der Klassenfahrt werden Vorschläge und "Vereinbarungen“ über mögliche Umweltaktionen der „Graslöwen Clubs“ in ihrem Lebensumfeld nach der Klassenfahrt entwickelt. Dabei ist eine Liste möglicher Aktivitäten zu erstellen.
  • In Vorbereitung auf die Klassenfahrt erfolgen Abstimmungen zwischen dem betreuenden Lehrer und dem Umweltpädagogen der Jugendherberge. Der Umweltpädagoge weist den Lehrer auf die Wichtigkeit hin, den Graslöwen weiterhin im Unterricht einzusetzen, um Kindern Themen der Agenda 21 zu vermitteln.
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Das Graslöwen Zertifikat

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